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NBA

NBA: Dallas Mavericks verlieren deutlich gegen Miami Heat um starken Tyler Herro

Von Ruben Martin
Tyler Herro von den Miami Heat erzielte 15 Punkte im zweiten Viertel gegen die Dallas Mavericks.

Die Miami Heat nutzten ein starkes zweites Viertel von Tyler Herro und gewannen gegen die Dallas Mavericks ihr fünftes Spiel in Folge (125:110). Bei den Mavs fehlte hinter Luka Doncic und Jalen Brunson erneut das Scoring, um in einem Shootout mitzuhalten.

Dallas Mavericks (4-3) - Miami Heat (6-1) 110:125 (BOXSCORE)

Die Heat kamen mit der besten Defense der jungen Saison ins Spiel und stehen mit einer Bilanz von 6-1 nun auch gemeinsam mit den Chicago Bulls an der Spitze der Eastern Conference. Herro führte Miami im entscheidenden zweiten Viertel (46:32) mit 15 seiner insgesamt 25 Punkte (11/20 FG) an.

Der 21-Jährige hat einen Start in die Saison hingelegt, den die NBA so schon sehr lange nicht mehr von einem Bankspieler gesehen hat. Laut Basketball-Reference hat Herro mit 157 die meisten Punkte von der Bank in den ersten sieben Spielen seit Ricky Pierce im Jahr 1989-90 (170 Punkte) aufgelegt. Miami spielte jedoch gerade im zweiten Viertel auch exzellenten Teambasketball mit 12 Assists bei nur 1 Turnover.

Dafür sorgte unter anderem Kyle Lowry, der 6/9 Triples für 22 Punkte versenkte und dazu 9 Assists spielte. Auch Bam Adebayo knackte die 20-Punkte-Marke mit einem Double-Double (22, 13 Rebounds), Jimmy Butler machte einen Großteil seiner 23 Punkte von der Freiwurflinie, an der er ganze 15 von 17 Versuchen verwandelte. Noch nie zuvor in der Geschichte der Franchise haben vier Heatspieler im gleichen Spiel mindestens 22 Punkte erzielt.

Besonderes Lob gab es für Miami vom gegnerischen Head Coach. "Die Heat sehe ich aktuell als bestes Team der Liga", sagte Jason Kidd nach dem Spiel.

Auf der Gegenseite avancierte Doncic mit 33 Punkten bei 10/24 FG (3/9 3FG) sowie 5 Assists bei 3 Turnover zum Topscorer der Partie, musste sich jedoch jeden seiner Punkte hart erkämpfen. Großartige Unterstützung lieferte Brunson mit 25 Punkten bei hervorragenden Quoten von 10/13 FG (2/2 3FG), sonst punkteten jedoch nur noch Tim Hardaway Jr. (17, 4/13 FG) sowie Reggie Bullock (10) von der Bank kommend zweistellig für Dallas.

Tyler Herro läuft heiß im zweiten Viertel

Miami setzte gegen Doncic auf eine Rotation an verschiedensten Verteidigern, inklusive Adebayo, der mehrere großartige Sequenzen gegen Doncic vorzuweisen hatte. Sein neuer Star-Mitspieler Lowry war von Adebayos Leistung in der Verteidigung so beeindruckt, dass er ihn bereits nach sieben Spielen als Topkandidat für einen Saisontitel bewarb. "Bam sollte Defensive Player of the Year werden", sagte Lowry nach dem Sieg.

Als schwächsten Verteidiger hatten die Mavs Duncan Robinson (6, 2/2 3FG) auserkoren, der nach 24 Minuten Einsatzzeit auch ausfoulte. Offensiv hatten die Heat konstant Erfolg damit, das Spiel nach gegnerischen Fehlwürfen schnell zu machen. Wie einstudiert machte sich meist der Verteidiger des Mavs-Schützen auf den direkten Weg zum gegnerischen Korb, Lowry spielte den Ball nach kurzem Outlet immer wieder weit nach vorne für einfache Punkte.

Die Mavericks kamen gut ins Spiel und trafen vier ihrer ersten sechs Triples, darunter ein ganz langer Wurf von Doncic, für eine Führung von 17:7. Dallas machte defensiv einen guten Job, bis Herro am Ende des ersten Viertels Bullock austanzte und per Fadeaway zum 24:30 verkürzte. Ein Vorzeichen für die nächsten 12 Minuten.

Denn im zweiten Viertel stoppten die Mavs weder Herro, noch Lowry (3/3 3FG), noch sonst einen Gegenspieler. Miami startete heiß in den Abschnitt und ging dann auch noch mit einem 11:2-Lauf und einer 70:66-Führung in die Pause.

Mavs könnten Kristaps Porzingis zurück erwarten

Im dritten Viertel waren die Heat weiter die überlegene Mannschaft, Dallas bekam kaum mehr einfache Punkte in Korbnähe. Gegen Ende des Abschnitts blickten die Mavs ihrem größten Rückstand von -16 entgegen, den Brunson wenig später mit einem Buzzerbeater noch auf -11 verkürzte.

Auch dank Brunson gelang den Mavs mit Doncic auf der Bank ein viertelübergreifender 14:4-Lauf, wodurch der Superstar beim Rückstand von nur -8 mit knapp neun Minuten zu spielen zurück aufs Parkett kam. Näher kam Dallas jedoch nicht mehr heran, zum letzten Abschnitt schien den Mavs etwas die Kraft auszugehen.

Die Mavericks traten zum vierten Mal in Folge ohne Kristaps Porzingis (Rückenprobleme) an, der Big Man wird am Mittwoch gegen die Spurs laut Jason Kidd "hoffentlich" wieder spielen. Maxi Kleber wird laut des Head Coaches noch 7-10 Tage mit einer Bauchmuskelverletzung fehlen. Der ungeimpfte Trey Burke musste gegen Miami zum zweiten Mal in dieser Saison aussetzen, weil er das Zeitfenster zur Coronatestung erneut verpasst hatte.

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