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NFL

Der beschissenste Job der NFL

Von SPOX
Quarterback Max Hall steht die Angst ins Gesicht geschrieben. Bei dieser Offensive Line kein Wunder
© Getty

Als Quarterback der Arizona Cardinals ist man nicht zu beneiden. Nach Derek Anderson wird das am 5. Spieltag auch Rookie Max Hall erfahren. Vor dem Topspiel zwischen den New York Jets und den Minnesota Vikings wird gelästert, die Kansas City Chiefs wollen bei den Indianapolis Colts eine offene Rechnung begleichen. Dazu: Ben Roethlisberger dachte ans Aufhören.

Game of the Week: Jets (3-1) - Vikings (1-2), Dienstag, 2.30 Uhr

Sind wir mal ehrlich: Brett Favre spielt scheiße. 597 Yards und nur 2 Touchdowns bei sechs Interceptions. Das ist genau eine mehr als in der gesamten Vorsaison. Damit rangiert er in nahzeu allen relevanten Quarterback-Statistiken hinter so namhaften Kollegen wie: Bruce Gradkowski (Oakland) und Derek Anderson (Arizona, zu ihm später mehr).

Kurz: Das ist Mist. Einziges Argument zu seiner Verteidigung? Die akute Receiver-Flaute in Minnesota (Rice: verletzt, Berrian: spielt keine Rolle, Shiancoe: angeschlagen). Da ist es tatsächlich nicht einfach, mit statistischen Werten zu glänzen. Das muss man einsehen.

Doch genau deshalb haben die Vikings jetzt Randy Moss geholt. "Uns hat etwas gefehlt", sagt Running Back Adrian Peterson auf der Vikings-Website. Und Moss gibt uns genau das: einen Downfield-Threat." "Er kann Spiele ganz alleine entscheiden", fügt Coach Brad Childress hinzu. Und das ist auch bitter nötig, denn kein Team warf weniger lange Pässe als die Vikes.

Doch ist Moss wirklich die Lösung? Darrelle Revis sagt: nein! Der Jets-Cornerback lästerte, dass Moss nur selten mit vollem Einsatz spielt - nannte ihn sogar einen Faulpelz. Wahrheit? Vielleicht. Rache? Bestimmt. Denn Moss ließ Revis beim ersten Aufeinandertreffen der beiden in dieser Saison (Moss spielte damals noch bei den Patriots) extrem alt aussehen... Wie dem auch sei: Auch die Jets reisen mit einem "neuen" Receiver an: Santonio Holmes. Der Ex-Steelers-Wideout hat seine Sperre abgesessen und soll jetzt starten.

Week 5: Die Spieltagsvorschau von mySPOX-User Korsakoff

Dabei hätte die Partie auch die neuen neuen Prime-Time-Player und Trash-Talk genug Spannung geboten. Die Vikings sollten unbedingt gewinnen, wenn sie bei den drei schweren Spielen gegen Dallas, Green Bay und New England nicht schon um die Playoffs zittern wollen. Für die Jets geht es immerhin um die Vorherrschaft in der AFC East.

Another Game of the Week: Colts (2-2) - Chiefs (3-0), Sonntag, 19 Uhr

Verkehrte Welt in Indianapolis. Völlig verkehrte Welt. In den letzten drei Jahren waren die Colts immer das letzte ungeschlagene Team der NFL - jetzt haben sie bereits zwei Spiele verloren. Dafür spielen die Chiefs groß auf und sind als einziges Team ohne Niederlage.

Vor der Saison hätte wohl das kaum jemand erwartet - abgesehen von den Kollegen Regelmann und Johnson. Im Gegenteil. Wer damals von dieser Partie als Week-5-Highlight gesprochen hätte, wäre man am nächsten Tag vermutlich in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt aufgewacht (bei den beiden oben genannten Kollegen konnten wir das gerade noch verhindern).

Jetzt hat sich das geändert. Und gewinnen die Chiefs auch im Lucas Oil Stadium, muss man sie als ernsthaften Kandidaten für einen tiefen Playoff-Run sehen.

Besonders brisant: In Kansas City hat man mit den Colts noch eine Rechnung offen. Und das bereits seit 1995. Mindestens. Denn damals flogen die Chiefs erstmals gegen Indy aus den Playoffs. Das ganze wiederholte sich dann noch zwei Mal. Kein Wunder also, dass man sich in Missouri bereits die Hände reibt. Die Frage ist nur: können die Chiefs ihr Momentum über die Bye-Week retten? Und wie sehr stemmen sich die Colts gegen die Krise?

Cupcake of the Week: Es gibt keine leichten Gegner...

Einen echten Nachtisch gibt es in dieser Woche nicht. Sorry. Keinen echten Selbstläufer. Kein Opfer. Dabei wäre Philadelphia gegen San Francisco ein passendes Rezept gewesen. Doch eine wichtige Zutat fehlt: Michael Vick.

Der Eagles-QB ist nach seiner Rippenverletzung aus dem Spiel gegen die Washington Redskins noch nicht zurück - und wird durch Ex-Starter Kevin Kolb ersetzt. Damit sind die Eagles zwar immer noch Favorit, aber ein Selbstläufer ist das Spiel gegen die 49ers (die besser sind als ihr 0-4-Record) damit nicht mehr.

Ähnlich ergeht es den Chicago Bears. Ihr Duell gegen die sieglosen Carolina Panthers schreit eigentlich nach Cupcake. Eigentlich. Denn Quarterback Jay Cutler fällt mit einer Gehirnerschütterung aus und auch Ersatzmann Todd Collins bekam gegen die Giants sein Fett weg.

Er wird wohl dennoch starten. Allerdings hat der gute Mann in 16 Jahren NFL gerade einmal 48 Spiele bestritten. Sein Backup, Caleb Hanie, sogar nur drei...

Mascot Fact of the Week: Cincinnati Bengals

Warum heißen die Bengals eigentlich Bengals? Berechtigte Frage. Denn schließlich laufen in den Wäldern rund um Cincinnati nicht gerade sonderlich viele bengalische Tiger rum, oder? Nein, das tun sie nicht. Aber im Zoo. Früher jedenfalls.

Und weil Football-Teams in Cincinnati schon immer mal nach diesen Königstigern benannt wurden, hielt es Paul Brown im Jahr 1967 für eine tolle Idee, das neueste Team der Stadt so zu nennen.

Netter Nebeneffekt: Brown konnte seinem Ex-Team (ja, den gleichnamigen Cleveland Browns) mit der orangenen Trikotfarbe noch einen netten Seitenhieb mit auf den Weg geben. Am Sonntag (19 Uhr) fressen die Tiger übrigens die Buccaneers. Klassisches Piraten-Menü.

Quote of the Week: Big Ben

"Es gab während meiner Zwangspause eine Zeit, in der ich nie wieder spielen wollte. Ich wollte einfach nicht mehr Big Ben sein", sagte Ben Roethlisberger in einem Interview auf "NFL Live". Eigentlich sollte sich der Steelers-Quarterback darin freuen, dass er nach seiner Sperre von vier Spielen endlich wieder auf dem Platz steht. Tat er aber nicht.

Und so kommt es dem 28-Jährigen vermutlich auch ganz gelegen, dass er sich mit seinem Comeback in Pittsburgh doch noch eine Woche gedulden muss. Stichwort: Bye-Week. Und danach sieht die Welt dann auch bestimmt schon wieder ganz anders aus. Schließlich spielen die Steelers gegen Cleveland. Und das ist - sagen wir es mal so - ein Trainingsspiel.

Stat of the Week: 23.2

Diese erstaunlich geringe Zahl ist das letzte bekannte Quarterback-Rating von Cardinals-Quarterback Derek Anderson. Korrigiere: Ex-Cardinals-Quarterback Derek Anderson.

Denn nach seiner stark verbesserungswürdigen Leistung gegen die San Diego Chargers (7/14 Pässe, 64 YDS, 2 INT) ist der wegen seiner bisherigen Karriere ohnehin nur bedingt beneidenswerte Mann den oben genannten Starter-Job nach nur vier Wochen auch schon wieder los.

Und zwar an den ungedrafteten Rookie Max Hall. Doch auch auf dessen Halbwertszeit werden dank der miesen O-Line bereits Wetten angenommen.

Klarer Fall von: Ouch. Preisfrage: Ein Job, den man aktuell lieber nicht haben will? Quarterback bei den Cardinals. Die spielen übrigens gegen die Saints (Sonntag, 22.05 Uhr). Gibt auch einfachere Gegner...

NFL: Ergebnisse und Tabellen

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