Tennis

Paris Masters Saison 2017

Paris Masters - Viertelfinale

Palais Omnisports Paris, Frankreich30.10.2017 - 05.11.2017
J. M. del Potro
[13]
Match beendet
 
J. Isner
[9]
J. M. del Potro
J. Isner
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
4
77
4
6
65
6
Court Central | Viertelfinale
Spielzeit: 02:10 h
Letzte Aktualisierung: 14:15:08
del Potro
Isner
Abschied
 
Das war's nun aber für den Moment aus Paris! Aber keine Sorge, denn zum einen sind wir ja das ganze Wochenende über für Sie da - und zum anderen stehen später (nach der verletzungsbedingten Absage von Nadal ab 19:30 Uhr) ja noch zwei Viertelfinals auf dem Programm. Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und wünscht allen Lesern einen angenehmen Restmittwoch!
ATP Finals
 
Während es Isner nun also weiterhin selber in der Hand hat, sich mit einem Turniersieg (Halbfinale gegen Qualifikant Krajinovic) in Paris für das Saisonfinale der besten acht Spieler in London zu qualifizieren, muss del Potro zittern und auf seine Mitstreiter schauen - wobei man natürlich nicht weiß, ob es zu einer Absage von Rafa Nadal (verletzt) kommen wird, die dann ja noch einen zusätzlichen Platz im Starterfeld freimachen würde.
Statistik
 
Und das drückt sich nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit natürlich auch in den zahlen zum Match aus. Sowohl bei den Winnern (50:37) als auch bei den Unforced Errors (22:31) lag John Isner vorn, dazu servierte er auch noch etwas besser und war wohl auch der Fittere von Beiden - kurzum, der Sieg des Mannes aus Florida geht vollkommen in Ordnung.
Fazit
 
Man muss sich verneigen vor dem, was John Isner hier heute gespielt hat: Der Amerikaner ließ sich auch von einem zwickenden Knöchel nicht aus der Ruhe bringen, dominierte das Match über weite Strecken und muss sich als Fehler eigentlich nur diesen Doppelfehler im Tiebreak ankreiden lassen - den Rest des Matches absolvierte der Amerikaner richtig stark.
4:6, 7:6, 4:6
Und das war's: Weil del Potros letzter Rückhandreturn im Netz landet, zieht John Isner in das Endspiel von Paris ein!
4:6, 7:6, 4:5
 
Und den macht John Isner: Mit einem Servicewinner durch die Mitte geht es zum 40:30 und damit dem ersten Matchball für den Amerikaner!
4:6, 7:6, 4:5
 
Aber del Potro steckt nicht auf: Diesmal geht es über Isners Rückhand, die weit ins Aus segelt und dem Argentinier das 30:30 bringt. Was folgt, ist also ein sehr entscheidenden Punkt ...
4:6, 7:6, 4:5
 
Kein Problem für John Isner, der umgehend und mit einem Ass wieder zum 30:15 vorlegt. Fehlen also nur noch zwei Punkte für das Halbfinale ...
4:6, 7:6, 4:5
 
Isner startet in sein Aufschlagspiel auf jeden Fall mit seinem 15. Ass - zum 15:0. Aber del Potro kann kontern und über die Vorhand des Amerikaners zum 15:15 punkten ...
4:6, 7:6, 4:5
 
So. Gleich den ersten Spielball kann del Potro nutzen und so auf 4:5 verkürzen. Aber jetzt MUSS das Break her - und bislang ist del Potro dieses Kunststück heute ja noch nicht gelungen.
4:6, 7:6, 3:5
 
Man sieht ihm die Schmerzen an, aber del Potro gibt nicht auf: Mit einem einfachen Vorhandvolley geht es zum 40:15 und zwei Spielbällen.
4:6, 7:6, 3:5
 
Del Potros schnelles 15:0 kann Isner mit seinem nächsten gut vorbereiteten Netzangriff kontern. Doch der Argentinier zieht umgehend ein Ass aus dem Köcher - 30:15.
4:6, 7:6, 3:5
 
... um den zweiten Spielball dann aber mit einem weiteren Vorhandwinner aus dem Halbfeld zu nutzen. 5:3 für John Isner, der hier gen Halbfinale marschiert!
4:6, 7:6, 3:4
 
Mit einem schönen Angriffsball mit der Vorhand cross stellt Isner dann auch auf 40:0, vergibt seinen ersten Spielball aber ...
4:6, 7:6, 3:4
 
