Auf der Suche nach dem Sinn

Von Andreas Lehner
Montag, 07.01.2008 | 13:09 Uhr
Dortmund, BVB, Zorc, Doll, Watzke
© Imago
Advertisement
NFL Draft
Fr27.04.
Wo landet der deutsche Wide Receiver?
Championship
Derby County -
Cardiff
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
Ligue 1
Caen -
Toulouse
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo
1. HNL
Slaven Belupo -
Dinamo Zagreb
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Premier League
Lok Moskau -
Zenit
Primera División
Bilbao -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Primera División
Celta Vigo -
La Coruna
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Villarreal -
Valencia
Serie A
Juventus -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)
J1 League
Hiroshima -
Kobe
Serie A
Udinese -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Huddersfield
Serie A
Lazio -
Atalanta
Serie A
Chievo Verona -
Crotone
Serie A
CFC Genua -
Florenz
Serie A
Neapel -
FC Turin
Premier League
Chelsea -
Liverpool
Premier League
Arsenal -
Burnley
Primera División
FC Barcelona -
Real Madrid
Primeira Liga
FC Porto -
Feirense

München - Da saßen sie nun am vergangenen Freitag vor der versammelten Presse. Die Herren Doll, Watzke und Zorc. Alles wartete auf eine endgültige Entscheidung in der Causa Lehmann.

Doch außer einem "Wir sind vorsichtig optimistisch" (Watzke) war den Verantwortlichen nichts zu entlocken. Die Entscheidung werde aber in den nächsten Tagen fallen, erklärte der Umworbene in der "Bild am Sonntag".

Vor allem die Entscheidungsträger beim BVB glauben, dass sich beide Seiten in einer "Win-Win-Situation" (Watzke) befinden. Deshalb bekräftigte auch Sportdirektor Michael Zorc den tieferen Sinn des Transfers. "Von denen, die sich sportlich auskennen, sagt jeder, dass der Deal Sinn macht", meinte er in der "Bild".

Eine Frage des Geldes 

Doch der Wechsel zieht sich hin, angeblich wegen familiärer Probleme, wie Lehmann immer wieder beteuert. Aber wohl auch des Geldes wegen. Denn bei Arsenal verdient der deutsche Nationalkeeper 3,2 Millionen Euro netto im Jahr - das macht 1,6 Millionen im Halbjahr.

Eine für Dortmund geradezu astronomische Zahl. Er müsste dementsprechend auf viel Geld verzichten. Selbst mit der kolportierten Summe von einer Million Euro pro Halbjahr wäre er beim BVB mit Abstand Top-Verdiener. Die Frage, ob der Deal auch finanziell Sinn macht, muss da erlaubt sein.

Proteste der Fans 

Bei den Fans ist Lehmann ohnehin ein Zankapfel. Denn ein Teil der BVB-Anhänger kann ihm seine zehn Jahre bei Schalke 04 nicht verzeihen. Für sie bleibt er auf immer ein Königsblauer. Bereits bei seinem ersten Engagement von 1999 bis 2003 gab es Proteste.

Der Fanclub "Desperados" präsentiert auf seiner Homepage ein Bild aus dem Jahr 2003, das ein Spruchband im Dortmunder Fanblock mit der Aufschrift "Wir brauchen keinen Lehmann" zeigt. Darunter steht: "Heute, wie damals!" Auch beim Hallenturnier in Halle/Westfalen hing ein Banner "Feind bleibt Feind - Lehmann raus!" vorm Fanblock.
Die Fans begehren auf und die Verantwortlichen sollten hinhören. Denn die Anhänger wurden in den vergangenen Monaten alles andere als verwöhnt und machen ihrem Unmut auch schon mal lautstark in Form von Pfiffen oder Häme gegen die eigene Mannschaft Luft.

Das angespannte Verhältnis zwischen Team und Fans könnte sich weiter verschlechtern. Die Frage, ob der Deal auch fanpolitisch Sinn macht, muss da erlaubt sein.

Alternative in den eigenen Reihen

Der Name Lehmann kam in Dortmund erst mit der Verletzung von Stammkeeper Roman Weidenfeller ins Gespräch. Der 27-Jährige musste sich einer Schulter-OP unterziehen und sollte angeblich bis Mitte März ausfallen.

Wie SPOX erfuhr, verläuft die Heilung jedoch besser als zunächst angenommen. Geht es in diesem Tempo weiter, könnte Weidenfeller bereits Ende Februar spielen und würde ganze drei Bundesligapartien verpassen.

Diesen Zeitraum könnte auch Ersatzkeeper Marc Ziegler locker überbrücken, der in seinen drei Saisoneinsätzen starke Leistungen bot, alle Spiele gewann und kein Gegentor kassierte. "Ziegler hat bewiesen, dass man sich auf ihn zu hundert Prozent verlassen kann", sagte auch Trainer Thomas Doll dem "Kicker". Die Frage, ob der Deal auch sportlich Sinn macht, muss da erlaubt sein.

Rückkehr mit Gefahren

Auch Lehmann selbst muss sich Gedanken machen, ob ein Engagement bei einem Team mit der zweitschlechtesten Abwehr der Liga für ihn wirklich hilfreich ist. Obwohl ihm vom Bundestrainer versichert wurde, er könne auch ohne Stammplatz im Verein bei der EM 2008 im Tor stehen, will er Spielpraxis sammeln.

Sobald er aber wieder in der Bundesliga spielt, steht er im Fokus der Öffentlichkeit und in direkter Konkurrenz zu Robert Enke. Seine Auftritte werden Woche für Woche ganz genau beäugt und gnadenlos kritisiert. Eine Häufung von Unsicherheiten und Fehlern könnte auch ihm schaden. Mehr als der Platz auf der Bank bei Arsenal.

Der Hilfeschrei des BVB in Richtung Lehmann wirkt wie die Sehnsucht nach vergangen Zeiten. Es scheint, als wollten Watzke und Zorc mit aller Gewalt und gegen jede Vernunft wieder einen Star verpflichten, um so zumindest ein bißchen Glanz zurückzuholen. Der tiefere Sinn ist noch zu suchen.

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung