Gedankenspiele mit Metze

Von SPOX
Samstag, 19.01.2008 | 17:37 Uhr
Metzelder, Christoph, Real, Madrid, Stuttgart, VfB
© Getty
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München - "Wir haben einige deutsche Profis im Auge für den Sommer", betonte VfB-Sportdirektor Horst Heldt während der Woche.

Den Stuttgartern wurde daraufhin Interesse an den Münchnern Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger und Jan Schlaudraff nachgesagt. Wie die "Stuttgarter Zeitung" jetzt berichtet, sollen sich die Verantwortlichen auch mit dem Namen Christoph Metzelder befassen.

Der deutsche Nationalspieler konnte seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Real Madrid bei den Königlichen noch nicht richtig Fuß fassen und kam erst auf sieben Liga-Einsätze. Zuletzt wurde Metzelder von Trainer Bernd Schuster wiederholt nicht in den Kader berufen.

Finanziell schwer machbar

Der VfB spielt dabei zwei Varianten durch. Erstens ein Leihgeschäft noch im Winter, zweitens eine Verpflichtung im Sommer. Sportlich ergäbe der Wechsel auf jeden Fall Sinn. Denn der VfB bekäme einen hochkarätigen Abwehrspieler und Metzelder könnte Spielpraxis für die EM 2008 sammeln.

Allerdings wird der Transfer finanziell schwer zu stemmen sein. Denn das Gehalt, das Metzelder bei Real überwiesen bekommt, kann der VfB nicht zahlen. Außerdem entspräche eine vorzeitige Flucht aus Madrid nicht dem Charakter Metzelders.

Klasnic schon mit Frankfurt einig?

Werder Bremen muss einen gewaltigen Aderlass hinnehmen. Carlos Alberto wurde nach Brasilien geschickt, Leon Andreasen wechselt zum FC Fulham und Tim Borowski im Sommer zum FC Bayern.

Und laut der Zagreber Zeitung "Vecernji List" soll der Wechsel von Ivan Klasnic im Sommer zu Eintracht Frankfurt bereits fix sein. Beide Seiten dementierten die Meldung jedoch umgehend. "Ich habe es per SMS von einem Freund erfahren. Mehr weiß ich nicht. Richtig ist nur, dass es Interesse aus der Bundesliga gibt", sagt Klasnic in der "Bild".

Auch Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel weiß von nichts: "Aus dem Reich der Fabel! An Klasnic haben wir nicht gedacht."

Zwei Serben für die Hertha

Hertha BSC Berlin bastelt weiter am Kader für die Rückrunde. Neben Lubomir Fejsa soll ein weiterer Serbe in die Hauptstadt wechseln. Die Verhandlungen mit Gojko Kacar von Vojvodina Novi Sad sollen laut "BZ" kurz vor dem Abschluss sehen.

Der Vorstand der Serben Ratko Butorovic gab für den Wechsel grünes Licht: "Wir sind uns mit Hertha in allen Punkten einig. Der Weg für Kacar ist frei." Um die Ablösesumme wird noch gefeilscht.

Nicht für 120 Millionen

Der Wechsel von Fejsa von Hajduk Kula ist allerdings ins Stocken geraten. Erstens hat der 19-Jährige bereits vor einem halben Jahr beim FC Metz zugesagt, die sich jetzt querstellen und von Hertha eine finanzielle Entschädigung fordern.

"In den nächsten Tagen ist das hoffentlich geklärt. Jetzt hat die FIFA das Wort", sagt Dieter Hoeneß zu diesem Thema. Zweitens will Kula-Präsident Nikola Dzomba Fejsa nicht nach Berlin ziehen lassen: "Hertha hat sich nicht an Vereinbarungen gehalten. Darum habe ich die Verhandlungen abgebrochen", sagte er der Belgrader Zeitung "Kurir".

Dzomba führt zwei Gründe an: "Man hat mit Ljubomir hinter unserem Rücken verhandelt. Und es war vereinbart, dass wir Fejsa sechs Monate ausleihen. Und dass der Spieler für diese Zeit für drei Millionen Euro versichert wird, falls er sich verletzt."

Der Kula-Präsident zieht weiter kräftig vom Leder: "Nicht für 120 Millionen Euro würden wir Ljubomir nach Berlin ziehen lassen. Fejsa geht zu Partizan Belgrad!" Hört sich an, als würden auf Hoeneß noch harte Verhandlungen zukommen.

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