Montag, 28.07.2008

Schweinsteigers neue Seite

Zerreißen statt Zaubern

München - Bastian Schweinsteiger ist ein Phänomen. Während der EM hat sich der Profi des FC Bayern mit der Roten Karte gegen Kroatien erst selbst aus der Mannschaft gekickt, um das Team anschließend mit einer überragenden Leistung bis ins Finale zu führen.

Dann sollte endlich auch der Ball beim Showtraining rollen. 10.000 Fans hatten in der Allianz Arena Platz genommen
© Getty
Dann sollte endlich auch der Ball beim Showtraining rollen. 10.000 Fans hatten in der Allianz Arena Platz genommen

Diese Formschwankungen begleiten Schweinsteiger nun schon seit der WM 2006. Jenem euphoriegeladenen Turnier, das ihn - neben Lukas Podolski - innerhalb von wenigen Wochen zum Hoffnungsträger einer ganzen Fußballnation gemacht hat.

"Ich will besser werden"

Seit diesem Turnier war es für Schweini (Zum Steckbrief) nicht immer leicht. An keinem anderen Spieler der deutschen Nationalmannschaft scheiden sich so oft die Geister. Kein anderer Spieler steht schneller in der Kritik.

"Ich versuche, mir immer höhere Ziele zu stecken, das ist mein Anspruch. Ich will noch besser werden. Und natürlich gehört da auch Kritik dazu. Man wächst mit ihr, wenn man mit ihr umzugehen lernt", sagte Schweinsteiger dem "Kicker".

Titel sind alles

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Auch mit dem FC Bayern hat der 23-Jährige kommende Saison hohe Ziele: "Wir wollen die Deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal verteidigen. In der Champions League wollen wir uns mit den großen Teams messen und attraktiven Fußball spielen."

Dass attraktiver Fußball aber nicht alles ist, hat Schweinsteiger bereits gelernt. "Es gehört dazu, sich fürs Team zu zerreißen. Nur zaubern reicht nicht."

"Nicht immer spektakulär"

Dem nach der Verpflichtung von Tim Borowski abermals gestiegenen Konkurrenzkampf im Bayern-Mittelfeld sieht er entspannt entgegen: "Ich habe bei der EM gezeigt, dass ich vielseitig einsetzbar bin. Aber ich wurde als zentraler Mittelfeldspieler ausgebildet. Natürlich fühle ich mich in der Offensive am wohlsten."

Eine Forderung nach einem Stammplatz in Richtung Jürgen Klinsmann äußert der Münchner jedoch nicht. "Ich will mein Spiel in die Mannschaft einbringen. Das heißt natürlich auch, immer für sie zu arbeiten, auch wenn das nicht immer spektakulär aussieht.", so Schweinsteiger.

SPOX

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