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NFL

Newcomer, Kellerkinder und alte Bekannte

Draft und Free Agency sind vorbei - Zeit für das erste Power Ranking 2017

24. New Orleans Saints

Von wegen Defense verstärken! Die Saints verwendeten zwei ihrer Top-4-Picks im Draft für die Offense, darunter ein teurer Trade nach oben für Running Back Alvin Kamara - wenige Tage nachdem Adrian Peterson verpflichtet wurde. Und Mark Ingram gibt es ja auch noch. Ich bin sehr gespannt, wie die Saints das auf den Platz bringen, aber wenn man eine Sache über Sean Payton sagen kann, dann, dass er kreative Offenses zu designen weiß. Und Punkte wird es brauchen, auch wenn die Defense zumindest besser sein sollte als im Vorjahr (nicht schwierig): Mit Marshon Lattimore fiel der beste Corner der Draft-Klasse den Saints in den Schoß, zudem wurde Defensive Tackle Nick Fairley gehalten. Bleibt zu hoffen, dass Alex Okafor und Trey Hendrickson irgendeine Art Pass-Rush gegenüber von Cameron Jordan kreieren können. Und dass bei den Linebackern irgendwer aus dem Nichts überrascht.

23. Philadelphia Eagles

Das Rams-Phänomen ist auch in Philly zu beobachten - der junge Quarterback soll, nach einer Saison mit einem teilweise desolaten Receiving-Corps, möglichst viele Waffen erhalten. Das begann in der Free Agency mit Alshon Jeffery und Torrey Smith und ging im Draft mit Mack Hollins und Darren-Sproles-Klon Donnel Pumphrey weiter. Generell bin ich ein großer Fan des Eagles-Drafts, mit Edge-Rusher Derek Barnett sowie den Cornerbacks Sidney Jones (der nach seinem Achillessehnenriss eventuell tatsächlich in der zweiten Saisonhälfte spielen kann) und Rasul Douglas wurden dringende Defense-Needs angegangen. Trotzdem habe ich zumindest für 2017 noch meine Zweifel rund um die Eagles-Secondary, während Carson Wentz nach einer Saison mit Hochs und Tiefs erst zeigen muss, dass er den nächsten Schritt mit mehr Unterstützung auch wirklich machen kann.

22. Cincinnati Bengals

Die Free Agency der Bengals habe ich nicht wirklich verstanden, zumindest was die Offensive Line angeht. Hier hatte Cincinnati schon letzte Saison große Probleme - und ließ dann Kevin Zeitler und Andrew Whitworth, die beiden besten O-Liner in der vergangenen Saison, ziehen. Weder im Draft, noch in der Free Agency folgten dann hier nennenswerte Verbesserungen, so dass ich fest mit erneuten Problemen für Andy Dalton rechne. Das kann den ganzen Rhythmus der Offense zerstören, auf der anderen Seite erwarte ich einen frühen Big-Play-Einfluss von John Ross und Joe Mixon auf die Bengals-Offense. Pluspunkte gibt es außerdem dafür, dass Cincinnati mit Jordan Willis und Carl Lawson sein Pass-Rush-Duo der Zukunft in der dritten und vierten Runde des Drafts gefunden haben könnte.

21. Indianapolis Colts

Die neuen Verantwortlichen haben in Indianapolis durchaus ansprechend die Umstellung des Kaders - mit Fokus auf die seit Jahren schwache Defense - eingeleitet. Das begann in der Free Agency mit den Verpflichtungen von Johnathan Hankins sowie Jabaal Sheard und ging mit einem beeindruckenden Draft weiter: Malik Hooker und Quincy Wilson dürften 50 Prozent der Starting-Secondary 2017 ausmachen und den Colts mehr Blitz-Freiheiten geben. Pass-Rush und Linebacker machen mir nach wie vor Sorgen - genau wie die Pass-Protection, die in der vergangenen Saison einmal mehr ein Problem war. Die deutlichen Upgrades in der D-Line und der Secondary sowie natürlich der Luxus, Andrew Luck zu haben, sorgen für Hoffnung in Indy. Tatsächlich hatte ich Philly, Cincinnati und die Colts mehrfach hin und hergeschoben. Der Quarterback gab letztlich den Ausschlag.

