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Third and Long Week 13: Patriots Offense - und wie verteidigte San Francisco Lamar?

NFL, Kolumne, Third and Long, Week 13, Recap, Analyse

Die Patriots-Offense tut sich abermals schwer - wo genau liegen die Probleme in New England? Nick Foles indes verliert seinen Startplatz in Jacksonville und könnte nach nur wenigen Spielen vor dem Aus stehen - und was wird eigentlich aus Philip Rivers? Was aus Jacoby Brissett? Und welche Teams enttäuschen dieses Jahr ganz besonders? SPOX-Redakteur Adrian Franke zieht in seiner wöchentlichen Kolumne Bilanz.

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Welches sind die größten Enttäuschungen dieser Saison?

13 Spieltage sind jetzt vorbei, und vielerorts ist die "Hoffnung vom Turnaround in der zweiten Saisonhälfte", für den "nur ein paar Dinge anders laufen müssen", inzwischen ebenfalls verblasst.

Überraschungen im letzten Saison-Drittel gibt es fast jedes Jahr, genau wie ein Team, das in dieser Phase der Saison Richtung Playoffs heiß läuft. Und womöglich schlüpfen Teams wie Buffalo oder Tennessee, die Stand heute beide zu den positiven Überraschungen dieser Saison zählen, in diese Rolle.

Bei einigen anderen Teams - Green Bay sei hier genannt - sind wir derweil immer noch nicht so ganz sicher, um welche Art Team es sich handelt.

Klarer ist das Bild auf der anderen Seite des Spektrums und auch in diesem Jahr gibt es natürlich Enttäuschungen. Teilweise vielleicht zu Unrecht, weil die Erwartungen überzogen waren - doch ausgehend von der Qualität im Team sollten alle diese Teams nicht nur einen besseren Record haben, sondern vor allem auch einfach besser spielen.

Woche 13 bietet sich hierfür besonders an. Mit der Niederlage der Eagles in Miami, der deutlichen Heimpleite der Falcons oder auch der Niederlage der Browns in Pittsburgh gegen den dritten Quarterback der Steelers tauchten einige Kandidaten diese Woche ganz besonders prominent auf.

In der NFL kann jeder jeden schlagen - manche Teams aber schlagen sich auch zu häufig selbst.

Die Top-5 Enttäuschungen der NFL-Saison 2019

5. Los Angeles Chargers: Dass die Offensive Line ein Problem werden würde, war absehbar. Ich hatte aber einerseits erwartet, dass die Defense - selbst ohne Derwin James - deutlich besser spielen würde als das, was wir insbesondere in der ersten Hälfte der Saison gesehen haben. Und dann hatte ich auch erwartet, dass die Offense besser um die O-Line-Probleme herum navigieren kann. Stattdessen sehen wir vielleicht den Anfang vom Ende von Philip Rivers in L.A. Kein Team verliert so viele Spiele auf so absurde Art und Weise.

4. Cleveland Browns: Der ursprüngliche Hype war immer zu viel. Die Entwicklung eines jungen Quarterbacks verläuft nie linear, ein Rookie-Head-Coach wird Fehler machen und dass die Offensive Line ein Problem sein könnte, war absehbar. Trotzdem hatte ich gedacht, dass die Browns am Wildcard-Wochenende spielen können, denn das individuelle Potenzial dafür haben sie fraglos. Doch das was auf dem Feld zu sehen war, war viel zu häufig so weit unter allen Mindesterwartungen. Dass die Browns Anfang Dezember näher an einem Top-10-Pick als an den Playoffs sind, sollte absolut nicht der Fall sein.

3. Los Angeles Rams: Die Defense hat sich im Laufe der Saison gefunden und spielt - das Ravens-Spiel mal ausgeklammert - auf einem sehr guten Level. Ich hatte aber erwartet, dass Sean McVay mehr Lösungen findet und Jared Goff die Lösungen besser umsetzen kann. Stattdessen hat die Offense eine extrem holprige Saison, deutlich mehr als erwartet. Das vertikale Passspiel klappt nur bedingt, Play Action ist deutlich weniger effizient - und es mangelt eben an offensiven Alternativideen. Goffs weitere Entwicklung wird absolut kritisch sein, umso mehr, da er bereits bezahlt wurde. Und diese Emtwicklung hängt maßgeblich davon ab, welche neuen Ideen McVay umsetzen kann.

2. Atlanta Falcons: Einfach eine massive Enttäuschung, wenn man die Qualität in diesem Team sieht. Ja, der Edge-Rush muss verbessert werden und die Offensive Line wird noch etwas Zeit brauchen. Doch eine Katastrophe ist sie keineswegs und auch das defensive Personal ist so viel besser als das, was über weite Strecken von Atlanta zu sehen war. Das sollte eine explosive Offense und eine eingespielte, schnelle Defense sein. Beides war viel zu selten der Fall und deshalb muss man hier auch ganz besonders auf den gesamten Coaching Staff schauen. Atlanta sollte vom Kader her vor Woche 14 noch um ein Playoff-Ticket kämpfen - und nicht das abgeschlagene Schlusslicht in der Division sein.

1. Philadelphia Eagles: Nur falls es jemand vergessen hat: Ich hatte die Eagles vor Saisonstart als NFC-Champion getippt. Für mich sah das auf dem Papier wie eines der komplettesten Teams der Liga aus, mit einer sehr guten Offensive Line, einer Vielzahl an Waffen, einem Quarterback dem ich nach wie vor viel zutraue, der potenziell besten Defensive Line der Liga - und ja, Fragezeichen in der Secondary, aber vermeintlich genügend "solides" Talent, dass es daran nicht scheitert. Die Realität? Die Verletzung von DeSean Jackson hat das Receiving-Corps auf den Kopf gestellt, Wentz hat nach gutem Saisonstart deutlich abgebaut, die Secondary war viel zu häufig viel zu schlecht und auch Head Coach Doug Pederson sowie Defensive Coordinator Jim Schwartz enttäuschen. Die Eagles waren ein Contender, aktuell spielen sie nicht ansatzweise wie ein Team, das auch nur in die Playoff-Diskussion gehört.

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