Del Potro sucht sein Heil in einer weiteren Challenge, aber auch die geht schief. Viel mehr kann man gegen den Mann der Tausend Asse aber auch nicht machen, wenn er seinen Rhythmus gefunden hat - 30:0 Isner.
4:6, 7:6, 3:4
 
Tatsächlich hat del Potro ähnlich wenig Mühe, sein Service zu halten und zum 3:4 zu verkürzen. Aber solange Isner das Break Vorsprung weiter halten kann, hat der Amerikaner hier wenig Sorgen ...
4:6, 7:6, 2:4
 
... und unter dem Strich steht dann das nächste sehr souveräne Aufschlagspiel von John Isner, das der Amerikaner mit einer Vorhand aus dem Halbfeld eintütet und so auf 4:2 stellt.
4:6, 7:6, 2:3
 
Mit Serve-and-Volley und dem abschließenden Smash geht es für den Amerikaner zum 30:15, per Servicewinner dann zum 40:15 und zwei Spielbällen ...
4:6, 7:6, 2:3
 
Isner hält das Ganze übersichtlich: Ein Ass und ein Doppelfehler sorgen für das 15:15.
4:6, 7:6, 2:3
Es war wohl zu erwarten: Del Potro hat in der Pause nach dem Physiotherapeuten gerufen und sich kurz behandeln lassen. Ein Medical Timeout war das allerdings noch nicht - sondern eher nur ein Beratungstermin.
4:6, 7:6, 2:3
 
Auch del Potro kann sein Service also zu Null halten und wieder verkürzen. Aber das Break zurückzuholen wird nochmal eine ganz andere, sprich: viel schwierigere Aufgabe.
4:6, 7:6, 1:3
 
Klar, da muss man sich beim Return dann auch nicht mehr die allerletzte Mühe geben: Drei schnelle Punkte für del Potro sorgen für das 40:0 zu Gunsten des Argentiniers.
4:6, 7:6, 1:3
 
Zu Null bestätigt Isner das eben gewonnene Break dann auch und legt zum 3:1 vor - das sieht gut aus für den Mann aus Florida.
4:6, 7:6, 1:2
 
Und nicht nur das: Del potro, der wirklich Schmerzen zu haben scheint, schenkt auch Isners folgendes Aufschlagspiel quasi ab: Bis zum 40:0 dauert es gerade mal 39 Sekunden.
4:6, 7:6, 1:2
 
Und dann ist es doch tatsächlich passiert: Mit einer Vorhand Inside-Out, die in den Korridor segelt, gibt del Potro sein Service zum zweiten Mal heute ab und ermöglicht Isner so die 2:1-Führung!
4:6, 7:6, 1:1
 
Del Potro humpelt und serviert quasi auf einem Bein den Doppelfehler - Vorteil und Breakchance für John Isner!
4:6, 7:6, 1:1
 
Den Spielball kann der Argentinier dann aber auch nicht nutzen, bleibt anschließend stehen und hält sich vor Schmerzen die linke Hüfte. Wie gesagt: Gesund und fit sind zu diesem Zeitpunkt der Saison nur noch die allerwenigsten ...
4:6, 7:6, 1:1
 
Und plötzlich hat Isner dann sogar auf Einstand gestellt - verdaddelt diese Chance aber auf dem Weg ans Netz mit einem viel zu langen Rückhandslice. Vorteil del Potro!
4:6, 7:6, 1:1
 
Ein Servicewinner bringt dann das 40:15, bevor ein vermeintliches Ass den Spielgewinn bringt. Aber diesmal hat Isner eben Recht mit seiner Challenge, del Potro muss nochmal wieder aufstehen (er hatte sich schon auf seine Bank gesetzt) und verliert den Punkt dann bei der Wiederholung doch. 40:30!
4:6, 7:6, 1:1
 
Aber dann will Isner doch wieder zu schnell zu viel, erwartet del Potros zweiten Aufschlag weit vor der Grundlinie und blockt seine Rückhand ins Netz. 30:15 für den Argentinier.
4:6, 7:6, 1:1
 
Dann wird es aber zumindest mal wieder ein ganz bisschen spannend. Denn del Potro verliert eine Challenge, seine Vorhand Inside-Out war tatsächlich Out - 15:15.
4:6, 7:6, 1:1
 
Das war dann doch eine ganze trockene Antwort: Isner serviert sich mit Kraft und Finesse zum 1:1 - zu Null. Wobei del Potro aber nach wie vor keine Miene verzieht ...
4:6, 7:6, 1:0
 