20. Minnesota Vikings

Ein weiteres schwer greifbares Team - Minnesota erhält allerdings einige Pluspunkte: Einmal dafür, dass dringend benötigte Verstärkungen für die O-Line geholt wurden. Wie Riley Reiff und Mike Remmers letztlich auftreten, bleibt abzuwarten. Ein klares Upgrade im Vergleich zum Vorjahr ist es aber ohne jede Frage, zumal die Vikes in der dritten Runde noch Pat Elflein gedraftet haben. Mit Latavius Murray und Zweitrunden-Pick Dalvin Cook wurde auch das Backfield generalüberholt und sollte sich 2017 wesentlich explosiver präsentieren. Aus Vikes-Sicht hätte ich mir gewünscht, dass Cordarrelle Patterson als Returner (und Teilzeit-Receiver) gehalten wird. Die gut besetzte Defense muss erst zeigen, dass sie die Form aus den ersten Saisonspielen im Vorjahr wiederholen und konservieren kann. Wenn das eintrifft und wenn die O-Line wenigstens Durchschnitt ist, werden die Vikes Anfang Oktober deutlich höher zu finden sein.

19. Detroit Lions

Prognose: Die Lions haben 2017 eine Top-8-O-Line - mindestens. Ich bin großer Fan der Verpflichtungen von Ricky Wagner und T.J. Lang, im Draft wurden mit Linebacker Jarrad Davis und Cornerback Teez Tabor zumindest zwei Needs erfüllt. Insgesamt aber begeistert mich die Draft-Klasse wenig, definitiv positiv ist dagegen die Entwicklung von Matt Stafford und der gesamten Offense unter Jim Bob Cooter, die jetzt endlich Ameer Abdullah zurückerhält. Meine große Frage: Woher soll der Pass-Rush - abgesehen von Ziggy Ansah - kommen? Das war schon in der Vorsaison, als die Lions trotzdem viele enge Spiele für sich entscheiden konnten, das große Problem. Hier hat Detroit überschaubar investiert und dürfte auch kommende Saison Schwierigkeiten bekommen. Enge Spiele gehen dann auch schnell mal in die andere Richtung aus.

18. Denver Broncos

Ein weiteres O-Line-Sorgenkind, das seine Probleme adressiert hat: Guard Ron Leary und Tackle Garett Bolles sollten die O-Line zumindest stabiler machen, Domata Peko und DeMarcus Walker geben der Front Seven Rotationsmöglichkeiten. Denver könnte in dieser Liste aufgrund seiner nach wie vor starken Secondary in Kombination mit dem Pass-Rush auch weiter oben stehen. Allerdings müssen die Broncos erst zeigen, dass sie, nachdem sie letzte Saison 4,3 Yards pro Run zugelassen haben, in der Run-Defense zu alter Stärke zurückfinden. Und die O-Line muss sich ebenfalls erst beweisen. Andernfalls wird die Offense, egal, wer der Quarterback ist, erneut nicht konstant liefern - auch wenn ich auf den Einfluss von Jamaal Charles gerade im Passing Game gespannt bin.

17. Arizona Cardinals

Quarterback der Zukunft? Win-Now ist angesagt! Die Cardinals waren offenbar von der QB-Draft-Klasse wenig beeindruckt, stattdessen wurde die Defense mit zwei weiteren explosiven, variablen Spielern verbessert: Haason Reddick und Budda Baker sollten jeweils sofort starten. Zwei elementare Fragen: Kann Vorjahres-Top-Pick Robert Nkemdiche dabei helfen, den Abgang von Calais Campbell aufzufangen - und wer besetzt den Cornerback-Spot gegenüber von Patrick Peterson? Offensiv hat Carson Palmer in der zweiten Saisonhälfte gezeigt, dass er noch einiges im Tank hat. Die O-Line sollte mit dem wieder genesenen Jared Veldheer sowie womöglich mit Rookie Dorian Johnson in der Startformation stabiler sein, Receiver John Brown hat seine Sichelzellen-Erkrankung Berichten zufolge seit etwa Februar im Griff. Beides aber bleibt abzuwarten. Indes darf man durchaus davon ausgehen, dass die Offense noch stärker um David Johnson und das Run Game aufgebaut wird.

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