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NBA - Die Gewinner und Verlierer des Restart-Spielplans: Zion im Playoff-Rennen nun in der Pole Position?

Zion Williamson und die Pelicans haben den leichtesten Spielplan für den NBA-Restart vor der Brust.

Am Wochenende hat die NBA den Spielplan für den Restart der Saison 2019/20 in Disney World Orlando bekanntgegeben. Welches der 22 Teams profitiert am meisten von dem Restprogramm und wer muss nun im Playoff-Rennen zittern? SPOX präsentiert die Gewinner und Verlierer des Restart-Spielplans und nennt Euch die wichtigsten Spiele, die Ihr auf keinen Fall verpassen solltet.

Eine Übersicht über den kompletten Spielplan findet Ihr hier.

Die Gewinner des Restart-Spielplans

New Orleans Pelicans

  • Bilanz in der bisherigen Saison: 28-36 (Platz 10 in der Western Conference)
  • Die kommenden Gegner: Jazz, Clippers, Grizzlies, Kings, Wizards, Spurs, Magic, Kings

Bevor die Saison Mitte März aufgrund der Coronavirus-Pandemie unterbrochen wurde, galten die Pels als aussichtsreicher Kandidat, um trotz des damals zehnten Rangs doch noch einen Playoff-Platz im hart umkämpften Westen zu ergattern. Das lag natürlich an Zion Williamson - und am leichten Restprogramm.

Nun fallen zwar die schlechtesten acht Teams der Association als Gegner weg, dennoch hat NOLA auch in Disney World den leichtesten Rest-Spielplan aller 22 Teams. Das ist nur fair, trotz zahlreicher Kommentare auf Twitter, dass die NBA den Pels mit Absicht einen leichten Spielplan untergeschoben hätte, in dem Versuch, Zion irgendwie in die Postseason zu hieven.

Tatsächlich ist der Spielplan für New Orleans basierend auf der zusammengerechneten gegnerischen Siegquote leicht schwieriger geworden (49,5 Prozent statt zuvor 44,1 Prozent). Dennoch haben die Konstrukteure des Spielplans offensichtlich versucht, die Schwierigkeit des eigentlichen Restprogramms möglichst in die Bubble zu übertragen.

Nur drei der acht verbliebenen Spiele der Pels sind gegen aktuelle Playoff-Teams. Darunter die Jazz, die durch den Ausfall von Bojan Bogdanovic geschwächt sind, und der direkte Konkurrent aus Memphis. New Orleans scheint im Rennen um Platz acht also einen kleinen Vorteil zu haben.

Für die Wizards, Spurs, Magic und Kings, die finalen vier Pelicans-Gegner in der regulären Saison, könnte es in den jeweiligen Partien zudem um nichts mehr gehen. Möglicherweise ist das ein weiterer Vorteil für Zion und Co. in der Hoffnung auf Platz acht im Westen.

Philadelphia 76ers

  • Bilanz in der bisherigen Saison: 39-26 (Platz 6 in der Eastern Conference)
  • Die kommenden Gegner: Pacers, Spurs, Wizards, Magic, Trail Blazers, Suns, Raptors, Rockets

Direkt hinter den Pelicans folgen die Sixers mit dem zweitleichtesten Restprogramm, geht man von der gegnerischen Siegquote aus. Nach dem Duell mit den Pacers hat Philly fünf Gegner mit einer negativen Bilanz vor der Brust. Gute Voraussetzungen, um sich vor dem Start der Playoffs in einen Rhythmus zu spielen.

Gleichzeitig ebnet der relativ leichte Spielplan den Sixers den Weg, einen Sprung in der Tabelle zu machen. Die Heat (zu Miami später mehr) auf Platz vier haben nur zwei Spiele Vorsprung, zudem kann Philly auf einen womöglich genesenen Ben Simmons zurückgreifen.

Die Sixers werden entsprechend versuchen wollen, einem Erstrundenmatchup mit den Celtics (die belegen aktuell Platz 3 im Osten) zu umgehen. Als Viert- oder Fünftplatzierter würden aller Voraussicht nacht die Heat oder Pacers in Runde eins warten - in den Conference Semifinals droht in diesem Szenario allerdings ein Duell mit den Milwaukee Bucks.

Das Platzierungs-Rennen im Westen

Trotz der möglichen Aufholjagd der Sixers im Osten, das Rennen um die beste Ausgangslage vor der Postseason in der Western Conference wird wohl nochmal einiges mehr an Spannung bieten. Da ist einerseits natürlich der bereits angesprochene Kampf um den letzten Playoff-Rang, doch auch die Platzierungen davor sind alles andere als in Stein gemeißelt.

Die Denver Nuggets auf Platz 3 trennen gerade einmal vier Spiele von den Dallas Mavericks auf Platz 7, dazwischen liegen die Jazz, Thunder und Rockets fast gleichauf. Die Tabelle und damit die Playoff-Platzierungen werden in den restlichen acht Spielen also nochmal kräftig durcheinander gewirbelt werden.

Was das mit dem Spielplan zu tun hat? Denver hat das wohl härteste Restprogramm (MIA, OKC, SAS, POR, UTAH, LAL, LAC, TOR), der Schwierigkeitsgrad der anderen vier Teams ist als etwas leichter und allesamt auf einem ähnlichen Niveau einzuschätzen. Ein besonderes Augenmerk wird also auf den direkten Duellen liegen, beispielsweise Mavs vs. Rockets, Thunder vs. Jazz oder Nuggets vs. Jazz.

Dallas kann sich im Übrigen ebenfalls als Gewinner bezeichnen, immerhin geht es in vier Partien gegen Teams mit einer negativen Bilanz (2x Suns, Blazers, Kings). Ansonsten warten aber die direkten Konkurrenten Rockets und Jazz und zwei Brocken in den Bucks und Clippers.

Gewinner des Restart-Spielplans: Europäische NBA-Fans

Der enge Zeitplan und die Tatsache, dass alle Spiele zentral an einem Ort gespielt werden, haben für die europäischen Basketball-Fans einen gewaltigen Vorteil: Zahlreiche Spiele starten bereits am frühen Abend zur deutschen Primetime. Ganze 36 von 88 Partien, um genau zu sein.

Fast täglich werden die NBA-Stars im Abendprogramm über die deutschen Bildschirme flimmern, inklusive einiger Kracher. Auch Dennis Schröder, Maxi Kleber und Daniel Theis werden einige Male mit den Thunder, Mavs beziehungsweise Celtics bereits am Mittag Ortszeit im Einsatz sein.

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