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NFL - Free Agency Prognose 2021: Wohin zieht es die Topstars auf dem Markt?

Kenny Golladay und Shaquil Barrett verkörpern die wohl besten Offense- und Defense-Free-Agents auf dem Markt.

Am Mittwoch startet die Free Agency 2021 in der NFL offiziell, zahlreiche Topspieler sind zu haben. Bereits am Montag dürfen Teams Verhandlungen mit den Spielern aufnehmen. SPOX stellt die größten Namen vor und wagt Prognosen, wo es für sie hingeht.

Da sowohl in der Defense als auch der Offense sehr viel Qualität auf den Markt kommt, picken wir jeweils fünf Spieler auf beiden Seiten heraus, die zu den begehrtesten Namen auf dem Markt gehören. Los geht's mit der Defense:

NFL Free Agency: Die besten Verteidiger auf dem Markt

Shaquil Barrett (Edge Rusher, bisheriges Team: Tampa Bay Buccaneers)

Der Franchise Tag der Bucs ging an Wide Receiver Chris Godwin, zudem wurde mit Linebacker Lavonte David verlängert. Somit bleibt Barrett aus dem Top-Free-Agent-Trio in Tampa übrig. Und ausgerechnet er hatte wohl den größten Einfluss im Super Bowl gegen die Chiefs.

Der Edge Rusher kam zwar nicht an seine überragende Saison 2019 heran (19,5 Sacks, 51 Pressures), gehörte aber dennoch weiterhin zu den besseren Pass-Rushern der NFL (8 Sacks, 42 Pressures) und drehte schließlich in den Playoffs, vor allem im NFC Championship Game gegen die Packers und im Super Bowl, gehörig auf (4 Sacks, 8 QB-Hits).

Sein Wert ist unbestritten und er ist unzweifelhaft der beste Verteidiger auf dem Markt. Speziell als Edge Rusher ist er damit in Position für einen hochdotierten Vertrag.

Prognose: Einige Teams werden aggressiv sein, wenn es darum geht, Barretts Dienste zu sichern. Ein Vierjahresvertrag im Bereich von 70 bis 80 Millionen Dollar sollte damit mindestens drin sein. Die Bucs dürften mittendrin sein in diesen Verhandlungen und auch wenn ein paar andere Teams wohl ein wenig mehr bieten werden, spricht vieles dafür, dass Barrett nach zwei großartigen Jahren und dem Super-Bowl-Titel bei den Tampa Bay Buccaneers bleibt.

Anthony Harris (Safety, Minnesota Vikings)

Harris ist wohl der beste Safety auf dem Markt. Er ist herausragend gegen den Ball, beweist ein gutes Timing beim Zeitpunkt des Catches und wehrt damit naturgemäß viele Pässe ab. Generell gehört es zu seinen Fähigkeiten, gegnerische Offenses und die Augen des Quarterbacks exzellent zu lesen.

Zudem geht er weite Wege und covert so sehr viel Platz, was es einem Nebenmann ermöglicht, auch mal in die Box zu gehen oder zu blitzen.

Dass er 2020 nach einem sehr starken Jahr 2019 eher eine schwächere Saison hatte, ist kaum auf ihn allein zurückzuführen. Die Grundfeste der Vikings-Defense wackelten von Beginn an durch die Ausfälle und Abgänge im Pass-Rush. Das brachte die gesamte Statik zum Wanken.

Prognose: So gern ihn die Vikings halten würden, so wenig Cap Space steht ihnen zur Verfügung. Entsprechend wird sich Harris ein neues Team suchen. Und hier bieten sich vor allem die Dallas Cowboys an, die seit Jahren die Safety-Position ignoriert haben und - auch dafür - zuletzt die Quittung bekamen. Sie könnten letztlich Harris verpflichten und damit eine klaffende Lücke schließen. Was den Vertrag angeht, sollten keine Monster-Beträge erwartet werden, denn dazu ist der Safety-Markt zu tief besetzt. Rund zehn bis zwölf Millionen im Schnitt sollten aber für ihn drin sein.

