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NBA: Caris LeVert erlegt die Celtics in irrem OT-Krimi mit 51 Punkten - starker Dennis Schröder reicht OKC nicht

Von SPOX
Caris LeVert schenkt den Celtics mit 51 Punkten einen neuen Karrierebestwert ein.

Was für eine Explosion von Caris LeVert! Die Brooklyn Nets haben dank des Karrierebestwerts ihres Shooting Guards einen irren Comeback-Sieg gegen die Boston Celtics gefeiert. Die Thunder verlieren gegen die L.A. Clippers trotz eines starken Auftritts von Dennis Schröder. Derweil kassieren die Pelicans einen Rückschlag im Playoff-Rennen und die Warriors schocken die Nuggets.

Caris LeVert versenkt die Celtics mit 51 Punkten, die Pelicans verlieren trotz Zion Williamson und einem Triple-Double von Jrue Holiday. Und: Tim Duncan holt als Head Coach einen Sieg für die Spurs.

Charlotte Hornets (21-40) - San Antonio Spurs (26-34) 103:104 (BOXSCORE)

  • Nach 1185 Siegen in seiner 19-jährigen Karriere im Trikot der San Antonio Spurs hat Tim Duncan nun auch seinen ersten Sieg als Head Coach geholt, wenn auch nur inoffiziell. Da Gregg Popovich aus persönlichen Gründen nicht an der Seitenlinie dabei sein konnte, übernahm Duncan für die Partie in Charlotte dessen Amt - und durfte am Ende einen Zittersieg feiern.
  • Der Start verlief alles andere als nach Maß aus Spurs-Sicht. Die Hornets starteten mit einem 12:2-Lauf in die Partie, im Laufe der ersten Halbzeit wuchs der Vorsprung sogar bis auf 17 Zähler an. Angeführt von 21 Punkten von Dejounte Murray kämpfte sich San Antonio aber zurück.
  • Zwei Minuten vor dem Ende brachte Murray die Spurs sogar mit 7 Zählern in Front, doch das reichte nicht, um das Spiel locker nach Hause zu bringen. Terry Rozier wehrte sich mit 10 seiner 20 Punkten im Schlussabschnitt nach Kräften, der Guard ermöglichte seinem Team eine letzte Chance auf den Sieg - sein Pass nach einem Drive in der letzten Possession landete allerdings beim Gegner.
  • An der Seite von Rozier, der sich die komplette Partie über nur diesen einen Ballverlust leistete, war noch P.J. Washington (19, 5/9 Dreier) stark, Miles Bridges kam auf 15 Punkte. Die gleiche Ausbeute legte auch Bryn Forbes für die Spurs auf, DeMar DeRozan kam auf 12 Zähler und 10 Assists.

Boston Celtics (41-19) - Brooklyn Nets (27-33) 120:129 OT (BOXSCORE)

  • Was für ein Auftritt von Caris LeVert - und was für ein Debakel für die Celtics! Mitte des dritten Viertels sahen die Hausherren mit einer 21-Punkte-Führung im Rücken bereits wie der sichere Sieger aus, doch dann fing der Nets-Guard so richtig Feuer. Mit 51 Punkten (Career-High) führte LeVert sein Team zum Comeback-Sieg nach Overtime.
  • Schwaches Shooting sowie zahlreiche Turnover auf Seiten der Nets hatte die angeschlagenen Kelten scheinbar auf die Siegerstraße gebracht. Jaylen Brown erzielte als Topscorer der Gastgeber 22 Punkte, Kemba Walker kam bei seinem Comeback auf 21 Zähler, Daniel Theis überzeugte mit 16 und 2 Blocks und Marcus Smart legte ein Double-Double auf (14 und 10 Assists).
  • Doch all das reichte nicht zum Sieg, da LeVert im vierten Viertel nicht mehr zu stoppen war. Mit 26 Punkten im letzten Durchgang brachte er die Nets im Alleingang zurück in die Partie - und rettete Brooklyn nach einem Foul von Smart bei seinem Dreierversuch 0,2 Sekunden vor dem Ende von der Freiwurflinie in die Overtime! Anschließend setzte sich die LeVert-Show nahtlos fort, er erzielte alle 11 Nets-Punkte in der Verlängerung und brachte den Sieg in trockene Tücher.
  • Bei den Celtics ging in der Verlängerung dagegen gar nichts mehr. Coach Brad Stevens musste ein Reservisten-Lineup aufs Parkett schicken, da Smart mit sechs Fouls auf der Bank saß (nach der Partie legte er sich noch mit den Referees an), Brown mit Oberschenkelproblemen nicht mehr spielen konnte, Gordon Hayward schon zur Halbzeitpause mit Knieschmerzen raus musste und Walker sein Minutenlimit erreicht hatte. Jayson Tatum war krankheitsbedingt ohnehin nicht dabei.
  • "Wir haben es verdient, zu verlieren", sagte der sichtlich frustrierte Stevens nach der Partie. Einerseits machte Boston immer wieder eine Zonenverteidigung der Gäste zu schaffen, andererseits war da natürlich LeVert. Er war der Garant für das Nets-Comeback, doch Timothe Luwawu-Cabarrot (16) oder auch Chris Chiozza (8) lieferten im vierten Viertel gute Unterstützung. Das entschieden die Nets mit 51:34 (!) für sich - Franchise-Rekord für ein Viertel der Nets.

New Orleans Pelicans (26-35) - Minnesota Timberwolves (18-42) 134:139 (BOXSCORE)

  • Bitterer Rückschlag für die Pelicans im Kampf um den letzten Playoff-Platz im Westen. Vor heimischen Publikum setzte es die zweite Niederlage in Folge, und das gegen den Vorletzten der Conference. Der holte nach sieben Niederlagen aus acht Spielen dank Malik Beasley und D'Angelo Russell endlich mal wieder einen Sieg.
  • New Orleans hatte dank starker Transition und einem gut aufgelegten Zion Williamson früh einen leichten Vorteil, doch die eigene Defense machte den Pelicans immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Minnesota legte 44 Zähler im zweiten und dann noch einmal 37 Punkte im dritten Viertel auf.
  • Die Entscheidung fiel dennoch erst im letzten Durchgang. Die Wolves nutzten eine offensive Schwächephase der Pels, um sich mit einem 7:0-Lauf abzusetzen. Anschließend brachte Minnesota den Vorsprung über die Zeit. Beasley lieferte dabei mit 28 Punkten bei 11 von 13 aus dem Feld (4/5 Dreier) erneut einen starken Auftritt ab. Russell half mit 23 Zählern, James Johnson steuerte weitere 19 von der Bank aus bei.
  • Die Pels konnten so das zwölfte 20+-Punkte-Spiel von Zion nicht in einen Sieg ummünzen. Der Top-Rookie beendete die Partie mit 25 Zählern (10/19 FG), 8 Rebounds, 3 Assists und 4 Steals. Bester Mann der Hausherren war aber Jrue Holiday mit einem Triple-Double (27 Punkte, 12 Assists und 10 Rebounds). Lonzo Ball (26 und 8 Assists) und Brandon Ingram (24) lieferten ebenfalls ab, dennoch liegt NOLA nun 4 Spiele hinter den Grizzlies nur auf Platz 12 im Westen.
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