Das System Magath greift

Von Jochen Tittmar
Mittwoch, 20.02.2008 | 15:41 Uhr
Fußball, Bundesliga, Wolfsburg, Magath, Eichkorn
© Getty
Advertisement
NFL Draft
Fr27.04.
Wo landet der deutsche Wide Receiver?
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
Ligue 1
Caen -
Toulouse
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ de Chile
A-League
Newcastle Jets -
Melbourne City
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
A-League
FC Sydney -
Melbourne Victory
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Super Liga
Napredak -
Roter Stern
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
FC Tokyo
1. HNL
Slaven Belupo -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
PSG
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Premier League
Lok Moskau -
Zenit
Premier League
West Bromwich -
Tottenham
Primera División
Bilbao -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Primera División
Celta Vigo -
La Coruna
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Villarreal -
Valencia
Serie A
Juventus -
Bologna
Primeira Liga
Sporting -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)
J1 League
Hiroshima -
Kobe
Primera División
Málaga -
Alavés
Serie A
Udinese -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Huddersfield
Ligue 1
St. Etienne -
Bordeaux
Serie A
Lazio -
Atalanta
Serie A
SPAL -
Benevento
Serie A
Chievo Verona -
Crotone
Serie A
CFC Genua -
Florenz
Serie A
Neapel -
FC Turin
Primera División
Atletico Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Lyon -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Monaco
Ligue 1
Dijon -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Montpellier
Ligue 1
Rennes -
Straßburg
Ligue 1
Toulouse -
Lille
Premier League
Chelsea -
Liverpool
Serie A
Sassuolo -
Sampdoria
Premier League
Arsenal -
Burnley (Delayed)
Primera División
FC Barcelona -
Real Madrid
Serie A
Cagliari -
AS Rom
Ligue 1
Marseille -
Nizza
Primeira Liga
FC Porto -
Feirense

München - Kurz vor Weihnachten 2002 äußerte sich Felix Magath, damals Trainer des VfB Stuttgart, über seine neue Doppelrolle als Trainer und Sportdirektor so: "Glücklich bin ich nicht. Das ist eine unangenehme und undankbare Aufgabe."

Heute kaum zu glauben, dass das Magath gesagt haben soll. Seit einem halben Jahr hat der 54-Jährige als Chef-Trainer, Sportdirektor, Manager und Geschäftsführer in Personalunion beim VfL Wolfsburg die Fäden in der Hand und fühlt sich damit pudelwohl.

"In Wolfsburg kann etwas entstehen. Der Grund ist die Nähe zu Volkswagen als Partner. Auch die großen Vereine wie Juventus Turin haben einen großen Konzern im Rücken", äußerte sich Magath ungewohnt euphorisch bei seinem Amtsantritt.

An Weihnachten 2002 wusste Magath ja noch nicht, dass das Experiment in Stuttgart eine wahre Renaissance in der Daimler-Stadt einleiten würde.

Magaths Mut wurde belohnt

Durch seine vorherigen Trainerstationen als Feuerwehrmann gebranntmarkt, übernahm er im Februar 2001 einen finanziell angeschlagen Tabellen-Siebzehnten, um ihn vor Liga zwei zu retten. Als Manager Rolf Rüssmann im Winter 2002 nach internen Querelen seinen Hut nehmen musste und auf die Schnelle keine passende Lösung gefunden werden konnte, "erbarmte" sich Magath und übernahm erstmals den Job als Alleinherrscher.

Mit Erfolg: Seine "jungen Wilden" um Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel oder Alexander Hleb wurden 2003 sensationell Vize-Meister und zogen in die Champions League ein. "Es war eben kaum Geld vorhanden, um Transfers zu tätigen, deshalb musste man diesen Weg gehen", erzählt Co-Trainer Seppo Eichkorn, schon zu Stuttgarter Zeiten an Magaths Seite, im Gespräch mit SPOX.com

"Auf Balakow und auch Soldo, die von Vorgänger Ralf Rangnick so ein bisschen in Frage gestellt worden waren, baute Felix als Korsettstangen. Er hat den Mut gehabt, drum herum eine Mannschaft mit jungen Spielern aufzubauen, die aus dem Verein kamen", so Eichkorn. Das "System Magath" war geboren.