William Jackson III (Cornerback, Cincinnati Bengals)

Jackson wird ein interessanter Fall. Er gehört zu den besten Cornerbacks auf dem Markt und zeigte in der Vergangenheit bereits, dass er zur Elite gehören kann. Allerdings liegt seine beste Saison (2017) schon ein wenig zurück.

Seine Stärken liegen vor allem in der Man Coverage, allerdings wurde er in Cincy zuletzt auch durch die mangelnde Unterstützung seiner Nebenleute zurückgeworfen. In der idealen Situation jedoch dürfte er einem Team mindestens als Nummer 2 weiterhelfen können.

Prognose: Die Bengals haben im Vorjahr erst großes Geld in Trae Waynes investiert (3 Jahre/42 Millionen Dollar). Einen ähnlichen Vertrag könnte Jackson in diesem Jahr auch bekommen, aber wahrscheinlich nicht in Cincinnati, da dort andere Baustellen größer sind. Daher könnten die Pittsburgh Steelers zuschlagen. Sie könnten Mike Hilton verlieren und haben bereits in der Vergangenheit gerne mal Spieler aus der eigenen Division verpflichtet - allerdings müsste das Team dafür erstmal weiteren Cap-Space freiräumen.

Richard Sherman (Cornerback, San Francisco 49ers)

Einer der besten Cornerbacks des vergangenen Jahrzehnts kommt wohl ein letztes Mal für einen größeren Vertrag auf den Markt. Sherman war wie viele seiner Teamkollegen in San Francisco über weite Teile der Vorsaison verletzt und machte letztlich nur fünf Spiele, sollte jedoch fit in die neue Spielzeit gehen.

Seine letzte volle Saison 2019 war dagegen eine seiner besseren, in der er Quarterbacks bei Pässen in seine Richtung bei einem Passer Rating von 63,0 hielt und nur 5,3 Yards pro Target zuließ. Kein Vergleich mehr zu seinen besten Zeiten, aber immer noch sehr gut.

Sherman steht vor allem für Erfahrung, Übersicht und Spielintelligenz, hat aber nicht den allerbesten Speed, weshalb sein nächstes Team möglichst Zone Coverage spielen sollte.

Prognose: Sherman hat einen Punkt in seiner Karriere erreicht, an dem vor allem als Mentor einen großen Wert haben dürfte. Ein junges Team mit Potenzial scheint daher genauso denkbar wie ein klarer Contender, um vielleicht noch einen zweiten Ring einzufahren. Am Ende ergeben vielleicht die New York Jets am meisten Sinn. Sie haben Lücken auf der Cornerback-Position und werden eine Defense spielen, die Sherman bereits kennt - sein bisheriger Defensive Coordinator Robert Saleh ist schließlich der neue Head Coach von Gang Green. Ein Zwei- bis Dreijahresvertrag ist sicherlich noch drin, mit etwas weniger als 15 Millionen pro Jahr.

John Johnson III (Safety, Los Angeles Rams)

Laut Pro Football Focus war John Johnson der drittbeste Safety der Saison 2020. Johnson ist vor allem herausragend in Sachen Coverage. Spielte zuletzt häufig sehr nah am Mann und ließ nach Catches kaum noch Yards zu, da er auch ein sicherer Tackler ist.

Blühte nach einer verletzungsbedingt verkorksten Saison 2019 zuletzt unter Brandon Staley als DC in angepasster Rolle so richtig auf und sollte auch weiterhin näher an der Line eingesetzt werden, um sein ganzes Potenzial zur Entfaltung kommen zu lassen.

Prognose: Die Rams haben nicht den Cap Space, um ihn zu halten, zudem ist Staley nun Head Coach der Chargers. Selbige benötigen aber keinen Safety, sodass andere Alternativen in den Fokus geraten. Die Cowboys werden sicherlich mitbieten, ebenso einige andere Teams. Die Verzweiflung dürfte aber gerade bei den Las Vegas Raiders am größten sein, da die Secondary dort nach einigen Fehlgriffen schlicht brachliegt. Johnson könnte hier enorm helfen und einen Vertrag erhalten, der ihm zwischen 40 und 50 Millionen insgesamt einbringt.

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