Soviel dazu: Mit seinem achten Ass des Tages macht del Potro dann den Deckel auf sein Aufschlagspiel und legt zum 1:0 vor.
4:6, 7:6, 0:0
 
Woraufhin del Potro dann wieder zwei massive Aufschläge zum 40:30 ins Feld legt. Es scheint, als ginge es hier nur noch mit Gewalt.
4:6, 7:6, 0:0
 
Was ihm gleich mal misslingt. Oder sagen wir lieber: Was ein gefrusteter John Isner mit zwei Returnwinnern zum 15:30 beantwortet.
4:6, 7:6, 0:0
 
Auf geht's, del Potro eröffnet den dritten Satz mit eigenem Aufschlag.
Zwischenfazit
 
John Isner ist nicht schlechter geworden, Juan Martin del Potro aber auch kaum besser - tatsächlich ist der Abstand zwischen diesen beiden Herren so marginal, dass ein einziger Doppelfehler einen ganzen Satz entschieden hat. Und während Isner diese Enttäuschung nun erstmal verarbeiten muss, dürfte del Potro frischen Schwung gesammelt haben.
4:6, 7:6
Ausgerechnet in diesem kritischen Moment muss Isner dann über seinen zweiten Aufschlag gehen ... und leistet sich seinen allerersten Doppelfehler in diesem zweiten Durchgang! Satzausgleich für Juan Martin del Potro!
4:6, 6:6
 
Es gibt Satzball: Mit einem Quasi-Ass mit dem zweiten Aufschlag stellt der Argentinier auf 6:5!
4:6, 6:6
 
Klar, dass del Potro das mit einem Servicewinner sofort wieder ausgleicht. Folgt darauf jetzt der Satz- oder doch der Matchball?
4:6, 6:6
 
Ist das gut vom Amerikaner! Del Potro kommt ausnahmsweise mal in einen Ballwechsel hinein, aber Isner filetiert ihn nach allen Regeln der Kunst, um ihn am Ende mit der Vorhand Inside-out gegen die Laufrichtung auszuspielen. 5:4!
4:6, 6:6
 
Kein Problem für John Isner, der mit seinem neunten Ass zum 4:4 ausgleicht.
4:6, 6:6
 
Dann muss der Argentinier zwar über seinen zweiten Aufschlag gehen, passiert den sofort ans Netz aufgerückten Isner aber ganz cool mit der Rückhand longline. 4:3 für DelPo!
4:6, 6:6
 
Del Potro hält diesen Standard aufrecht und serviert sich zur Schusschance aus dem Halbfeld. 3:3 und Seitenwechsel!
4:6, 6:6
 
Peng - nah der Schallgrenze schlägt Isners nächstes Ass zum 2:2 ein. Aus dem der Amerikaner dann mit wunderbarem Serve-and-Volley das 3:2 macht. Keine Minibreaks in diesem Tiebreak!
4:6, 6:6
 
Del Potro kann das aber umgehend kontern, mit einem eigenen Aufschlagwinner geht es zum 1:1. Und auch seinen zweiten Aufschlag kann der Argentinier halten - 2:1, weiterhin alles in der Reihe.
4:6, 6:6
 
Mit einem Servicewinner legt Isner zum 1:0 vor - alles in der Reihe.
4:6, 6:6
 
Mit einer mächtigen Vorhand aus dem Halbfeld macht del Potro dann den Deckel auf sein Aufschlagspiel und erzwingt in diesem zweiten Satz den Tiebreak. Das kann ja heiter werden!
4:6, 5:6
 
Wichtig für del Potro, dass der Erste funktioniert - per Ass geht es zum 30:15. Und eine völlig verzogene Vorhand Inside-out von Isner bringt ihm dann sogar zwei Spielbälle.
4:6, 5:6
 
Natürlich muss del Potro jetzt wieder nachlegen, sonst steht die Heimreise an. Doch bei 15:0 punktet Isner mal wieder mit einem wunderbaren Vorhandwinner aus vollem Lauf heraus cross auf die T-Linie gespielt. 15:15!
4:6, 5:6
 
Aber eine aus dem Halbfeld ins Netz gespielte Vorhand des Argentinier beschert Isner dann doch zwei Spielbälle - von denen er gleich den ersten mit seinem siebten Ass nutzt. 6:5 für den Amerikaner!
4:6, 5:5
 
Es geht natürlich auch anders: Del Potro lässt Isner laufen und punktet dann mit der Vorhand longline ins freie Feld. Nur noch 30:15!
4:6, 5:5
 
Irgendwie scheinen beide Spieler heute neue Schläger zu brauchen. Del Potro trifft seine Vorhand schon zum sechsten Mal (!!) mit dem Rahmen - woraufhin Isner mit Serve-and-Volley auf 30:0 stellen kann.
4:6, 5:5
 
Und weil Isners folgender Vorhandreturn dann viel zu lang gerät, kann der Argentinier diesmal zum 5:5 ausgleichen - und Satz zwei geht damit in die Overtime.
4:6, 4:5
 
Isner kontert das mit einer herlrichen Rückhand longline, seinem nun schon 21. Winner - aber del Potro stellt mit der Vorhand Inside-Out umgehend auf 40:15.
4:6, 4:5
 
Es scheint zumindest so. Erst punktet del Potro mit einer schönen Vorhand Inside-In, dann mit einem Servicewinner - 30:0.
4:6, 4:5
 
5:4 für Isner, Aufschlag del Potro - das kommt einem natürlich bekannt vor. Mal sehen, ob der Argentinier das diesmal besser macht als im ersten Durchgang!
4:6, 4:5
 
Und dieser eine Spielball reicht Isner dann auch, um mit einem Netzroller auf 5:4 zu stellen - tatsächlich war der Ball da sogar zwei Mal (!) auf der Netzkante aufgekommen, bevor er in del Potros Feld fiel. Glück braucht der Mensch!
4:6, 4:4
 
Del Potro! Mit einem Wahnsinnsreturn mit der Rückhand longline punktet der Argentinier zum 30:30 - aber ein Rahmentreffer im Halbfeld beschert Isner bei 40:30 dann doch den Spielball.
4:6, 4:4
 
... aber Isner dürfte das sowieso egal sein, der Amerikaner punktet einfach weiter zum 30:0. Dann erwischt er eine Vorhand aber mit dem Rahmen, sodass der Ball weit aus dem Feld segelt - 30:15.
4:6, 4:4
 
Nach einem völlig verunglückten Return im Bratpfannenstil macht del Potro ein schmerzverzerrtes Gesicht. Was genau da weh tut, lässt sich per Fernanalyse leider nicht sagen ...
4:6, 4:4
 
Isner kann dann zwar auch mal wieder einen Punktgewinn mit der Vorhand Inside-Out verbuchen, aber del Potro nutzt seinen zweiten Spielball anschließend über die Vorhand des Amerikaners und gleicht zum 4:4 aus. Tiebreak, wir kommen!?
4:6, 3:4
 
Soviel dazu. Mit einer unglaublichen Coolness serviert sich del Potro in nur 50 Sekunden zum 40:0 - so macht man das.
4:6, 3:4
 
Nach genau einer Stunde Spielzeit tütet John Isner sein Aufschlagspiel dann auch mit einem Servicewinner ein und legt zum 4:3 vor. Was für del Potro jetzt natürlich höchste Alarmbereitschaft bedeutet!
4:6, 3:3
 
Das ist aber natürlich ein Qualitätsmerkmal: Mit seinem sechsten Ass geht es für Isner zum Spielball. 40:30!
4:6, 3:3
 
Kein Problem für Isner, der mit seinem fünften Ass erneut vorlegen kann ... aber del Potro spielt ihm den nächsten Return dann vor die Füße und erzwingt einen Vorhandfehler. 30:30!
4:6, 3:3
 
Mit einem eingesprungenen Rückhandvolley stellt Isner auf 15:0. Dann verreißt der Amerikaner aber eine Vorhand cross - 15:15.
4:6, 3:3
 
Und trotzdem hat del Potro wenig Mühe, zu Null zum 3:3 auszugleichen - dafür gibt es dann als ''Belohnung'' neue Bälle und ein neues Racket.
4:6, 2:3
 
Die Tatsache, dass Isner hier mehr Winner (21:15), aber auch mehr unnötige Fehler (12:9) produziert spricht eine klare Sprache: Der Amerikaner ist der aktivere und aggressivere Spieler von beiden.
4:6, 2:3
 
Servicewinner Nummer vier in Serie sorgt dann für das 3:2 zu Gunsten des Amerikaners. Abgesehen von der leichten Blessur am Knöchel läuft es bei John Isner!
4:6, 2:2
 
Das nennt man dann souverän: Mit drei Aufschlägen, deren Returns nie den Weg ins Feld finden, stellt Isner schnell auf 40:0.
4:6, 2:2
 
Gleich die erste Chance zum 2.2 nutzt del Potro dann auch und gibt das Aufschlagrecht wieder ab - spielerisch ist das hier leider wieder eine eher magere Phase.
4:6, 1:2
 
Und weil auch Isners nächste riskanter Return aus dem Feld segelt, kann del Potro auf 40:15 und zwei Spielbälle erhöhen.
4:6, 1:2
 
Immer wieder kann Isner auf 0:15 stellen, geht dann aber in der Regel zu viel Risiko und schafft es nie zum 0:30. Auch diesmal kann del Potro nach einer solchen Sequenz auf 30:15 stellen ...
4:6, 1:2
 
Zu Null stellt Isner dann auch auf 2:1 (mit seinem vierten Ass) und reicht den Druck umgehend wieder an sein Gegenüber weiter.
4:6, 1:1
 
Es ist erst Isners drittes Ass, das ihm das nächste schnelle 40:0 einbringt - aber gute Returns sind bei del Potro trotzdem Mangelware. Was auch daran liegen mag, dass der Hallenboden hier in Paris zu den schnellsten auf der Tour gehört.
4:6, 1:1
 
Diesmal spielt der Argentinier den Stopp aus dem Halbfeld - zum Spielgewinn und dem 1:1.
4:6, 0:1
 
Del Potro muss jetzt oft tief in die Trickkiste greifen, um überhaupt mal selber zu punkten. Sein ansatzloser Stopp von der Grundlinie aus zum 40:15 ist allerdings auch wirklich genial ...
4:6, 0:1
 
Aber Isner hat hier jetzt die Oberhand! Der Amerikaner punktet mal wieder mit einer herrlichen Vorhand cross - 0:15!
4:6, 0:1
 
Unter dem Strich steht das nächste souveräne Aufschlagspiel von John Isner, der gleich wieder auf 1:0 stellen und del Potro so unter Druck setzen kann. Und das merkt man dem Argentinier auch an: Sein ''Passierball'' zum Spielgewinn für Isner diente einzig und allen dazu,. den Amerikaner am Netz abzuschießen ...
4:6, 0:0
 
Kein Problem für Isner, der per Servicewinner (mit dem Zweiten!) gleich wieder vorlegen kann. Um dann über del Potros Rückhand auf 40:15 zu stellen.
4:6, 0:0
 
Perfekt für Isner ist natürlich, dass er dank des Breaks eben mit eigenem Aufschlag in den zweiten Satz starten darf. Aber del Potro kann gleich mal zum 15:15 punkten ...
Zwischenfazit
 
Man muss sich vor der Coolness von John Isner verneigen: Nachdem der Amerikaner vier Aufschlagspiele lang kein Land gegen das Service von del Potro sah, machte er im fünften dann wie aus dem Nichts kurzen Prozess und sicherte sich Satz eins mit der allerersten Breakchance der Partie. Mal sehen, wie del Potro das jetzt verarbeitet!
4:6
Und da ist dann auch schon der Satzgewinn: Mit seinem 15. Winner des Tages sichert sich John Isner das erste Break und damit den ersten Durchgang in diesem Viertelfinale!
4:5
 
Hammer! Ist das gut von John Isner: Mit der Rückhand longline aus vollem Lauf heraus passiert er den aufgerückten del Potro perfekt - 15:40 und zwei Breakchancen (Satzbälle!) für den Amerikaner!
4:5
 
Aber auch del Potro wackelt plötzlich mit der sonst so guten Vorhand - 15:30!
4:5
 
Und Isner hat sofort die große Chance, das auch auszubauen, spielt seine Vorhand aus dem Halbfeld aber zu lang und hinter die Grundlinie. 15:15!
4:5
 
Oho! Del Potro rutscht eine Vorhand Inside-Out komplett ab und segelt weit in den Korridor. 0:15!
4:5
 
Auch den dritten Punkt in Serie macht Isner mit der Rückhand longline über del Potros Vorhandseite - 5:4 für den Amerikaner!
4:4
 
Vielleicht aber auch nicht. Denn Isner kann mit der Vorhand aus dem Halbfeld auf 30:15 stellen und anschließend dann auch per Vorhandwinner zum 40:15 vorlegen - zwei Spielbälle für den 32-Jährigen.
4:4
 
Vielleicht wird es jetzt ja mal ein bisschen enger. Auf jeden Fall kann del Potro mit einem Hammerreturn mit der Vorhand longline auf 15:15 stellen ...
4:4
 
Mit einem Servicewinner und einer Vorhand Inside-Out aus dem Halbfeld nimmt del Potro seinen Aufschlag dann aber doch mit und stellt auf 4:4 - und wir können uns schon mal ganz langsam mit dem Gedanken an einen Tiebreak anfreunden.
3:4
 
Isner versteht immer besser, dass er del Potro so gut es geht unter Druck setzen muss. Sobald der Argentinier zum zweiten Aufschlag greifen muss, ist der Amerikaner da - 30:15.
3:4
 
Unter dem Strich steht dann auch der nächste glatte Spielgewinn für John Isner - auf den ersten Breakball des Tages warten wir also weiterhin. 4:3 für den Amerikaner!
3:3
 
Sehr souverän von Isner, der erst mit einer Vorhand cross zum 30:30 ausgleicht und anschließend mit Serve-and-Volley zum 40:30 kommt.
3:3
 
Mit seinem ersten Doppelfehler der Partie schießt sich Isner dann aber natürlich selber ins Bein - und del Potro hat ein vielversprechendes 15:30 vor sich.
3:3
 
Isner scheint es nun aber eilig zu haben. So oft, wie man es in dieser Phase sieht, spielt der Amerikaner sonst nie Serve-and-Volley ... 15:15!
3:3
 
Vielleicht ist es sogar ganz gut, dass del Potro seinen Rhythmus beim Aufschlag gefunden hat - so muss sich Isner nicht all zu viel bewegen und kann den Knöchel schonen. 3:3!
2:3
 
Kein Problem für del Potro: Mit seinem vierten Ass geht es zum 40:15 und zwei Spielbällen.
2:3
 
Nanu? Kleinfeldtennis kennt man sonst ja nur aus Anfängerkursen im Tennisklub, manchmal spielen es aber auch die Profis - mit dem besseren Ende für Isner, der auf 15:30 verkürzen kann.
2:3
 
Soooo.Nach knapp sieben Minuten Unterbrechung kann es weitergehen - del Potro stellt mit einem technisch feinen Lob und einem Aufschlagwinner gleich mal auf 30:0.
2:3
Dinge, die wir natürlich überhaupt nicht sehen wollen: John Isner hat den Physiotherapeuten gerufen, der ihm den Knöchel tapen soll. Die Diskussion um den ständig steigenden Verschleiß bei den Weltklassespielern wollen wir jetzt nicht führen - aber irgendwann wird dieses Thema mal auf den Tisch kommen müssen. Denn wirklich fit sind in diesen letzten Monaten des Jahres nur noch die Spieler, die sich während der Saison längere Pausen gegönnt haben beziehungsweise verletzungsbedingt dazu gezwungen wurden ...
2:3
 
Nicht schlecht, Herr Isner! Erst punktet der Amerikaner mal wieder mit Serve-and-Volley, dann legt er eine Rückhand longline perfekt auf die Seitenlinie - 3:2 für den Mann aus Florida!
2:2
 
Nicht schlecht von Isner, der eine Rückhand zwar nur notdürftig blockt, diese dafür aber kurz cross und unerreichbar hinter das Netz spielt. Per erstem Aufschlag geht es dann schnell zum 30:0 ...
2:2
 
Zu Null geht es für den Argentinier dann auch zum 2:2 - und schon muss Isner wieder vorlegen.
1:2
 
Spielerisch ist das hier aber natürlich auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Del Potro schafft es tatsächlich, auf 40:0 zu stellen, ohne dass Isner auch nur einen einzigen Return über das Netz bekommt ...
1:2
 
Stark von Isner: Mit der Vorhand Inside-In gegen del Potros Laufrichtung sichert sich Isner das Spiel zu 15 und stellt auf 2:1. Startschwierigkeiten hat hier auf jeden Fall keiner der beiden Herren.
1:1
 
So geht es natürlich auch: Ein Servicewinner und ein mit dem ersten Aufschlag vorbereiteter Netzangriff bringen Isner bei 40:0 drei Spielbälle.
1:1
 
Klar, da will der Amerikaner gleich mal sein Revier markieren: Auch Isner serviert sein erstes Ass. Von denen es sicher noch ein paar mehr zu sehen geben wird ...
1:1
 
Einen Spielball kann Isner zwar abwehren, den zweiten nutzt del Potro dann aber mit seinem nächsten Vorhandwinner - 1:1, alles in der Reihe in Satz eins!
0:1
 
Und dann punktet del Potro auch zum ersten Mal mit seiner besten Waffe, der Vorhand Inside-Out - 40:0 und drei Spielbälle für den Argentinier.
0:1
 
