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NBA

NBA: Golden State Warriors verlieren kuriose Schlussphase - Toronto Raptors legen Harden und Embiid an die Kette

Von Robert Arndt
Die Warriors verloren gegen die Spurs in letzter Sekunde.

Die Golden State Warriors verlieren in letzter Sekunde durch einen kuriosen Gamewinner gegen San Antonio, auch die Philadelphia 76ers unterliegen in einer dramatischen Schlussphase gegen Toronto. Die Phoenix Suns gewinnen nach Verlängerung und ein guter Dennis Schröder kann die nächste Rockets-Klatsche nicht verhindern.

Indiana Pacers (25-47) - Portland Trail Blazers (26-44) 129:98 (BOXSCORE)

  • Viel zu feiern hatten die Pacers in dieser Saison nicht, an einem Sonntagnachmittag gegen ein dezimiertes Blazers-Team ging jedoch die Welle durch das Fieldhouse. Man hat seine Ansprüche ein wenig heruntergeschraubt im Hoosier State, aber womöglich lieferten Tyrese Haliburton, Lance Stephenson und Oshae Brissett hier das Highlight der Saison. Kurz gefasst die Antwort der Pacers auf Showtime.
  • Die Blazers waren auch nicht wirklich ein Maßstab, mit all den Ausfällen sind sie im Moment vermutlich mit OKC das schlechteste Team der NBA. Seit dem All-Star Break wurden gerade einmal zwei von zwölf Partien gewonnen. Einmal mehr war Josh Hart (26, 11/13) der Lichtblick bei den Blazers, dazu gefiel Kris Dunn (11, 5/7, 9 Assists) von der Bank kommend.
  • Dennoch soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass Indiana bereits in der ersten Halbzeit mit bis zu 25 Punkten führte. Nur im dritten Viertel gab es eine kleine Delle, als die Blazers auf -12 verkürzen konnten. Es folgte ein 20:7-Run der Gastgeber, der die letzten Zweifel beseitigte. Brissett war mit 24 Punkten Topscorer, Stephenson (2) verteilte von der Bank kommend 11 Assists. Haliburton verbuchte in lockeren 24 Minuten 10 Zähler und 7 Dimes. Die Pacers verteilten als Team 38 Assists bei 48 Field Goals, das ist eine sehr stattliche Quote.

Houston Rockets (17-54) - Memphis Grizzlies (49-23) 98:122 (BOXSCORE)

  • Lockerer Sieg für die Grizzlies in Houston, die damit weiter ihren zweiten Platz im Westen zementieren. Der Ausfall von Ja Morant konnte locker kompensiert werden, auch weil sie auf ein teilweise erschreckend schwaches Rockets-Team trafen. Desmond Bane war mit 24 Zählern (8/13) der beste Scorer, Dillon Brooks steuerte weitere 20 zum Sieg bei.
  • Die Rockets zeigte einige Minuten ihr Potenzial, oft standen sie sich aber selbst im Weg. So benchte Coach Stephen Silas Kevin Porter Jr. bereits nach wenigen Minuten im dritten Viertel, dieser marschierte demonstrativ an der Bank vorbei und verschwand für einige Minuten im Tunnel des Toyota Centers. In 27 Minuten kam der Guard auf 14 Punkte (5/18), kam später aber sogar noch einmal zum Einsatz.
  • Passenderweise war dies genau dann, als die Grizzlies den Deckel drauf machten. Das Bank-Duo um die starken Dennis Schröder (17, 6/13, 4 Assists) und Alperen Sengün (12, 5/7, 9 Rebounds) hatte die Gastgeber gut drei Minuten vor Ende des dritten Viertels wieder auf -7 heran gebracht, bevor die Grizzlies einen 26:7-Lauf hinlegten. De'Anthony Melton (16, 4/6 Dreier, 7 Rebounds) und Bane versenkten immer wieder Triples und hielten die Rockets auf Distanz.
  • Die Minuten zuvor gehörten aber vor allem Sengün, der wieder Highlights am Fließband produzierte. Sein Zusammenspiel mit Schröder bleibt sehenswert, dazu packte der Türke mal eben auch einen Coast-to-Coast-Dunk aus. Nr.2-Pick Jalen Green (8, 3/13) erwischte dagegen wie KPJ einen gebrauchten Abend.

Atlanta Hawks (35-36) - New Orleans Pelicans (30-41) 112:117 (BOXSCORE)

  • Die Hawks treten auf der Stelle und das lag gegen New Orleans schlichtweg an einem völlig verpennten Start. Schon nach zwölf Minuten lagen die Gastgeber mit 19 Punkten hinten, die Pels hatten zu diesem Zeitpunkt bereits 9 Steals verbucht, drei davon gingen auf das Konto von Rookie Herb Jones (11, 4 Steals), der Trae Young gewaltig ärgerte.
  • Fünf seiner sieben Ballverluste unterliefen dem Hawks-Star im ersten Viertel. Young fand nie seinen Rhythmus, am Ende standen dennoch 21 Punkte (5/14 FG) und 10 Assists für den All-Star, der auch im vierten Viertel das Ruder nicht mehr herumreißen konnte. Und trotzdem hätte Atlanta diese Partie beinahe noch gewonnen. Zweimal glichen die Gastgeber in den letzten beiden Minuten aus, beide Male hatte Jonas Valanciunas (26, 10/16, 12 Rebounds) aber eine passende Antwort.
  • 76 Sekunden vor dem Ende verwandelte der Litauer einen Fadeaway, Young vergab im Gegenzug aus der Mitteldistanz. Ein Drive von Rookie Jose Alvarado (15) sowie ein weiterer Offensiv-Rebound von Valanciunas brachten schließlich die Entscheidung. Die Arbeit an den Brettern war ohnehin das große Plus der Gäste, sie schnappten sich 18 eigene Fehlwürfe (ATL: 7). Hervorzuheben waren hierbei Jaxson Hayes (12, 12 Boards) und Willy Hernangomez (17, 10 Rebounds).
  • Atlanta lag zu Beginn des vierten Viertels noch mit -15 hinten, eine gute Phase von Bogdan Bogdanovic (21, 8/18) brachte die Hawks aber wieder in Schlagdistanz. Zuvor war es Danilo Gallinari (27, 11/21), der einen frühen Blowout verhinderte, der Italiener vergab aber auch einige sehr offene Dreier. Bei den Pels erzielte zudem C.J. McCollum 25 Zähler, brauchte dafür aber auch 26 Wurfversuche. Durch den Sieg überholen die Pels die Lakers, bei gleicher Bilanz hält New Orleans für den Moment den Tiebreaker (1-0), zwei Duelle stehen in dieser Saison noch aus.

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