Fussball

Dancing Stars schuld an ÖFB-Cup-Termin?

Von SPOX Österreich
Die Rapid-Fans drückten ihren Unmut mit diesem Plakat aus
© GEPA

Nicht nur die 1:2-Niederlage gegen Red Bull Salzburg verärgerte die Fans des SK Rapid Wien, sondern auch der Spieltermin am Donnerstagabend. Ein Transparent machte dafür den ORF und dessen am Freitag laufende Sendung Dancing Stars verantwortlich. Der Veranstalter ÖFB wehrt sich gegen diesen Vorwurf.

"Reisestress zum Cupendspiel, weil Dancing Stars auf Freitag fiel." Mit diesem Spruchband sorgten die Fans des SK Rapid Wien beim Cup-Finale für Aufregung. Während der TV-Übertragung war das Transparent freilich nicht zu sehen, die Anhänger im Stadion bemerkten es aber sehr wohl.

Auch der ÖFB nahm die erneute Kritik am umstrittenen Termin zur Kenntnis. "Uns ist durchaus bewusst, dass Donnerstabend für die Fans nicht ideal war, aber aufgrund diverser Überlegungen und interner Diskussionen war dies letztlich der bestmögliche Termin", erklärt Bernhard Neuhold, der Geschäftsführer der ÖFB-Wirtschaftsbetriebe GmbH.

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ÖFB: Dancing Stars nicht alleine schuld

Den Vorwurf der Rapid-Fans dementiert er dennoch: "Es wäre nicht richtig, alleine Dancing Stars dafür verantwortlich zu machen." Als Veranstalter des Cup-Finales müsse der ÖFB unterschiedliche Interessengruppen berücksichtigen. Dazu gehöre nicht nur der TV-Partner ORF, sondern etwa auch Sponsoren oder das Nationalteam.

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Wäre das Cup-Finale beispielsweise am Sonntag-Nachmittag ausgetragen worden, hätte das bei Teamchef Marcel Koller für Unmut gesorgt. "Dann wären die Nationalspieler erst spät zum ÖFB-Team gestoßen", so Neuhold. Ein Finalspiel am Sonntag-Nachmittag hätte den Fans An- und Abreise aber genauso leichter gemacht wie ein Termin am Samstag (kam aufgrund des Chamions-League-Endspiels nicht in Frage) oder Freitag. Aufgrund des Temins am Donnerstagabend mussten sich viele Anhänger nun extra Urlaub nehmen, um nach Klagenfurt reisen zu können.

Text wird unter dem Video fortgesetzt

Wechsel auf anderen TV-Sender kam nicht in Frage

Die TV-Rechte für das Finale an einen anderen Sender zu vergeben, kam für den ÖFB nicht in Frage: "Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Diskussion oder Überlegung, das Finale nicht im ORF zu zeigen, da der ORF die Rechte am Bewerb inklusive dem Endspiel für mehrere Jahre erworben hat."

Letztendlich bleibt ein fahler Beigeschmack. In den nächsten Jahren erspart sich der ÖFB diese Diskussionen aber sowieso, denn im Zuge der Ligareform wurde beschlossen, das Finale künftig immer am 30. April oder 1. Mai auszutragen. "Es ist uns wichtig festzuhalten, dass wir die Kritik ernstgenommen haben", meint Neuhold abschließend.

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