Auch Isner probiert es mal mit einer Challenge, aber del Potros Ass zum 15:0 steht. Und auch zum 30:0 serviert del Potro ein Ass (mit dem Zweiten!) - was Isner schon die zweite Challenge kostet!
0:1
 
Aber auch eine Challenge hilft DelPo nicht, seine Vorhand cross war weit im Aus - 30:30. Und das kann Isner dann mit einem Rückhandwinner gegen del Potros Laufrichtung und schönem Serve-and-Volley zum Spielgewinn nutzen. 1:0!
0:0
 
Genau so muss es der Argentinier angehen. Sobald Isner über den Zweiten kommen muss, greift del Potro an und zwingt den Amerikaner zu Fehlern - 15:30!
0:0
 
Del Potro so gleich mal testen, wie gut seine Returns funktionieren. Der erste segelt perfekt ins Eck, der zweite aber ins Netz - 15:15.
0:0
 
Genug erzählt, los geht's - Servicemonster Isner schlägt als Erster auf!
Chair Umpire
 
Schiedsrichter der Partie wird übrigens gleich Carlos Bernardes ein - der Brasilianer ist wohl der erfahrenste und beliebteste Umpire auf der Tour.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller dann auch schon: John Isner betritt den Court als Erster, gleich gibt es das obligatorische Erinnerungsfoto, den Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es hier auch schon losgehen!
Turnierverlauf
 
Hier in Paris hat sich del Potro bisher übrigens gegen Joao Sousa (POR) und Zverev-Bezwinger Robin Haase (NED) durchsetzen können (ohne Satzverlust) - Isner hingegen musste sowohl gegen Schwartzman (ARG) als auch gegen Dimitrov Überstunden machen und jeweils über drei Sätze gehen.
Head 2 Head
 
Direkt aufeinander getroffen sind Isner und del Potro übrigens schon acht mal. Dabei hat der Argentinier mit 6:2 Siegen klar die Nase vorn - und auch das letzte Duell ging im August an den Turm von Tandil (Montreal).
Isner 2017
 
Denn stabilisiert hat sich Isner eigentlich erst wieder in den letzten zwei Monaten - konnte in diesem Zeittraum aber auch gleich zwei Turniere (Newport, Atlanta) für sich entscheiden und beim Masters in Cincinnati das Halbfinale erreichen. ''Ich liebe diese Zeit des Jahres'', so Isner in Atlanta. ''Vielleicht mag ich einfach Zuhause in Amerika spielen. Und der Herbst hat doch schon mal prima angefangen.''
Isners Karriere
 
Oder sagen wir so: Die wenigen großen Chancen zu Titeln hat er nie nutzen können - sowohl 2012 in Indian Wells (gegen Federer) als auch 2013 in Cincinnati (gegen Nadal) sowie 2016 in Paris (gegen Andy Murray) verlor Isner Mastersendspiele, bei Grand Slams hat es der Amerikaner noch nie weiter als bis ins Viertelfinale (US Open 2011) geschafft. Und da auch der letzte Turniersieg bei einem kleineren Event schon mehr als zwei Jahre her war (bis vor vier Wochen), ist aus Isners ehemaliger Top10-Platzierung Platz 15 in der Weltrangliste geworden - und auch das sah vor ein paar Monaten noch viel schlechter aus.
Tennisoldie Isner
 
Aber vielleicht war ja auch genau das das, was Isner brauchte, um wieder erfolgreicher zu spielen. Zumal der 32-jährige Amerikaner ja schon seit zehn Jahren auf der Tour unterwegs ist - die ganz großen Erfolge hat Isner dabei aber irgendwie immer umschifft.
Isner
 
Wesentlich emotionsloser steht dagegen John Isner seinem Beruf gegenüber. ''ich spiele Tennis, weil ich es gut kann. Klar habe ich das Spiel geliebt, als ich jung war. Aber mittlerweile sind es nur noch Momente, die ich wirklich genieße. Meistens ist es nur Pflicht'', so der Amerikaner in einem sehr offenen Interview zu Beginn des Jahres.
Liebeserklärung
 
Und so kann es dem Argentinier, der zwischenzeitlich bis auf Platz 1045 der Weltrangliste abgesackt war, auch niemand übel nehmen, dass er mittlerweile jeden Auftritt auf der Tour bis zum Letzten auskostet. ''Mir ist egal, ob ich Nummer 30 oder Nummer 3000 bin. Hauptsache, ich kann Tennis spielen. Ich hätte nie gewusst, wie viel mir das Spiel bedeutet, wenn ich nicht so lange verletzt gewesen wäre'', so DelPo beim Turnier in Washington.
Comeback II
 