Bester Rückrundenstart der Vereinsgeschichte

Das scheint nun auch in Wolfsburg zu greifen. Ein Plus: Dort sitzen die Millionen dank VW lockerer als beim damals klammen VfB.

"Ohne den Sponsor, der dahinter steht, wäre das hier in Wolfsburg nicht möglich", gibt Eichkorn zu. Die Spieler-Fluktuation in der Ära Magath war bislang immens: 20 Spieler gingen, 22 Neue kamen, Ausgaben in Höhe von 14 Millionen Euro stehen unter dem Strich.

Der Erfolg kann sich bisher dennoch sehen lassen. Die Wolfsburger haben gerade den besten Rückrundenstart der Vereinshistorie hingelegt, sind das beste Team 2008 und könnten am Mittwoch bei einem Sieg über den Hamburger SV ins Halbfinale des DFB-Pokals einziehen.

Keine schlechte Bilanz nach dieser kurzen Zeit.

Ein Leitwolf und hungrige Junge

In Wolfsburg setzte Magath, wie bei Balakow in Stuttgart, von Beginn an auf Marcelinho als Kapitän und Ziehvater der jungen Garde.

Neuverpflichtete Spieler wie Marcel Schäfer, Sascha Riether, Christian Gentner oder die neue Nummer eins, Diego Benaglio, sind fester Bestandteil der aufstrebenden Wölfe-Elf und haben großen Anteil am derzeitigen Höhenflug mit vier Siegen aus den letzten vier Spielen.

Die Gründe, weshalb Magath bei jungen Spielern wiederholt ein gutes Händchen beweist, liefert Eichkorn: "Junge Spieler, die noch nicht so viel erreicht haben, sind williger, den Weg mit einem Trainer zu gehen, der gute Erfahrungen damit gemacht hat und Erfolge vorzuweisen hat."

Außerdem zeige Magath, "dass er nicht mit kleinen Schritten zufrieden ist, sondern man dran bleiben muss, um besser zu werden. Das war auch schon in Stuttgart so und das verlangen wir auch hier in Wolfsburg. Das ist die Grundlage der ganzen Sache".

"Nicht jetzt schon von Europa träumen"

Doch auch erfahrene Spieler wie Angreifer Grafite oder Abwehrmann Ricardo Costa, deren Verpflichtungen durch die Millionen des VW-Konzerns gestemmt werden konnten, tragen zum Aufschwung bei. Der 28-jährige Stoßstürmer, für 7,5 Millionen Euro aus Le Mans losgeeist, ist aktuell der Mann der Stunde beim VfL und erzielte vier der letzten fünf Treffer.

Ob bereits in dieser Spielzeit der zweite vor dem ersten Schritt vollzogen und die UEFA-Cup-Ränge angegriffen werden können, ist für Magath zweitrangig: "Wir werden jetzt nicht von Europa träumen", so seine Ansage.

Auch Eichkorn stimmt mit ein: "Man muss sich bewusst sein, dass das Ganze jetzt nicht durch die Decke schießen wird. Wir müssen damit rechnen, dass durchaus der ein oder andere Rückschlag noch kommen kann. Das ist normal, das sind Entwicklungen, die einfach ein bisschen Zeit brauchen. Die Mannschaft des VfL Wolfsburg ist durchaus noch ein sensibles Gebilde."

Das übliche Gerede könnte man meinen, doch Eichkorn legt nach: "Wenn wir unsere Defensive weiter stabilisieren und unsere offensive Torgefährlichkeit weiter aufrecht erhalten, dann kann das schon ein anhaltender Trend zum Positiven sein." Klingt ein bisschen wie eine Kampfansage.

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung