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NBA

NBA Playoffs: Kompletter Wahnsinn! Doncic-Buzzerbeater lässt Dallas Mavericks in der Verlängerung gegen L.A. Clippers jubeln

Luka Doncic versenkte gegen die Clippers den Buzzerbeater zum Sieg.

Was für ein Spiel! Die Dallas Mavericks haben die Serie mit den L.A. Clippers ausgeglichen. In Spiel 4 war Luka Doncic in Abwesenheit des verletzten Kristaps Porzingis überragend und führte die Mavs nach einem zwischenzeitlichen 21-Punkte-Rückstand zu einem 135:133-Sieg nach Verlängerung. Der Slowene versenkte dabei mit ablaufender Uhr einen unfassbar schweren Step-Back-Dreier zum Sieg (Hier sehr Ihr den Buzzerbeater von Doncic im Video!).

Doncic verbuchte neben seinem Buzzerbeater letztlich ein starkes Triple-Double mit 43 Punkten, 17 Rebounds und 13 Assists bei 18/31 aus dem Feld. Unterstützung erhielt der Slowene vom guten Trey Burke (25, 10/14), der für den verletzten Kristaps Porzingis in die Starting Five gerückt war. In der zweiten Halbzeit waren auch Tim Hardaway (21), Seth Curry (15) und Maxi Kleber (7, 9 Rebounds, 2 Blocks) wichtige Faktoren für die Texaner.

Bei den Clippers machten lediglich Lou Williams (36, 13/20 FG) und Reggie Jackson (14) einen guten Eindruck, während Kawhi Leonard (32, 10/22 FG, 9 Rebounds) durch zahlreiche Double Teams lange einen schweren Stand hatte und erst in der Schlussphase aufdrehte, dann aber richtig.

Es war ein Wechselbad der Gefühle für die Mavs vor dem Tip-Off. Zwar meldete sich Doncic nach seiner Verletzung in Spiel 3 fit, dafür fiel aber kurzfristig Kristaps Porzingis mit Knieproblemen aus. Für ihn kam Trey Burke in die Starting Five und der Guard legte mit 5 schnellen Punkten auch gut los. Den besseren Start erwischten dennoch die Clippers, bei denen alle Starter gut loslegten. L.A. bekam Produktion von vielen Spielern und führte nach einem Viertel zweistellig.

Dallas Mavericks drehen 21-Punkte-Rückstand

Doncic waren derweil die Probleme am Knöchel anzumerken. Der Slowene humpelte hin und wieder leicht, dazu fehlte sichtlich die Explosivität beim Drive. Explosiv war hingegen auf Seiten der Clippers Lou Williams, der die Dallas-Defense ein ums andere Mal düpierte und schon nach der ersten Halbzeit bei 14 Punkten stand.

In den letzten sechs Minuten des Abschnitts fingen sich die Mavs aber. Die defensiven Rotationen passten nun besser, vor allem die Hereinnahme von Michael Kidd-Gilchrist (Kleber hatte schnell drei Fouls) half hinten. Dazu übernahm Doncic nun die Kontrolle und lag früh auf Triple-Double-Kurs. So wurden aus 21 Punkten Rückstand zur Pause nur noch acht (66:58).

Und der Mavs-Run ging nach der Pause weiter. Die Clippers wirkten völlig von der Rolle und warfen zwischenzeitlich nur 2/14 aus dem Feld. Vor allem George nahm in dieser Phase reihenweise schlechte Würfe und brachte die Clippers aus dem Rhythmus. Dallas attackierte mit Doncic und Burke dagegen stets den Korb und verließen sich weniger auf den Sprungwurf. Zeitweise führte Dallas plötzlich mit 9 Punkten und nahm dank des famosen Doncic eine 93:85-Führung mit ins Schlussviertel.

Luka Doncic versenkt Buzzerbeater in der Verlängerung

Doncic nahm nun eine Pause, aber Dallas scorte munter weiter. Seth Curry machte 7 Zähler in 3 Minuten und auch der zuvor schwache Hardaway hatte nun ein heißes Händchen. Die Mavs nahmen Kawhi nun fast komplett aus dem Spiel, nur Williams brachte den Clippers Entlastung. Dank einigen Doncic-Ballverlusten verkürzten die Clips wieder auf 3 Zähler, doch der Mavs-Star machte seine Fehler wieder gut und traf zwei Step-Back-Dreier.

Jackson und Leonard taten es den Mavs jedoch gleich und Williams zog 50 Sekunden vor dem Ende das Foul für drei Punkte. Sweet Lou traf jedoch nur zwei, glich aber zumindest aus. Die Mavs bekamen dann keinen Wurf los, Kawhi vergab den möglichen Gamewinner, es ging in die Verlängerung.