Eine olympische Medaille und acht Turniersiege in zwei Jahren später stand DelPo dann wieder an der Tür zu den Top 5 - doch auch das hielt nicht lange vor, die zweite Hälfte des Jahres 2014 und die komplette '15er-Saison fielen der zweiten schweren Handgelenksverletzung zum Opfer. Und so ist es keine große Überraschung, dass der Argentinier auf der Tour von fast allen Fans geliebt und geachtet wird - zumal er seine anhaltende Klasse 2016 ja auch mit dem Gewinn der olympischen Silbermedaille (unter anderem mit einem Sieg über Novak Djokovic) und des Davis Cups unter Beweis stellte.
Comeback I
 
Und nebenbei gehört der Argentinier überall, wo er auftritt, zu DEN Publikumslieblingen - was sich in erster Linie mit seiner Krankengeschichte erklären lässt. Denn eigentlich war die Karriere von DelPo ja auf einem glänzenden Weg - 2009 gewann er als erst zweiter Argentinier die US Open und kletterte Anfang 2010 in der Weltrangliste bis auf Platz vier. Doch nachdem ihn eine Handgelenksverletzung für die komplette Saison 2010 lahm legte, musste er ein Jahr später quasi von Neuem beginnen.
del Potro
 
Vorläufig deshalb, weil es beim Argentinier nach den US Open ja erst so richtig los ging: Seit August kommt del Potro auf eine Bilanz von 20:4 Siegen, hat beim Masters in Shanghai das Halbfinale erreicht, beim Turnier in Basel sogar das Endspiel und sich in Stockholm zwischendurch den 20. Titel seiner Karriere gesichert.
del Potro 2017
 
Und überhaupt dürften dem Mann aus Tandil seine aktuellen Ergebnisse viel Freude bereiten. Denn ein Erstrundenmatch hat del Potro 2017 noch nicht verloren - dafür aber in Delray Breach schon ein Halb- und beim Masters in Rom das Viertelfinale erreicht, bevor er seiner Saison mit dem Halbfinaleinzug bei den US Open die (vorläufige) Krone aufsetzte.
del Potro
 
''Klar, der Gedanke an London ist extra Motivation für mich'', so del Potro, der in seiner Karriere schon vier Saisonfinals mitgespielt hat (Endspielniederlage 2009). ''Es ist schön, dass John und ich quasi ein direktes Duell um den Platz haben. Es wird nicht einfach, aber ich will um jeden Preis nach London.''
Dreikampf um London
 
Mit dem Belgier David Goffin hatte sich gestern der siebte von acht Spielern fest für London qualifiziert, sodass es für Jack Sock (später gegen Fernando Verdasco), John Isner und Juan Martin del Potro nun um den letzten offenen Slot geht. Doch während Sock nur noch Außenseiterchancen hat und Isner das Turnier gewinnen müsste, um Pluspunkte zu holen (Endspieleinzug im Vorjahr), stellt sich die Sache für del Potro ganz einfach dar: Mit einem Sieg heute kann der Argentinier den achten und letzten Slot für die ATP Finals eintüten.
Ausgangslage
 
Natürlich geht es hier in Paris in erster Linie um einen Masters-Titel. Aber nachdem zu Turnierbeginn noch acht Spieler die Chance auf ein Ticket für die ATP Finals in London in zwei Wochen hatten, sind es nun nur noch drei, die um einen Platz kämpfen - was fast genau so spannend ist wie der eigentliche Turniersieg.
Paris Masters
 
Herzlich willkommen beim Paris Masters zur Viertelfinalpartie zwischen Juan Martin del Potro und John Isner.
Spieler:
R. Nadal [1]
F. Krajinovi. [Q]
J. Potro [13]
J. Isner [9]
4
7
4
6
6
6
J. Benneteau [W]
M. Cilic [3]
7
7
6
5
F. Verdasco
J. Sock [16]
7
2
3
6
6
6
F. Krajinovi. [Q]
J. Isner [9]
6
6
7
4
7
6
J. Benneteau [W]
J. Sock [16]
5
2
7
6
Weltrangliste
Spielerprofile
J. M. del Potro
Ranking:
17
Geburtsd.:
23.09.1988
Größe:
1.98
Gewicht:
97
Bilanz:
36-17
Preisgeld:
USD 18.503.698
J. Isner
Ranking:
14
Geburtsd.:
26.04.1985
Größe:
2.08
Gewicht:
108
Bilanz:
39-23
Preisgeld:
USD 12.317.944