Hitzfeld hat genug

"Bundesliga interessiert mich nicht mehr"

Von Thomas Gaber
Montag, 21.01.2008 | 15:10 Uhr
hitzfeld, ball
© Imago
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

München - Jürgen Klinsmann tritt seinen Dienst beim FC Bayern erst im Juli an. Aber der neue Trainer ist jetzt schon allgegenwärtig.

Wer auch immer von Pressechef Markus Hörwick im Trainingslager in Marbella für die tägliche Pressekonferenz eingeteilt wurde, musste Fragen zum künftigen Coach beantworten - mit Ausnahme von Ottmar Hitzfeld.

Es hätte aber auch nichts gebracht, denn Hitzfeld hätte sich einen Kommentar wohl verkniffen oder allenfalls dünnhäutig reagiert. Wie bei der Frage eines Journalisten nach Sinn oder Unsinn der Bayern-Verantwortlichen über Jürgen Klopp als Hitzfeld-Nachfolger nachgedacht zu haben.

"Soll ich jetzt die Arbeit von Klopp bewerten?", stellte Hitzfeld genervt eine Gegenfrage.

 

Warten auf den Tag X

Der Coach macht sich keine Gedanken über die Zukunft des FC Bayern, was nach Saisonende in München abgeht, tangiert ihn nicht im Geringsten. "Ich denke nicht an das, was vom 1. Juli an ist", sagte Hitzfeld dem "Kicker". In vier Monaten ist Schluss für Hitzfeld bei Bayern und man gewinnt den Eindruck, dass er den Tag X herbeisehnt.

"Im Vergleich zu den vielen Jahren zuvor sind die verbleibenden vier Monate lediglich eine kleine Etappe. Das Ende ist absehbar, das macht alles einfacher", sagte Hitzfeld.

Der 59-Jährige ist das ständige Tohuwabohu rund um den FC Bayern leid, mit dem heutigen medialen Business kann Gentleman Hitzfeld nichts anfangen.

"Dieses aufgeregte Gerede, das ist ein Wahnsinn. Wenn Rummenigge was sagt, dann ist das zwei Monate Schlagzeile, früher war das nach einer Woche erledigt. Den Stellenwert habe ich mir erarbeitet, dass ich heute sagen kann: Die Bundesliga interessiert mich nicht mehr", stellt Hitzfeld klar.

Immenser Druck 

Seine Entscheidung, nie mehr als Vereinstrainer zu arbeiten, gilt mehr denn je. "Es geht um Lebensqualität. Am wichtigsten ist, rechtzeitig aufzuhören. Ich freue mich, dass ich die Kraft zu diesem Entschluss hatte", so Hitzfeld.

Doch bis es soweit ist, steht Hitzfeld täglich im Rampenlicht. Der Druck ist immens. "Hitzfeld weiß natürlich, dass für ihn nur der maximale Erfolg zählt", sagt Oliver Kahn. "Und bei jedem, der das gefährden wird, wird er sehr rigoros reagieren. Er wird sich nichts mehr gefallen lassen."

Kahn wird ihn dabei unterstützen. Auch für den Kapitän ist es die letzte Saison und sein Schicksal ist eng mit dem von Hitzfeld verknüpft. "Uns verbindet die gleiche Situation. Oliver ist sehr authentisch. Unsere Zusammenarbeit war immer sehr gut", sagt Hitzfeld. Das gegenseitige Vertrauen war nie größer, die gegenseitige Abhängigkeit jedoch ebenso wenig. Hitzfeld bewunderte in Marbella Kahns Einsatz: "Er hat wie immer Vollgas gegeben."

Hoeneß redet Hitzfeld stark 

Dies gilt laut Uli Hoeneß aber auch für Hitzfeld. "Ich habe festgestellt, dass er die Sache total ernst nimmt und nichts schleifen lässt. Er ist noch ein Quäntchen konzentrierter. Ich habe das aber auch nicht anders erwartet. Es ist nicht seine Masche, sich hängenzulassen. Sein Charakter lässt das nicht zu", sagte der Bayern-Manager.

Hoeneß wünscht sich einen versöhnlichen Abschied für seinen Freund Hitzfeld, verfolgt mit dem demonstrativen Schulterschluss aber auch andere Interessen. Unruhe soll in der Rückrunde um jeden Preis vermieden werden. "Es macht keinen Sinn, jetzt ständig über die nächste Saison zu reden, wenn wir nicht die nötigen Voraussetzungen schaffen", so Hoeneß.

Hitzfeld soll möglichst viele Titel holen, vor allem aber seinem Nachfolger eine intakte Mannschaft übergeben, damit Visionär Klinsmann seine Masterpläne gleich umsetzen kann.

Hitzfeld übernimmt Klinsis Philosophie 

Auch wenn sich Hitzfeld nicht um den FC Bayern 2008/09 schert, gehört es für ihn zum guten Stil, Klinsmann die Arbeit so einfach wie möglich zu machen. Er möchte sogar schon einmal Vorarbeit leisten. "Es ist mein Ziel, jeden einzelnen Spieler besser zu machen", sagte Hitzfeld in Marbella. Das entspricht exakt Klinsmanns Philosophie.

Viel Zeit bleibt Hitzfeld dafür nicht mehr. Er muss sich nichts mehr beweisen, aber eine letzte Saison ohne Titel würde einen Schatten auf sein Lebenswerk werfen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung