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NBA

NBA - LeBron James holt seinen vierten Titel: Welches Championship-Team des Lakers-Stars war das beste?

LeBron James ist der erste Spieler in der NBA-Historie, der mit drei verschiedenen Teams einen Titel gewinnt und als Finals-MVP ausgezeichnet wird.

Dicke Zigarre im Mund, fettes Grinsen im Gesicht und die Larry O'Brien Trophy in der rechten sowie den Bill Russell Award für den Finals-MVP in der linken Hand - LeBron James war nach dem Titelgewinn mit den Los Angeles Lakers am vergangenen Wochenende mal wieder der König der Basketball-Welt. Vier Championships und vier Finals-MVPs mit drei Franchises stehen nun in seiner Vita. Doch welches Titel-Team von LeBron war eigentlich das beste?

SPOX hat sich an ein - natürlich subjektives - Ranking der vier Championship-Teams von und mit LeBron gemacht. Dabei flossen nicht nur die Auftritte in den Finals und Playoffs mit in die Bewertung ein, sondern auch die Leistungen in der regulären Saison sowie die Bedeutung des Titels für LeBron und Co. abseits des Sportlichen. Welches Titel-Team des Kings gehört Eurer Meinung nach auf Platz 1?

Platz 4: Die Miami Heat in der Saison 2011/12

  • Bilanz in der regulären Saison: 46-20 (Platz 2 im Osten in einer durch den Lockout verkürzten Saison)
  • Net-Rating in der regulären Saison/Playoffs: 6,4 / 7,4
  • Bilanz in den Playoffs: 16-7
  • Ergebnis der NBA Finals: 4-1 gegen die Oklahoma City Thunder

"Es war verdammt nochmal an der Zeit", sagte LeBron auf dem Siegerpodium und brachte damit seine Gefühlswelt auf den Punkt. In seinem neunten Jahr in der Association, nach zahlreichen erfolglosen Anläufen und dem Debakel gegen die Dallas Mavericks im Vorjahr holte sich LeBron 2012 endlich seine erste Championship.

Wirklich perfekt lief aber auch diese Saison nicht, vor allem verglichen mit anderen Jahren der Dominanz des Kings. Zwar startete Miami nach dem Lockout mit 27-7, doch in der zweiten Saisonhälfte hatten die Heat so ihre Probleme (19-13). Auch im zweiten Jahr der Big Three stimmte hier und da die Chemie noch nicht hundertprozentig.

Auch die Postseason war kein Spaziergang. Nach einem 4-1 in der ersten Runde gegen die Knicks gerieten LeBron und Co. gegen die Pacers mit 1-2 in Rückstand, sie gewannen die nächsten drei Partien. Doch auch in den Conference Finals zeigte sich ein ähnliches Bild: Boston hatte den Rivalen vom South Beach am Rande des Playoff-Aus, was unter Umständen der Big-Three-Ära ein vorzeitiges Ende beschert hätte.

Was dann folgte, dürfte bekannt sein. In Spiel 6, mit 2-3 im Hintertreffen, zauberte LeBron eins seiner besten Playoff-Spiele überhaupt aufs Parkett. Dominante 45 Punkte später war die Serie ausgeglichen, in Spiel 7 machte Miami mit einem 101:88-Sieg den Einzug in die Finals zum zweiten Mal in Folge perfekt.

Dort ließ man den jungen Oklahoma City Thunder keine Chance (4-1), auch weil Chris Bosh den Wechsel auf die Center-Position akzeptierte. Mit dem Small-Ball bereitete Miami den Weg für die Dominanz des Folgejahres (dazu später mehr) - und LeBron feierte seinen ersten Titel.

Platz 3: Die Los Angeles Lakers in der Saison 2019/20

  • Bilanz in der regulären Saison: 52-19 (Platz 1 im Westen)
  • Net-Rating in der regulären Saison/Playoffs: 5,6 / 6,9
  • Bilanz in den Playoffs: 16-5
  • Ergebnis der NBA Finals: 4-2 gegen die Miami Heat

Anthony Davis ist wahrscheinlich der beste Mitspieler, den LeBron in seiner Karriere hatte. Das Superstar-Duo spielte im ersten gemeinsamen Jahr eine hervorragende Saison, garantierte den Lakers die wohl beste Defense eines LeBron-Teams und trotzte allen Bubble-Widrigkeiten, um Purple-and-Gold zum geteilten Rekord-Champion zu machen.

Und doch reicht es hier nur zu Platz 3? Letztlich entscheiden Nuancen, und beim Blick auf den Supporting Cast der Lakers - über die volle Saison wohlgemerkt - bleiben beim 2019/20er Lakers-Team doch ein paar Fragezeichen. Die Antwort auf die Frage nach dem drittbesten Spieler im Kader fiel in den anderen Championship-Jahren von LeBron eindeutig aus, nicht so in L.A.

Klar, Playoff-Rondo hatte seine Momente, auch Kentavious Caldwell-Pope lieferte in der Postseason gute Leistungen ab. Doch im Großen und Ganzen fehlte diesem Lakers-Team die breite Dominanz, die bei den Heat oder Cavs teilweise gefürchtet war.

Dafür hatten die Lakers natürlich AD und LeBron. "Der 35-jährige LeBron würde dem 27-jährigen LeBron sagen, dass du keine Ahnung hast, wozu du in der Lage bist. Du kratzt gerade einmal an der Oberfläche", sagte James, als er bei SportsCenter sein heutiges Ich mit dem von seinem ersten Titelgewinn 2012 vergleichen sollte. "Der 35-Jährige LeBron würde den 27-jährigen dominieren."

Auch wenn seine frühere Athletik mit zunehmendem Alter abgenommen hat, so überragt James selbst im fortgeschrittenen Sportler-Alter dank seiner Spielintelligenz. Im Vergleich zu den Playoffs 2012 ist sein Scoring in diesem Jahr leicht zurückgegangen (in weniger Minuten), dafür agiert die Nummer 23 deutlich effizienter und bezieht seine Teamkollegen (noch) mehr ein.

Gleich drei 4-1-Erfolge in den ersten drei Playoff-Runden sprechen eine deutliche Sprache, zu was das Duo LeBron und Davis in der Lage ist. Teilweise ließ L.A. allerdings auch die Intensität etwas vermissen und nahm den Fuß vom Gas. Deshalb landet das Team hier nur auf Platz 3 - aber die LeBron-Lakers können in den kommenden Jahren ja noch besser werden!

LeBron James: Seine Playoff-Statistiken von 2012 und 2020 im Vergleich

PlayoffsSpiele / MinutenPunkteReboundsAssistsTurnoverFG%3FG%
201223 / 42,730,39,75,63,550,025,9
202021 / 36,327,610,88,84,056,037,0
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