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NFL

Das Duell der Super-Rookies

Jameis Winston (l.) gegen Todd Gurley - einer der Beiden könnte der beste Rookie werden
© getty

Das Duell zwischen den St. Louis Rams und den Tampa Bay Buccaneers stellt nicht nur die letzte verbleibende Playoff-Chance für beide Teams dar. Es ist auch das Duell zweier Favoriten auf den Rookie of the Year. Während Todd Gurley bei den Rams Hoffnungen auf längst vergangene Zeiten weckt, hat Jameis Winston in Tampa nicht nur seine Mitspieler überzeugt. SPOX zeigt das Duell ab 2.25 Uhr im LIVESTREAM FOR FREE.

Die Rams führen ins Duell der Rookie-of-the-Year-Anwärter in der Kategorie Offense Todd Gurley ins Feld. Running Back. Ein Running Back als Grundstein eines Teams? Sind diese Zeiten nicht vorbei?

Natürlich sind die balltragenden Dampframmen-Flitzer aus dem Backfield weniger entscheidend für den Erfolg eines Teams als noch vor 15 oder 20 Jahren. Aber ohne vielversprechende Option im Running Game krankt die Offense in den meisten Fällen. Mit Gurley haben die Rams die vielleicht vielversprechendste Option überhaupt. Ohne ihn hätte das Team wohl vier Siege weniger auf dem Konto.

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Als das 21 Jahre alte, 105 Kilogramm schwere Kraftpaket in Week 3 debütierte und wenig später die gegnerischen Defenses in Grund und Boden lief, war klar, dass es sich gelohnt hatte, den zehnten Pick des Drafts in einen Franchise-RB zu investieren. Vier Wochen voller unfassbarer Leistungen folgten und als Gurley daraufhin ein paar Spiele kaum mehr zum Zuge kam, implodierten mit ihm auch die Playoff-Hoffnungen der Rams.

"Fast schon erschreckend"

Am vergangenen Sonntag war er wieder da, mit 140 Yards und zwei Touchdowns gegen die Lions. "Ihr habt ja gesehen, wie die Fans reagierten", sagte Quarterback Case Keenum. "Er ist etwas ganz Besonderes mit dem Ball in der Hand." Und: "Er wird noch besser werden. Es ist fast schon erschreckend, wie gut er sein kann."

Dafür gab es nach dem Spiel sogar Glückwünsche von Jay-Z in der Kabine. "Wir sind alle mit ihm aufgewachsen und haben ihn bewundert. Das war sehr cool", so Gurley, der bei der Agentur des Rappers unter Vertrag steht.

Mit elf Spielen auf dem Konto steht er nun bei 975 Rushing Yards - Platz vier in der Liga - und acht Touchdowns. Dazu kommen noch 150 Yards im Passspiel. Über fünf Yards pro Carry und nur zwei Fumbles im ersten NFL-Jahr sind ebenfalls stark. "Seine Kombination aus Größe, Geschwindkeit und Wendigkeit", zählt Bucs-DC Leslie Frazier die herausragenden Eigenschaften des Rookies auf. "Auf ihn muss man natürlich ganz besonders aufpassen."

Allein auf weiter Flur

Zumal die Rams eben außer ihm nicht viel zu bieten haben. Angesichts schwacher Leistungen wurde Quarterback Nick Foles mitten in der Saison auf die Bank verbannt, Ersatzmann Keenum ist auch nicht mehr als ein manchmal fähiger Backup. Zusätzlich wurde der Offensive Coordinator getauscht.

"Das ist schon hart", gibt Gurley zu. "Nick war so lange Starter, jetzt Case. Da muss man sich ans Play-Calling erst einmal gewöhnen."

Klar ist: Entlastung für Gurley durch das Passing Game ist rar. Die Gegner stopfen ihre Linebacker in die Box, kaum geht der Ball an den Back, sind die Gegner auch schon da. Und liegt das Team erst einmal hinten, geht der Ball kaum noch an ihn. "Wenn man so weit hinten ist, kann man den Ball eben nicht mehr tragen. Da muss man ihn passen", sagt Gurley.

Wenn die Rams ihren Franchise Quarterback finden, sollte das Leben für ihn um einiges einfacher werden. Diesen haben die Tampa Bay Buccaneers bereits gefunden.

Winston: Über 30 Interceptions?

Im Draft standen mit Marcus Mariota und Jameis Winston zwei potenzielle Franchise-QBs zur Auswahl. Und eine solche Auswahl bietet auch immer die Chance auf einen epischen Bust und Jahre voller Haareraufen und "Warum haben wir nicht...!"-Litaneien. Siehe Peyton Manning und Ryan Leaf 1998, oder die Kombination Durant/Oden in der NBA.

Während Mariota zu den Titans ging und im ersten Spiel seiner Karriere ein perfektes Passer Rating ablieferte, entschieden sich die Bucs für Winston. Und dessen erster Pass in der NFL landete prompt in der Endzone. Der eigenen. Pick Six.

Da musste General Manager Jason Licht doch erst einmal schlucken. "Wir waren immer optimistisch, aber ich dachte, dass es in seiner ersten Saison auch über 30 Interceptions werden könnten", verriet er am Dienstag. "Wir wussten, dass wir in diesem Jahr Probleme haben würden. Aber er hat sich schneller entwickelt, als ich erwartet habe, muss ich ehrlich sagen."

