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NBA

NBA Draft 2020: Prospects, Forwards - Eine Menge Potenzial und noch mehr Fragezeichen

Deni Avdija (r.) ist der beste Europäer im Draft - und der beste Forward. Auf dem Flügel herrscht allerdings eine große Konkurrenz.

In der Nacht vom 18. auf den 19. November steht der virtuelle NBA Draft 2020 an. SPOX beleuchtet bis dahin die hoffnungsvollsten Prospects. Nach den besten Bigs und Guards schließen wir die Serie mit den fünf besten Forwards ab. Was sind die Stärken und Schwächen von Deni Avdija, Isaac Okoro und Co.?

Außerdem mit dabei: Steckt in einem Prospect der nächste Duncan Robinson? Und was hat es mit dem komischen Wurf von Devin Vassell auf sich?

Deni Avdija (Maccabi Tel Aviv) - Stärken und Schwächen

Position: Small Forward/Power Forward / Verein: Maccabi Tel Aviv

Geburtsdatum: 3. Januar 2001 (19) / Größe: 2,06 Meter / Spannweite: 2,06 Meter / Gewicht: 100 Kilo

Die Statistiken von Deni Avdija (pro 36 Minuten) in 2019/20

PTSREBASTSTLBLKTOVFG%3P%FT%
15,07,73,31,11,12,650,533,3 (61/183)58,8

Im Idealfall ein Typ wie: Nicolas Batum

Stärken:

  • Playmaking-Qualitäten eines Guards
  • Starker Pick'n'Roll-Spieler mit guter Übersicht
  • Vielseitiger Angreifer und Verteidiger

Schwächen:

  • Inkonstanter Shooter
  • Fehlende Athletik und Explosivität
  • Schwierigkeiten, in Isolationen für sich selbst zu kreieren

Der beste Europäer des diesjährigen Jahrgangs ist gleichzeitig der beste Flügelspieler. Das stellte Avdija sowohl in der israelischen Premier League, in der er mit Maccabi drei Titel in Folge holte und vergangene Saison als MVP ausgezeichnet wurde, als auch auf internationalem Parkett mit der israelischen U-Nationalmannschaft unter Beweis.

2018 und 2019 führte er seine Farben zweimal in Folge zur Goldmedaille bei der U20-Europameisterschaft - inklusive eines MVP-Awards auch auf dieser Bühne. Dabei begeisterte Avdija schon in jungen Jahren mit seiner Stärke im Playmaking. Gerade im Pick'n'Roll kommt ihm seine Größe zugute sowie die hervorragend ausgebildeten Ballhandling-Skills.

Er besitzt das Timing und die Übersicht, um Pässe zum abrollenden Big oder auch in die Ecken zu den Schützen zu spielen, zeigt dabei auch immer wieder Kreativität. Nicht nur im Pick'n'Roll, auch in der Transition ist er als Playmaker enorm gefährlich, auch weil Avdija immer Vollgas gibt. An seiner Einstellung und seinem Drang, besser zu werden, gibt es keine Zweifel.

Deni Avdija im NBA Draft 2020: Fragezeichen beim Wurf

Die dafür aber umso mehr an seinem Wurf. Die Dreierquote von 33,3 Prozent in der vergangenen Saison klingt nicht spektakulär, bei Avdija wechseln sich heiße mit kalten Phasen zu häufig ab. Das liegt auch an seiner Wurfbewegung, die er nicht immer einheitlich ausführt. Auch seine Freiwurfquote von 58,8 Prozent machen nicht unbedingt Hoffnung, dass sich das Shooting des 19-Jährigen schnell bessern wird.

Auf NBA-Niveau könnte der Forward zudem Probleme mit der fehlenden Athletik und Explosivität bekommen. Einerseits erschwert ihm dies, sich seinen eigenen Wurf zu kreieren - in der NBA wird dieses Problem noch einmal viel offensichtlicher werden -, andererseits macht es ihn anfällig als On-Ball-Verteidiger.

An seinem Körper wird er aber noch arbeiten können, genau wie an seinem Wurf. Entsprechend finden sich unter seinen Schwächen keine Defizite, die ein Team allzu sehr abschrecken sollten. Mindestens wird er als vielseitiger Point Forward einen guten Starter in der NBA geben. Fragezeichen gibt es nur bei seinem Ceiling.

Hier geht es zum ausführlichen Porträt von Deni Avdija.

Prognose: Zwischen 4 und 8

Mögliche Teams: Bulls, Cavs, Hawks, Wolves, Warriors

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