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NFL

Starter-Serie: Rams, Cardinals, 49ers, Seahawks - die NFC West

SPOX blickt auf die potenziellen Starter aller 32 Teams - heute: Die NFC West!

Starter-Serie: San Francisco 49ers

Heute vor einem Jahr hätten die Erwartungen in San Francisco kaum größer sein können. Mit Jimmy Garoppolo als Starter hatten die 49ers alle fünf Spiele zum Abschluss der 2017er Saison gewonnen, die ganze Bay Area konnte es nicht erwarten, Garoppolo und Kyle Shanahan gemeinsam zu erleben und damit hoffentlich eine neue Niners-Ära einzuleiten.

Das mag nach wie vor noch passieren; letztes Jahr war es noch nicht so weit. Garoppolo und die Niners hatten einen holprigen Start in die Saison, und bereits im dritten Spiel gegen Kansas City verletzte sich der Hoffnungsträger. Kreuzbandriss, Saisonaus.

Und so plätscherte die Saison dann dahin. Mit dem Chiefs-Spiel einberechnet verlor San Francisco neun der nächsten zehn Spiele, die Highlights beschränkten sich auf individuelle Aspekte: Die großartige Entwicklung von DeForest Buckner, einzelne Lichtblicke von Backup-Quarterback Nick Mullens, und natürlich Tight End George Kittle.

2019 soll das Jahr werden, das viele 2018 erhofft hatten und blickt man in den US-Medien umher, baut sich der Hype um San Francisco bereits wieder auf. Doch wozu ist dieser Kader wirklich in der Lage?

San Francisco 49ers Starter Projection Offense:

PositionSpielerPositionSpieler
Quarterback:Jimmy GaroppoloLeft Tackle:Joe Staley
Running Back:Tevin ColemanLeft Guard:Laken Tomlinson
Wide Receiver:Dante PettisCenter:Weston Richburg
Wide Receiver:Deebo Samuel
Right Guard:Mike Person
Fullback:Kyle JuszczykRight Tackle:Mike McGlinchey
Tight End:George Kittle

San Francisco 49ers Starter Projection Defense:

PositionSpielerPositionSpieler
Defensive End:Nick BosaCornerback:Richard Sherman
Defensive Tackle:Arik ArmsteadCornerback:Ahkello Witherspoon
Defensive Tackle:DeForest BucknerSlot-Cornerback:K'Waun Williams
Defensive End:Dee FordSafety:Jaquiski Tartt
Linebacker:Fred WarnerSafety:Jimmie Ward
Linebacker:Kwon Alexander

49ers-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Die Niners haben eines der tiefsten Backfields in der NFL: Jerick McKinnon wurde letztes Jahr für viel Geld geholt, der in der diesjährigen Free Agency verpflichtete Tevin Coleman aber kennt Shanahans Offense bestens - deshalb habe ich ihn als Starter eingetragen.
  • Aber auch Matt Breida wird eine Rolle spielen, letztes Jahr wurde er als Receiver eindrucksvoll tief eingesetzt (aDOT: 3,6 Yards, einer der höchsten Werte aller Running Backs). Breida hatte als Runner gute Werte nach Kontakt; San Franciscos Backfield ist so voll besetzt, dass hier ein Trade nicht auszuschließen ist.
  • Das gilt umso mehr, da die 49ers zusätzlich den Fullback intensiver einsetzen als irgendein anderes Team. San Francisco hatte mit Abstand die niedrigste 11-Personnel-Quote aller Teams (39 Prozent - Liga-Schnitt: 65 Prozent) und die höchste 21-Personnel-Quote (41 Prozent - Liga-Schnitt: 8 Prozent). Shanahan nutzt diese Formationen, um Defenses in das Base-Personnel zu bekommen und dann über das Passspiel anzugreifen.
  • Kyle Juszczyk wird variabel als Matchup-Waffe eingesetzt und ist deshalb hier auch als Starter gelistet, aufkosten des Wide-Receiver-Platzes von Marquise Goodwin oder Dante Pettis. Angesichts der Niners-Tendenzen sind drei Wide Receiver tatsächlich nicht die Basis der Offense.

  • Die oben aufgeführten Wide Receiver sind allerdings alles andere als in Stein gemeißelt, und man kann sich vorstellen, dass hier einerseits noch einiges an Bewegung herrscht und andererseits auch in der Saison viel rotiert wird. Von Pettis erwarten die Niners einen großen Sprung, Deebo Samuel galt im Draft als einer der Wunschspieler von Shanahan und sollte sehr gut in die Offense passen.
  • Goodwin als Speedster wird eine Rolle haben, Trent Taylor wird Snaps im Slot sehen, Jordan Matthews kann außen und im Slot aushelfen - und dann gibt es noch Jalen Hurd, den San Francisco überraschend in der dritten Runde draftete. Alles, was man bisher hört, deutet darauf hin, dass Shanahan Hurd, der im College erst Running Back und dann Wide Receiver gespielt hat, als eine flexible Matchup-Waffe einsetzen will.
  • San Francisco mag (noch?) keinen klaren Nummer-1-Receiver haben, aber mit Kittle, einer soliden-bis-guten Offensive Line, sehr guten Play-Designs, einem der besten Play-Caller der NFL und einem tiefen Backfield gibt es für Garoppolo keine Ausreden. 2019 ist das Jahr, in dem diese Offense einen gewaltigen Schritt nach vorne machen sollte.
  • Defensiv geht der Blick ganz klar zuerst auf die Defensive Line. Über Jahre hatte San Francisco ein massives Edge-Rusher-Defizit - das haben sie in dieser Offseason geschlossen. Mit Nummer-2-Overall-Pick Nick Bosa auf der einen und dem via Trade aus Kansas City verpflichteten Dee Ford auf der anderen Seite haben die 49ers plötzlich ein vielversprechendes Edge-Duo, und müssen hier nicht mehr Solomon Thomas auf einer Position einsetzen, auf der er offensichtlich nicht zuhause ist.
  • Bosa und Ford werden endlich auch Druck von DeForest Buckner nehmen, der letztes Jahr nicht selten so etwas wie der Alleinunterhalter in der Defensive Line war. Arik Armstead hat sich stabilisiert und sollte den Platz neben ihm haben, D.J. Jones oder auch Solomon Thomas - der innen besser aufgehoben wäre - sind hier weitere Optionen. Auf Linebacker erhält Fred Warner nach seiner starken Rookie-Saison Kwon Alexander als neuen Nebenmann nach dem Abschied von Reuben Foster; rein sportlich betrachtet ein klares Downgrade.
  • Das zentrale Sorgenkind der Defense und womöglich der Niners insgesamt ist aber die eigene Secondary. Sherman ist der Fixpunkt, doch Witherspoon kommt aus einer massiv enttäuschenden Saison, K'Waun Williams im Slot ist nicht mehr als eine durchschnittliche Lösung und das lässt sich auch über die Safety-Gruppe - neben Ward und Tartt gäbe es noch Adrian Colbert, D.J. Reed und Antone Exum - sagen. Der Pass-Rush wird fraglos besser sein; doch reicht das, um die Defizite in der Secondary, in der San Francisco in der Offseason auffallend inaktiv war, auszugleichen?
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