Bayerns Juwel überzeugt im Trainingslager

Hast du'n Problem? Frag den Kroos!

Von Für SPOX in Marbella: Thomas Gaber
Mittwoch, 16.01.2008 | 17:33 Uhr
Bayern, München, Kroos, Hitzfeld
© Getty
Advertisement
Scottish Premiership
Sa13:00
Rangers - Celtic: Das 409. Old Firm steht an!
Primera División
Villarreal -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Getafe
Primera División
Levante -
Real Sociedad
Copa Libertadores
River Plate -
Jorge Wilstermann
Copa Libertadores
Lanus -
San Lorenzo
Ligue 1
Nizza -
Angers
Ligue 1
Lille -
Monaco
Primeira Liga
Porto -
Portimonense
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avaí
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
Saint-Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Club Brugge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille

Marbella - Ottmar Hitzfelds Nachfolger bereits letzten Freitag zu präsentieren war ein überaus kluger Schachzug des FC Bayern. Viele Bauern, Läufer, Springer und auch eine Dame hätten sich im Trainingslager in Marbella vor dem König aufgetürmt, um diesen ständig mit Fragen nach dem neuen Bayern-Trainer zu löchern.

Weil die Bayern aber so früh weißen Rauch aufsteigen ließen, kann sich die Mannschaft in Südspanien "in aller Ruhe optimal vorbereiten" (Oliver Kahn). Durch die Vorgehensweise und den daraus resultierenden Öffentlichkeits-Hype um Jürgen Klinsmann konnte ein weiterer Meilenstein gesetzt werden, ohne Staub aufzuwirbeln: Die langfristige Bindung von Toni Kroos an den FC Bayern.

Am 4. Januar wurde das Ausnahmetalent 18 Jahre alt und sofort mit einem Profivertrag über viereinhalb Jahre ausgestattet. Klinsmann und Kroos innerhalb einer Woche - 2:0 für Rummenigge und Hoeneß.

Die Verpflichtung von Klinsmann ist ein Gewinn, mit der von Kroos haben die Bayern aber den Jackpot geknackt - bei allem verdienten Respekt vor Klinsmann. Gute Trainer gibt es viele, aber Spieler wie Kroos nur ganz selten. Dieser Meinung ist auch Mehmet Scholl. "Ich habe einmal bei der A-Jugend mittrainiert. Toni ist mir sofort aufgefallen. Mir war klar: Der muss spielen, der ist wahrscheinlich besser als ich", so Scholl über seinen legitimen Nachfolger.

Scholl gab seinem väterlichen Freund Hoeneß alsbald den Rat, dafür zu sorgen, dass Kroos so schnell wie möglich in die erste Mannschaft integriert wird. Das kam beim Manager zunächst nicht gut an. "Kümmer du dich um deinen eigenen Scheiß", war laut Scholl Hoeneß' Antwort. Doch nur wenige Wochen später absolvierte Kroos sein erstes Pflichtspiel bei den Profis.

Scholl fordert mehr Spielpraxis für Kroos

Nach seinem Siegtor im UEFA-Cup-Spiel in Belgrad wollte Hitzfeld Kroos gleich in die deutsche A-Nationalmannschaft hieven. Bis zur Winterpause spielte Kroos noch zwei Mal im Europacup und vier Mal in der Bundesliga - für Scholl zu wenig.

"Der muss immer spielen. Ich habe noch nie einen offensiven Mittelfeldspieler mit seinen Qualitäten gesehen, der dazu in diesem Alter schon so weit ist. In England oder Spanien sind 17-Jährige Stammspieler. Warum also nicht auch bei Bayern?", sagt Scholl. Bayern verfolgt aber den Plan, Kroos behutsam aufzubauen, um ihn nicht frühzeitig zu verheizen. Möglicherweise ist das der falsche Weg.

Arsenal-Coach Arsene Wenger schickt in Pokalspielen regelmäßig eine Elf mit einem Durchschnittsalter von unter 20 Jahren ins Rennen. Der Erfolg der Baby-Gunners gibt ihm Recht. Und Spieler wie Lionel Messi haben bewiesen, dass der ständige Wettkampf auf höchstem Niveau nur förderlich für die Entwicklung von jungen Spielern ist.

König des Tempodribblings

In Marbella trainiert Kroos jeden Tag mit einigen der beste Bundesligaspieler und arbeitet fleißig an seiner ohnehin schon ausgefeilten Technik. Beim Tempo-Dribbling um Slalomstangen nahm er Jan Schlaudraff, ebenfalls ein Abkömmling des gepflegten Passes, auf 15 Metern gleich mal fünf Meter ab. Den Ball zog er währenddessen magnetisch an.

Für Kurt Niedermayer, Kroos' Trainer in der U 19 bei Bayern, vereint der gebürtige Greifswalder alle elementaren Eigenschaften für eine große Karriere als Nummer 10.

"Hinter den Spitzen kann er seine Stärken am besten ausspielen. Er ist sehr torgefährlich, hat einen guten Abschluss und das Auge für den berühmten Pass. Er ist keiner, der schnell einen 3-Meter-Pass spielt und dann sagt, 'das war's'. Toni weiß immer, wo der Ball hin muss. Er hat immer eine Lösung", schwärmt Niedermayer.

Das war bei eingen Szenen beim 4-gegen-4 am Mittwoch gut zu beobachten. Kroos spielte an der Seite von Oliver Kahn, Martin Demichelis und Miroslav Klose gegen Michael Rensing, Hamit Altintop, Philipp Lahm und Christian Lell. Kroos spielte auf engstem Raum nicht einen einzigen Fehlpass und bereitete lieber fintenreich reihenweise Tore vor.

Körperliche und taktische Defizite

Ein kompletter Spieler ist Kroos aber noch nicht. Obwohl ihm Niedermayer einen "robusten Körper" bescheinigt, muss der 18-Jährige noch deutlich zulegen.

In Zweikämpfen ist Kroos meist zweiter Sieger. Teilweise aufgrund taktischer Defizite und mangelnder Cleverness, zumeist aber fehlt es am körperlichen Durchsetzungsvermögen. Deswegen stemmt Kroos in Marbella ordentlich Gewichte und ist bei Fitness- und Ausdauerübungen stets engagiert.

Jürgen Klinsmann darf sich auf den besten Spieler der U-17-WM 2007 freuen und wird entscheidenden Anteil an Kroos' weiterer Entwicklung haben. Am besten wäre, ihn einfach immer spielen zu lassen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung