Freitag, 15.08.2008

Auftakt der Bundesliga

HSV eröffnet Bayern-Jagd

München - Die Buddhas spielen nicht mit, doch auch ohne seine stummen Diener will Jürgen Klinsmann eine perfekte Bundesliga-Premiere feiern.

© Imago

"Der HSV ist ein schwerer Brocken. Aber wir werden alles daransetzen, dass die Hamburger am Freitag erstmals in der Allianz Arena verlieren. Wir wollen positiv starten", sagte der neue Trainer des FC Bayern München, der zum 20. Mal als Titelverteidiger in die 46. Saison startet.

Drei Monate nach der Meisterfeier auf dem Münchner Marienplatz beginnt für den Rekordchampion im Prestigeduell mit dem Hamburger SV (20.30 Uhr im SPOX-TICKER) in der Allianz Arena eine neue Ära.

Bayerns Arena-Fluch gegen den HSV

Anstelle von Ottmar Hitzfeld führt Klinsmann das Kommando als Bayern-Trainer, und Oliver Kahn wird im Tor von Michael Rensing und als Kapitän von Mark van Bommel abgelöst.

Doch trotz aller Neuerungen zählt nur der Erfolg. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Franz Beckenbauer erwarten deshalb einen Sieg: "Jetzt zählen nur noch Ergebnisse."

Doch die Resultate gegen die Hanseaten, die mit dem Niederländer Martin Jol ebenfalls einen neuen Coach präsentieren, stimmten bisher nicht. Alle drei Spiele in der Münchner WM-Arena wurden nicht gewonnen.

Am 28. April 2007 verloren die Bayern sogar mit 1:2 - seitdem haben sie aber kein Bundesliga-Heimspiel mehr verloren.

Klinsmann plagt Verletzungspech

Die 69.000 Zuschauer müssen beim Liga-Klassiker neben Hitzfeld und Kahn auf weitere Attraktionen der vergangenen Saison verzichten.

Beiersdorfer, Hamburg, HSV, Bundesliga, Fußball

Bei Titelfavorit Bayern fehlen verletzt der "Fußballer des Jahres" Franck Ribery, Torschützenkönig Luca Toni sowie die Abwehrspieler Martin Demichelis und Willy Sagnol.

Klinsmann hat sich mit der Verletzungsmisere abgefunden: "Die Situation ist nicht einfach, aber das müssen wir schlucken". Einsatzbereit sind dagegen die zuletzt angeschlagenen Tim Borowski und Marcell Jansen.

HSV will sich beweisen

Der HSV geht ohne seinen Denker und Lenker Rafael van der Vaart in die neue Saison.

"Jetzt können wir beweisen, dass wir auch ohne diesen Ausnahmefußballer schönen und erfolgreichen Fußball spielen können", meinte David Jarolim, der das Kapitänsamt des für 16 Millionen Euro zu Real Madrid abgewanderten Niederländers übernommen hat.

Jol, der zwischen 1978 und 1979 neun Spiele im Bayern-Trikot bestritt, fordert nach van der Vaarts Abschied Verstärkungen, doch HSV-Chef Bernd Hoffmann winkt ab: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Kader, wir sind gut aufgestellt."

Den von Olympia zurückbefohlenen Querulaten Vincent Kompany wird Jol auf der Bank lassen, der Einsatz von Timothee Atouba (Magen-Darm-Infekt) ist fraglich.

"Schippe drauflegen"

Beim FC Bayern fordert Klinsmann für die Umsetzung seiner Visionen Geduld, doch die Mannschaft will nach dem holprigen Saisonstart mit dem peinlichen Pokalsieg in Erfurt sofort ein kräftiges Signal an die Konkurrenz senden.

"Es wird Zeit, dass wir einen deutlichen Sieg landen, aber das geht nicht mit angezogener Handbremse. Jeder muss eine Schippe drauflegen", sagt Nationalstürmer Miroslav Klose und hofft auf ein Ende der Negativserie gegen den HSV.

Schließlich wollen die Bayern die ersten drei Bundesligapunkte in der Tasche haben, wenn sie am Samstag in der Staatskanzlei in München von Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) für den Gewinn des Doubles in der vorigen Saison geehrt werden.

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