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NBA

NBA Playoff Preview Indiana Pacers vs. Miami Heat: Der Warren-Stopper und seine Schergen

Im Januar gerieten Jimmy Butler und T.J. Warren erstmals aneinander - liefern sich die beiden in den Playoffs erneut ein Scharmützel?

Die Privatfehde zwischen T.J. Warren und Jimmy Butler geht in den Playoffs in die nächste Runde. Die Indiana Pacers sind auf die Firepower des Überraschungs-Stars der Bubble angewiesen, die Miami Heat scheinen in Person von Butler jedoch genau das richtige Rezept gegen den Forward zu kennen. Auch darüber hinaus hat das Team vom South Beach eine Menge gefährlicher Waffen in seinen Reihen.

Spiel 1 der Serie steht am Dienstagabend an. Tip-Off der Partie ist um 22 Uhr deutscher Zeit. Hier geht es zur neuesten Folge von Locker Room mit Previews zu allen Playoff-Serien.

Indiana Pacers vs. Miami Heat: Die Ausgangslage

Vor dem Start der Serie sind wohl alle Augen auf T.J. Warren und Jimmy Butler gerichtet. Zwar spielte Letzterer die Rivalität mit dem Pacers-Forward am Sonntag herunter, doch nach den Meinungsverschiedenheiten im Januar mit einigen bösen Blicken und noch mehr Trash Talk wird dieses Duell in den kommenden Partien ganz besonders im Fokus stehen.

Vor allem, weil Warren in Disney World so richtig Feuer fing. Wie schon die gesamte Saison über mussten die Pacers auch in der Bubble einige Ausfälle von Leistungsträgern verkraften. Waren es in der "normalen" Saison vor allem Victor Oladipo oder Malcolm Brogdon, die einige Partien verpassten, so fehlen nun Jeremy Lamb (Kreuzbandriss) und seit dem Restart Domantas Sabonis (Plantarsehnenentzündung im linken Fuß), der wohl vorerst auch nicht zurückkehren wird.

Bühne frei für T.J. Warren. Der 26-Jährige nutzte die neugewonnenen Freiheiten in der Pacers-Offense, um mit durchschnittlich 31 Punkten bei überragenden Quoten von 57,8 Prozent aus dem Feld und 52,4 Prozent von Downtown alles und jeden in der Bubble zu rasieren. Zumindest fast alles, aber dazu später mehr. So gewann Indy trotz des strauchelnden Oladipos sechs der acht Bubble-Spiele und sicherte sich Platz 4 im Osten.

Dort warten nun die Heat und eben jener Butler, der alles daran setzen wird, um Warren das Leben zur Hölle zu machen. In dessen erstem Jahr am South Beach hat der 30-Jährige ein Team gefunden, das perfekt zu ihm passt. In Sachen Leidenschaft und Einsatz macht kaum ein Team Miami etwas vor. Die Chemie stimmt im Gegensatz zu Butlers vorherigen Stationen, jeder würde dem Anschein nach für den Teamkollegen durchs Feuer gehen.

Ganz abgesehen davon steckt auch eine Menge sportlicher Qualität im Kader. Bam Adebayo hat sich 2019/20 erstmals ins All-Star Team gespielt und direkt zu einem der elitären Big Men der Liga gemausert. Über die komplette Saison gesehen stellen die Heat zudem die zweitbeste Dreierquote der NBA (37,9 Prozent) und beeindrucken mit ihrer Tiefe.

In dieser Hinsicht hat auch der Deal für Andre Iguodala und Jae Crowder kurz vor der Trade Deadline im Februar mit den Memphis Grizzlies geholfen. Letzterer traf in den Seeding Games übrigens 56,4 Prozent von Downtown - bei mehr als fünf Versuchen pro Partie. Weiterhin verspricht das Duell an der Seitenlinie Spannung: Heat-Coach Erik Spoelstra gilt als einer der besten seines Fachs, Pacers-Coach Nate McMillan hat sich ob des starken Abschneides trotz der Verletzungssorgen vor kurzem erst eine Vertragsverlängerung verdient.

