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NBA - Die wichtigsten Storylines vor dem Start der Training Camps: Wenn der Impfstatus zum Problem wird

Andrew Wiggins und Kyrie Irving könnten womöglich die Heimspiele ihrer Teams verpassen, wenn sie nicht geimpft sind.

Ziemlich genau drei Wochen vor dem Start der neuen Saison steht am Dienstag der Start des Training Camps an. Der Impfstatus von Andrew Wiggins und Kyrie Irving überschattet allerdings die Saisonvorbereitung. Welche Probleme kommen auf die Warriors und Nets zu? SPOX stellt die wichtigsten Storylines zum Start der Vorbereitung vor.

Kann der Impfstatus mancher NBA-Stars zum Problem werden?

Die kurze Antwort: ja! Die NBA hat am Wochenende bekanntgegeben, dass sie eine Ausnahmeregelung für Warriors-Star Andrew Wiggins abgelehnt hat. Solange er nicht geimpft ist, wird er somit nicht an den Heimspielen in der Bay Area antreten dürfen, so besagt es eine lokale Verordnung.

Die Stadt San Francisco verlangt einen Nachweis für eine Impfung gegen das Coronavirus, um an Indoor-Events teilnehmen zu dürfen - außer bei medizinischen oder religiösen Ausnahmen. Dies gilt erst ab dem 13. Oktober, wenn die Regelung in Kraft tritt, und nur für das Heimteam als in der Stadt ansässiger Arbeitgeber.

Eine ähnliche Regelung gibt es auch in New York, von der Nets-Star Kyrie Irving betroffen sein könnte. In den anderen Standorten der NBA werden auch die nicht-geimpften Spieler auflaufen dürfen, sind aber teils härteren Restriktionen ausgesetzt.

Wiggins lehnt die Impfung bisher jedoch ab, bezieht sich auf Nachfragen auf eine "private Angelegenheit". Auf einen angesprochenen Gehaltsverlust, sollte er möglicherweise einen Großteil der Saison verpassen, reagierte er wirsch: "Das ist mein Problem, nicht euers."

NBA: Unruhe durch Impfgegner?

Der Impfstatus von Wiggins könnte allerdings sehr wohl zum Problem der Warriors werden, die Franchise ist laut San Francisco Chronicle "besorgt". Einerseits natürlich aus sportlicher Sicht, wenn ein wichtiger Starter des Teams fehlt.

Andererseits bringt das Thema Unruhe mit sich, womöglich auch intern. ESPN berichtete am Montag von gewissen Spannungen zwischen Team-Mitarbeitern, die einer Impflicht unterliegen, und den Impfverweigerern unter den Spielern. Die Spielergewerkschaft NBPA hat sich gegen eine Impfpflicht gewehrt, fast 40 Aktive sollen sich bisher gegen eine Impfung ausgesprochen haben, darunter neben Wiggins und Irving auch Bradley Beal.

"Jeder, der geimpft ist, sollte sauer auf diejenigen sein, die es nicht sind", wird ein anonymer Assistant Coach zitiert. "Nicht zu verlangen, dass NBA-Spieler geimpft werden, ist Pferdescheiße."

Sogar NBA-Legende Kareem Abdul-Jabbar schaltete sich gegenüber RollingStones in die Debatte ein: "Die NBA sollte darauf bestehen, dass alle Spieler und Mitarbeiter geimpft sind oder sie sollten nicht beim Team sein. Es gibt keinen Platz für Spieler, die willentlich die Gesundheit und das Leben ihrer Mitspieler, des Staffs oder der Fans riskieren, nur weil sie nicht in der Lage sind, die Ernsthaftigkeit der Situation zu begreifen oder die erforderliche Recherche zu betreiben."

Andrew Wiggins: Golden State Warriors sind "besorgt"

Irving betonte beim Media Day, dass er die Angelegenheit "privat halten" möchte, Kritik von den Teamkollegen wie Kevin Durant gab es nicht ("Das ist Kyries Sache und seine persönliche Entscheidung"). Doch geht das überhaupt, wenn er in den Augen vieler anderer die Gesundheit seines Umfelds gefährdet?

