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NFL - Erkenntnisse zur Free Agency: Die Bears stehen vor dem nächsten Fiasko

Die Chicago Bears stehen sportlich erneut auf wackligen Beinen.

Die Free Agency ist in vollem Gange und schon jetzt droht den Chicago Bears nach gescheiterten Verhandlungen das nächste Fiasko. Die Arizona Cardinals wiederum sorgten für Verstärkungen, spielen jedoch ein gefährliches Spiel. Und: Warum kommt der Wide-Receiver-Markt eigentlich nicht in Schwung?

Chicago Bears: Das nächste Fiasko droht

Die Bears gingen in diese Offseason mit dem klaren Auftrag, ihr grundsolides Team so zu verbessern, um schnell wieder konkurrenzfähig zu sein. Konkret hieß das, zunächst mal einen verlässlichen Quarterback für die Gegenwart und idealerweise auch Zukunft zu finden.

Hauptgrund für die klare Dringlichkeit in dieser Sache war die allgemeine Auffassung, dass die Stühle von General Manager Ryan Pace und Head Coach Matt Nagy so allmählich bedenklich ins Wanken geraten sind. Und in solchen Fällen ist es naheliegend, mit der einen oder anderen aggressiven Verpflichtung kurzfristigen Erfolg herbeizuführen, um langfristig arbeiten zu können.

Das Ergebnis des Ganzen ist nach den ersten Tagen Free Agency jedoch äußerst ernüchternd. Mit Andy Dalton wurde zwar ein neuer Quarterback verpflichtet, doch löst der alles andere als Begeisterung aus. Im Grunde genommen wiederholen die Bears hier eigentlich nur ihr Manöver der Vorsaison, als sie Nick Foles aus Jacksonville geholt haben.

Damals entschieden sie sich für Foles, obwohl andere Quarterbacks mit mehr Potenzial auf dem Markt waren, wie etwa Teddy Bridgewater oder auch Jameis Winston - mit Abstrichen sicherlich auch Cam Newton, für den sich letztlich aber lange Zeit niemand interessiert hat.

Die Begründung für Foles war seinerzeit, dass die Coaches ihn bereits kennen und schon gut mit ihm zusammengearbeitet hatten. Konkret waren das Offensive Coordinator Bill Lazor, der Foles' QB Coach 2013 in Philadelphia war und eben Head Coach Matt Nagy, den Foles in Kansas City als OC hatte.

Bei Dalton nun ist der gemeinsame Nenner ebenfalls Lazor, der zwei Jahre lang Daltons Offensive Coordinator bei den Cincinnati Bengals war. Der Kern: Man kennt sich, man respektiert sich. Und vor allem kennt der jeweilige QB in groben Zügen das System.

Bears: Daltons gute Jahre liegen länger zurück

Doch wie schon Foles kommt nun Dalton nach einem Jahr, in dem er nicht wirklich überzeugte. Fairerweise muss man einräumen, dass Daltons letzte herausragende Saison sogar schon mindestens sechs Jahre zurückliegt. Aber immerhin schaffte er es dreimal insgesamt in den Pro Bowl in seinen zehn Jahren in der NFL.

Und er bewies, dass er mit optimalen Bedingungen um sich herum durchaus überzeugen kann. Dazu zählt eine starke Offensive Line, sehr gute Receiver und am besten auch noch mindestens ein dominanter Running Back.

Findet sich dies aber in Chicago? Nun, die Bears hatten aggressiv versucht, Left Tackle Trent Williams aus San Francisco loszueisen. Das schlug bekanntlich fehl, er unterschrieb stattdessen einen Rekordvertrag bei den 49ers.

Aber immerhin verfügen die Bears über einen absoluten Star-Receiver in Allen Robinson. Der allerdings soll unter dem Franchise Tag spielen und scheint darauf überhaupt keine Lust zu haben. Vielmehr deutete er schon seit Monaten an, dass er wegwolle, um endlich mal ernsthaft um Titel mitzuspielen. Dem Vernehmen nach habe er wohl auch nicht vor, allzu bald seinen Franchise Tender zu unterschreiben.

Und seine Haltung ist durchaus verständlich, wenn man bedenkt, mit wem er bislang auf Quarterback zusammengespielt hat. Den Großteil seiner Targets hatte er mit Blake Bortles in Jacksonville und Mitchell Trubisky in Chicago. Kein Wunder, dass er langsam aber sicher einfach nur noch weg will. Immerhin dürfte Dalton der kompetenteste QB sein, mit dem er je zusammengespielt hat.

Bears: Masterplan fehlgeschlagen

Die Misere der Bears ist damit aber noch nicht abgeschlossen, denn der Masterplan des Teams war es offenbar, das QB-Problem ein für allemal zu beenden. Es wurde offenbar ein aggressiver Versuch gestartet, Russell Wilson aus Seattle loszueisen. Die Rede war von drei Erstrundenpicks, ein paar weiteren Picks sowie zwei Startern. Die Seahawks lehnten ab.

Die Bears haben es also durchaus versucht, ihre Situation mit Nachdruck schlagartig zu verbessern. Doch am Ende stehen sie mal wieder mit leeren Händen da und bleiben ein Team, das zwar über eine starke Defense verfügt, jedoch offensiv vor allem von Fragezeichen geprägt ist.

Die letzte Hoffnung, doch noch eine positive Wende herbeizuführen, bleibt damit der anstehende Draft. Wenn sie gewillt waren, bei Wilson aggressiv zu werden, sind sie es vielleicht auch, um von Position 20 hoch zu traden, um auf diese Weise ihren zukünftigen QB zu finden.

Gelingt auch das nicht, dürfte die Zeit für das Duo Pace/Nagy bald abgelaufen sein.

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