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NFL

Warum findet Kaepernick kein neues Team?

Colin Kaepernick sorgte mit seinem Protest während der Nationalhymne in der vergangenen Saison für Aufsehen

4. Welche Teams kommen in Frage?

Der große Teil der Free Agency ist längst vorbei, die 32 Kader allesamt noch gnadenlos überfüllt. Das lässt im Umkehrschluss eine Vermutung zu: Kaepernicks beste Chance, jetzt noch vor Saisonbeginn bei einem Team unter zu kommen, dürfte eine Verletzung bei einem anderen Quarterback sein. Die Ravens mit den Rückenproblemen von Flacco sind hierfür ein gutes Beispiel, wie schnell es letztlich für Kaep doch gehen könnte.

Gleichzeitig aber braucht es noch weitere Zutaten, abgesehen von einer plötzlichen Quarterback-Baustelle. Das Team müsste gewillt sein, womöglich den einen oder anderen Sponsor oder Fan zu verärgern. Auch deshalb hätten die Seahawks, die grundsätzlich einen sehr progressiven Ansatz mit Spielern, die in der Öffentlichkeit unverblümt ihre Meinung sagen (dürfen), Sinn gemacht.

Darüber hinaus muss es natürlich auch sportlich passen. Offenses wie etwa die der Indianapolis Colts, der New England Patriots oder auch der Arizona Cardinals, die entweder sehr schnelle, oder sehr komplexe (oder beides) Pre- und Post-Snap-Reads vom Quarterback verlangen, passen nicht zu Kaepernick. Offense-Schemes mit einem starken Run Game und vergleichsweise simpleren Reads für den Quarterback oder zumindest dem Willen, sich auf einen solchen Stil stärker einzulassen, machen eher Sinn.

Kaep: Wiedervereinigung mit Greg Roman?

Baltimore würde unter anderem passen, weil Ex-49ers-Offensive-Coordinator Greg Roman inzwischen bei den Ravens arbeitet. Unter Roman, der sich in der 2015er Saison für das starke Bills-Run-Game verantwortlich zeigte, verzeichnete Kaepernick in San Francisco ein Quarterback-Rating von 70. Unter allen anderen Coordinators fiel das auf 52. Roman hat gezeigt, dass er in der Lage und gewillt ist, mit seinem Run Game kreativ zu werden und die Offense stärker auf einen laufenden Quarterback wie Kaepernick oder auch Buffalos Tyrod Taylor auszurichten.

Sollte es aber nach Seattle auch mit Baltimore nicht klappen, wäre die Liste Stand jetzt schon deutlich kleiner. Auch bei den jährlichen Quarterback-Kandidaten: Die Jets beispielsweise - über deren vermeintliche Verpflichtung von Kaepernick am Wochenende eine Fake-Meldung durch Twitter und Facebook geisterte - machen bei genauerem Hinschauen nur bedingt Sinn: New York befindet sich nach zahlreichen Entlassungen am Nullpunkt und will sich neu aufbauen, was zu einem eher spezifischen Quarterback wie Kaepernick nicht passt.

Darüber hinaus hat Gang Green trotz diverser Einsparungen Geld in die Hand genommen, um Josh McCown als Übergangslösung zu verpflichten. Dahinter wartet Christian Hackenberg, der in der kommenden Saison endlich ebenfalls spielen soll. Die Browns haben ihrerseits bereits ein Trio, das um den Startplatz kämpft.

Womöglich eine interessante Option sind die Jacksonville Jaguars. Dort wackelt der Stuhl von Blake Bortles endgültig und die Jags scheinen mehr als gewillt, um Leonard Fournette eine Running-Offense aufzubauen. Der vergleichsweise kleine Markt in Jacksonville käme Kaepernick ebenfalls entgegen und mit Nathaniel Hackett ist ein ehemaliger Quarterbacks-Coach Offensive Coordinator.

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