Dort gehörten die ersten Minuten Leonard mit zwei Jumpern, aber Burke und Doncic konterten. Nummer 77 brachte Dallas mit einem Spin Move 19 Sekunden vor dem Ende wieder in Front. Marcus Morris antwortete nach Kawhi-Drive aber aus der Ecke. Doch Doncic hatte noch einen im Köcher. Gegen Jackson ließ er die Uhr herunterlaufen, nahm den Step-Back und nagelte den Dreier zum Sieg ein.

Die wichtigsten Statistiken

Dallas Mavericks (7) vs. L.A. Clippers (2) 135:133 OT (BOXSCORE), Serie: 2-2

  • Wie schon in den vergangenen Spielen der beiden Teams gab es in diesem Spiel wieder jede Menge Fouls. Zur Pause hatte beide Teams je 13 Fouls gesammelt, dazu nahmen die Mannschaften zusammengerechnet 33 Freiwürfe. Die Clippers trafen 16/18, was ein wichtiger Faktor für ihre Halbzeitführung war.
  • Ein weiteres Problem der Mavs in der ersten Halbzeit war das Umschaltspiel. Die Clippers erzielten 12 Punkte aus dem Fastbreak, während Dallas nur auf 2 Zähler kam. Im zweiten Durchgang plus Verlängerung ließen die Mavs keinen einzigen mehr zu, ein weiterer wichtiger Faktor für den Sieg.
  • Nun aber die entscheidende Frage: Was war da im dritten Viertel los, welches die Mavs mit 35:19 gewannen? 24 Zähler erzielten die Mavs in der Zone und vergaben dort überhaupt nur drei Würfe. Zum Vergleich: Die Clippers nahmen auf der anderen Seite nur fünf Würfe in der Zone und stattdessen jede Menge Sprungwürfe. Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Dallas leistete sich in diesen 12 Minuten nur einen einzigen Ballverlust.
  • In der Verlängerung lahmte die Offense der Mavs wieder ein wenig, doch zweite Chancen hielten die Texaner über Wasser. 7 der 14 Punkte in der Verlängerung erzielten die Mavs nach Offensiv-Rebounds. So konnten es sich die Mavs erlauben, dass sie eine Quote von 63 Prozent in den Extra-Minuten erlaubten.
  • Und noch ein paar Statistiken zu Doncic. Der Mavs-Star ist nun einer von von fünf Spielern, die mindestens 40 Punkte und einen Wurf zum Sieg in einem Playoff-Spiel verbuchten. Die anderen Kollegen heißen Michael Jordan, LeBron James, Kawhi Leonard und Damian Lillard. Nur Russell Westbrook erzielte ein Playoff-Triple-Double mit mehr Punkten (51).

Mavs vs. Clippers: Die Stimmen zum Spiel

Luka Doncic (Mavericks): "Ich kann meine Emotionen nicht erklären. Nicht nur dann, wenn der Ball reingeht, sondern vor allem, wenn ich sehe, wie meine Mitspieler auf mich zurennen. Das war etwas Besonderes, eins der besten Gefühle, die ich als Spieler je hatte."

Doc Rivers (Coach Clippers): "Um ehrlich zu sein, waren wir heute emotional sehr schwach. Wenn ich wüsste warum, wäre ich Siegmund Freud."

Der Star des Spiels: Luka Doncic

Die unfassbar gute Vorstellung von Trey Burke soll an dieser Stelle nicht unter den Tisch fallen, doch was der sichtlich angeschlagene Doncic gegen die Clippers-Defense nach einem schwachen Auftaktviertel veranstaltete, war einfach nur grandios. Der Slowene traf zwar nur einen einzigen Dreier, dafür vollendete er in der Zone fast alles, teilweise auch mit jeder Menge Kontakt. Ein Fakt aus dem dritten Viertel: Doncic hatte bei 25 Mavs-Punkten mit eigenen Körben oder Assists die Finger im Spiel, die Clippers machte gerade einmal 19 als Team. Tja und dann war da ja noch dieser irrer Buzzerbeater. Ist der Junge nicht erst 21 und war der Kerl nicht noch vor 42 Stunden verletzt?

Der Flop des Spiels: Paul George

Das ist weiterhin viel zu wenig vom zweiten Star der Clippers. Sein Sprungwurf ist über die Serie einfach nicht existent und es wurde vor allem im dritten Viertel deutlich, dass er es erzwingen wollte. Das schadete seinem Team aber enorm, weswegen PG-13 wohl als Hauptverantwortlicher für den Mavs-Run angesehen werden kann. Der Boxscore: 45 Minuten, 9 Punkte, 8 Rebounds, 3/14 aus dem Feld.

Die Szene des Spiels

13 Punkte und 5 Assists legte Doncic im vierten Viertel auf, vor allem die letzten Zähler waren eine Augenweide. Mit keinerlei Sonne drehte sich der Mavs-Star um die eigene Achse, um einen unglaublichen schweren Fadeaway über JaMychal Green mit Foul zu versenken. Es klappte in diesem Abschnitt einfach alles für Doncic. Ach ja: Der Gamewinner war auch nicht übel.

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