Rolling Stones geht in einem ausführlichen Bericht über die Impfgegner innerhalb der Association noch weiter, Irving habe zuletzt vermehrt Social-Media-Postings von Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit COVID-19 gelikt. Angeblich hätten sich Falschinformationen über die Corona-Impfstoffe bereits in Gruppen-Chats unter Spielern und in manchen Kabinen verbreitet.

Aufgrund des Corona-Protokolls der Liga konnte Irving nicht persönlich am Media Day teilnehmen, er musste via Zoom dazugeschaltet werden. Zwar sind 90 Prozent der NBA-Spieler geimpft, doch diese restlichen zehn Prozent, die täglich negative Tests vorweisen müssen, könnten für ihre Teams noch zum Problem werden. Im schlimmsten Fall, wenn sie in 41 der 82 Saisonspiele gar nicht antreten dürfen.

Die Ben-Simmons-Saga: Welche Seite gibt zuerst nach?

Ende Juni, nach dem (sehr wahrscheinlich) letzten Spiel von Ben Simmons im Sixers-Trikot, hätte es wohl kaum jemand für möglich gehalten, dass sich die Saga um den ehemaligen Hoffnungsträger der Franchise bis zum Start des Training Camps hinziehen würde. Über die Monate wurde die Situation immer verfahrener, immer hässlicher.

Schon damals war eigentlich jedem Beobachter klar, dass Simmons bei den Sixers keine Zukunft mehr hat. Auch dem Guard selbst, der im August schließlich den Druck erhöhte und einen Trade forderte - und diesen nun mit einem Streik erzwingen will. Beim Media Day am Montag war er nicht anwesend, auch zum Training Camp wird er nicht erscheinen. Simmons will kein Spiel mehr für die Sixers absolvieren.

Weder von den öffentlichen Annäherungen von Coach Doc Rivers oder Teampräsident Daryl Morey, noch von einer Delegation einiger Teamkollegen - darunter Joel Embiid, Tobias Harris und Matisse Thybulle, die sich für einen Besuch bei Simmons in Los Angeles angekündigt hatten - ließ sich der 25-Jährige von einer Rückkehr überzeugen. Er hieß seine Kameraden noch nicht einmal willkommen, sondern gab laut The Athletic zu verstehen, dass sie lieber zuhause bleiben sollten. Er würde seine Meinung ohnehin nicht ändern.

Philadelphia 76ers: Eine Ablenkung namens Simmons-Dilemma

Das Problem: Simmons' Trade-Wert ist allem Anschein nach im Keller - auch wenn der neue Wolves-Boss Sachin Gupta angeblich extrem heiß auf eine Verpflichtung des Guards ist. Ein passendes Angebot konnte er Morey aber noch nicht vorlegen, zumindest ein aus Sixers-Sicht passendes.

Doch wie lange ist Philly gewillt, die Ablenkung namens Simmons-Dilemma über der Saison schweben zu lassen? Womöglich bis zur Trade Deadline, bis rivalisierende Teams verzweifelt sind und bessere Angebote vorlegen? Torpediert Philly damit aber nicht auch die eigenen Chancen, um den Platz an der Sonne in der Eastern Conference mitzuspielen, wenn der zweitbeste Spieler fehlt?

In den US-amerikanischen Medien ist immer wieder zu hören, dass Morey gewillt sei, auch höchst ungemütliche Situationen auszusitzen, anstatt von seinen Forderungen abzurücken. Hält auch Simmons dem öffentlichen Druck sowie Geldstrafen in Millionenhöhe stand? Oder wird Commissioner Adam Silver seinem Streik gar den Riegel vorschieben?

Die kommenden Wochen bis zum Saisonstart am 19. Oktober sollten die ersten Antworten auf diese Fragen bringen. Es gibt aber noch einige andere Themen, die die Association im Training Camp beschäftigen werden ...

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