Indiana Pacers vs. Miami Heat: Zahlen und Fakten

PacersHeat
Bilanz Regular Season45-2844-29
Offensiv-Rating (Platz)109,5 (19)111,9 (7)
Defensiv-Rating (Platz)107,5 (6)109,3 (12)
Net-Rating (Platz)1,9 (13)2,7 (7)
Direkter Vergleich1-33-1

NBA Playoffs 2020: So gewinnen die Pacers die Serie

Die Offense der Pacers war seit dem Restart nicht immer schön anzuschauen, es sei denn Warren lief heiß. Er profitierte enorm von Sabonis' Fehlen, da Warren als neuer Vierer nun deutlich mehr Platz auf dem Court hat. Myles Turner (35,7 Prozent Dreierquote über die Karriere) wartet dabei als einziger Big Man zumeist an der Dreierlinie, so könnte er Bam ein wenig aus der Zone ziehen und Warren kann sich im Eins-gegen-Eins an die Arbeit machen.

Indiana wird auch gegen Miami darauf angewiesen sein, dass Warren sein heißes Händchen beibehalten kann - in dessen erster Postseason wohlgemerkt. Zudem sollten Oladipo, Brogdon und Co. einen Gang höher schalten. Ersterer ist nach seiner langen Verletzungspause und dem Hin und Her, ob er überhaupt in Disney World antritt, noch nicht auf seinem persönlichen Zenit angekommen. Die Pacers brauchen aber dringend mehr Firepower.

Auf der anderen Seite des Courts macht folgende Statistik Mut: Die Pacers haben über die komplette Spielzeit die viertschlechteste gegnerische Dreierquote zugelassen (34,1 Prozent). Wenn so das Shooting der Heat etwas eingedämmt werden kann und Indiana weiterhin zahlreiche gegnerische Turnover erzwingt (17,0 in den Seeding Games, Platz 3 in der NBA), lastet nicht so viel Druck auf der Offense.

Indiana Pacers: Der Playoff-Kader 2020

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Malcolm BrogdonVictor OladipoJustin HolidayT.J. WarrenMyles Turner
T.J. McConnellAaron HolidayDoug McDermottJaKarr SampsonGoga Bitadze
Edmond SumnerNaz Mitrou-Long T.J. Leaf
Brian Bowen II Alize Johnson

NBA Playoffs 2020: So gewinnen die Heat die Serie

Wie bereits erwähnt, in Sachen Firepower sind die Pacers stark von Warren abhängig. Dem wiederum dürfte das Matchup mit den Heat und damit auch mit Butler gar nicht in den Kram passen. Selbst als potenzieller Bubble-MVP fand er vergangene Woche in Butler seinen Meister, der ihn als primärer Verteidiger bei gerade einmal 12 Punkten und 5/14 aus dem Feld hielt. "Jimmy Buckets" wird wohl auch in den Playoffs in erster Linie mit der Bewachung von Warren betreut werden.

Das Problem für die Pacers: Wer soll in Sachen Scoring liefern, wenn Warren abgeschaltet wird? In den ersten sieben Seeding Games (im achten Spiel kamen hauptsächlich Reservisten zum Einsatz), hatte Indiana ein katastrophales Offensiv-Rating von 88,7 vorzuweisen, wenn Warren nicht auf dem Parkett stand. Die Heat-Defense (Platz 9 in der Bubble) sollte gut genug sein, um den Pacers die Warren-Option wegzunehmen.

Zudem haben die Heat Matchup-Vorteile auf den großen Positionen. In den direkten Duellen gegen Adebayo sah Turner schon oftmals alt aus, der Heat-Big wird ohnehin höchst motiviert sein, entschied sich Team USA im Sommer 2019 doch gegen ihn - und unter anderem für Turner. Auf der Bank hat Indy keinen vielversprechenden Big-Man-Ersatz in der Hinterhand. Wenn zudem die Dreierschützen der Heat um Duncan Robinson (44,6 Prozent Dreierquote in 2019/20) auch gegen die starke Pacers-Defense in einen Rhythmus kommen, wird es ganz schwer für Indiana.

Miami Heat: Der Playoff-Kader 2020

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Kendrick NunnDuncan RobinsonJimmy ButlerJae CrowderBam Adebayo
Goran DragicTyler HerroAndre IguodalaKelly OlynykMeyers Leonard
Gabe Vincent Solomon HillDerrick Jones Jr.Udonis Haslem
Chris Silva

Pacers vs. Heat: Wer gewinnt die Serie?

In Person von Butler und Adebayo wissen die Heat wohl die beiden besten Spieler der Serie in ihren Reihen. Dazu kommt ein extrem gefährlicher wie tiefer Supporting Cast. Letzteres fehlt Indy, Warren wird die Offense nicht allein tragen können. Die Pacers brauchen zusätzliche A+-Partien von Oladipo und Brogdon, wenn die Serie nicht allzu schnell enden soll. Prognose: Heat in 5.

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