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NFL: Fünf Fragen zum Trade von Rob Gronkowski zu den Tampa Bay Buccaneers

Rob Gronkowski spielt 2020 für die Tampa Bay Buccaneers in der NFL.

Die Tampa Bay Buccaneers haben den nächsten Transfercoup gelandet: Mit Tight End Rob Gronkowski kommt der zweite Superstar von den New England Patriots nach Florida. Doch wie fit ist er eigentlich und warum war er so günstig zu haben? Und: Wie passt er rein ins System von Head Coach Bruce Arians? SPOX-Redakteur Marcus Blumberg beantwortet die wichtigsten Fragen.

1. Warum war der Gronkowski-Trade so günstig für die Buccaneers?

Die Tampa Bay Buccaneers haben für Rob Gronkowski lediglich einen Viertrundenpick im diesjährigen Draft abgegeben und dafür sogar noch einen Siebtrundenpick der Patriots bekommen. Auf den ersten Blick ein ziemlich überschaubarer Preis für den womöglich besten Tight End in der Geschichte der NFL.

Grundsätzlich mag diese Aussage stimmen, allerdings haben ähnliche Deals für eigentlich im Ruhestand befindliche Spieler in der jüngeren Vergangenheit kaum einen solchen Preis erzielt. Die Seattle Seahawks etwa gaben 2018 Marshawn Lynch an die Oakland Raiders ab und tauschten im Prinzip einen Sechst- gegen einen Fünftrundenpick und auch sonst ist es nicht üblich, überhaupt einen Viertrundenpick zu investieren.

Man muss schon lange zurückgehen, um einen ähnlich hohen Preis für einen "Football-Rentner" zu finden: Im Jahr 2008 nämlich hatten die New York Jets für Brett Favre einen Conditional-Viertrundenpick nach Green Bay geschickt, wobei Favre da technisch gesehen schon seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt hatte.

Viertrundenpick für Gronk - teuer oder günstig?

Vielmehr ist der Viertrundenpick ein stattlicher Preis, wenn man bedenkt, dass New England eigentlich kaum Verhandlungsspielraum hatte. Die Patriots standen gewissermaßen mit dem Rücken zur Wand.

Zunächst mal erklärte Gronk ihnen gegenüber, dass er gerne wieder Football spielen wolle, aber eben zusammen mit seinem Quarterback Tom Brady in Tampa Bay. Für die Patriots hätte er also sehr wahrscheinlich ohnehin nicht mehr gespielt und einen Trade-Markt mit verschiedenen Bietern hätte es ebenfalls nicht gegeben.

Dann muss man bedenken, dass die Patriots aktuell nur knapp eine Million Dollar an Cap Space haben, Gronkowski wiederum steht mit einem Cap Hit von zehn Millionen Dollar zu Buche, sobald er aus dem Ruhestand zurückkehrt.

Das hätte also zu massiven Problemen bei den Patriots geführt, hätte es Gronkowski darauf angelegt. Der Tight End hätte auch aus dem Ruhestand zurückkehren und den Pats die Pistole auf die Brust setzen können. Insofern kann man sogar argumentieren, dass die Bucs vielleicht sogar mehr bezahlt haben als nötig gewesen wäre.

New England derweil erhält einen Viertrundenpick für einen Spieler, der ohnehin nicht mehr für die Patriots gespielt hätte.

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