Der geborene Anführer

Tatsächlich hat sich Winston in seiner ersten Saison derart gut entwickelt, dass seine vier Picks gegen die Panthers in Week 4 schon wieder in Vergessenheit geraten sind. Nach einer knappen 30:31-Niederlage gegen Washington leuchtete auf Lichts Handy eine Textnachricht mit den Worten "Wir haben einen Franchise-Quarterback" auf - und wenig später beseitigte Winston mit fünf Touchdowns gegen Philly auch die letzten Zweifel.

Im Team ist er mehr als akzeptiert, gehört sogar schon zu den Anführern. "Er spielt gut, trifft immer die richtige Entscheidung. Niemand arbeitet härter als er", lobte Coach Lovie Smith. "Er hat Siegen im Blut. Er hat Anführen im Blut. Er kämpft sich durch alle Schwierigkeiten hindurch", adelte ihn Defensive Tackle Gerald McCoy. "Wenn man einen solchen Quarterback hat, läuft der Rest fast von allein."

18 Touchdowns bei 11 Interceptions, dazu überraschend gute Auftritte als Runner (5 Touchdowns): Winstons Passer Rating steht bei 85,4, im Total-Quarterback-Rating von ESPN befindet er sich mit 62,2 in der Gesellschaft von gestandenen Quarterbacks wie Jay Cutler, Alex Smith oder Philip Rivers. Seine bislang 3.059 Passing Yards sind Franchise-Rekord für einen Rookie. Als Führungsspieler hat er bereits verinnerlicht, worum es wirklich geht: die Teamkollegen besser zu machen.

So habe sich Winston nach der Niederlage gegen die Colts in Week 12 im Flieger vor Licht aufgebaut, erzählt der Manager. "Mr. Licht, diese Niederlagen weden nicht zur Regel werden. Wir werden viele Spiele gewinnen. Die Jungs müssen einfach daran glauben, verstehen, welche Möglichkeit da vor ihnen liegt. Glauben Sie mir, dafür werde ich sorgen." Lichts Reaktion? "Ich dachte: Heilige Sch***, ich liebe den Kerl."

"Er ist mein Freund, ich freue mich für ihn"

Um erst einmal in dieser Saison im Playoff-Rennen zu bleiben, muss Winston sein Team nun auch zum Sieg über die Rams führen. Mit der Nation vor dem Fernseher. Im einzigen Primetime-Game im letzten Jahr gab es eine 14:56-Pleite gegen die Falcons. Nicht mit Winston: "Ich will der Welt zeigen, wie gut dieses Team wirklich ist. Das ist unsere Chance, die müssen wir nutzen."

Die Bonuspunkte im Kampf um den Rookie des Jahres wären da nur schmückendes Beiwerk. "Es wäre wunderbar, dieses Ziel zu erreichen", sagt er, auch wenn er andere Ziele hatte: "Mein Ziel war es, mehr Spiele als im letzten Jahr zu gewinnen. Das haben wir geschafft."

Wenn es nicht zur Auszeichnung reichen sollte, wenn Gurley mit einem weiteren Monsterspiel Werbung für sich machen sollte - Winston könnte es verkraften: "Wir sind seit der High School befreundet. Ich schreibe ihm unter der Woche, gratuliere ihm. Er ist mein Freund, ich freue mich sehr für ihn."

Gurley geht es da ähnlich. Auch er freut sich auf das erste Duell der beiden. "Aber am Ende des Tages geht es nur um den Sieg und einen möglichen Playoff-Run."

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 15:

Florian RegelmannStefan PetriAdrian FrankeMarcus BlumbergBastian
Strobl
Buccaneers @RamsBuccaneersRamsBuccaneersBuccaneersBuccaneers
Jets @CowboysCowboysJetsJetsJetsJets
Bears @VikingsVikingsVikingsVikingsVikingsVikings
Falcons @JaguarsJaguarsJaguarsJaguarsJaguarsJaguars
Panthers @GiantsGiantsPanthersPanthersPanthersPanthers
Texans @ColtsTexansColtsTexansTexansTexans
Titans @PatriotsPatriotsPatriotsPatriotsPatriotsPatriots
Bills @RedskinsRedskinsRedskinsRedskinsRedskinsRedskins
Chiefs @RavensChiefsChiefsChiefsChiefsChiefs
Browns @SeahawksSeahawksSeahawksSeahawksSeahawksSeahawks
Packers @RaidersPackersPackersPackersPackersPackers
Broncos @SteelersSteelersSteelersSteelersSteelersSteelers

Dolphins @Chargers

ChargersDolphinsDolphinsDolphinsChargers
Bengals @49ers49ersBengalsBengalsBengalsBengals
Cardinals @EaglesCardinalsCardinalsCardinalsCardinalsCardinals
Lions @SaintsSaintsSaintsSaintsSaintsSaints
Week 14:10-611-510-6

8-8

11-5
Insgesamt133-75124-84129-79116-92

116-92

Der NFL-Spielplan im Überblick

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