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NBA Power Ranking im November: Die Rückkehr des Königs (und der Aufstieg seiner Thronfolger)

Draymond Green ist der letzte verbleibende All-Star der Warriors.

Der erste Saisonmonat ist rum, Zeit also für das erste Power Ranking der Saison! SPOX-NBA-Redakteur Ole Frerks blickt auf alle 30 NBA-Teams und ordnet sie ein.

Die Statistiken in diesem Artikel kommen von nba.com/stats, Second Spectrum und basketball-reference.com. Das "Offensiv-Rating" bezeichnet die Anzahl der erzielten Punkte pro 100 Ballbesitze, "Defensiv-Rating" die Anzahl der kassierten Punkte pro 100 Ballbesitze. "Net-Rating" rechnet beides gegeneinander auf.

Von 10 auf 30: Golden State Warriors (3-12).

Um Ron Burgundy zu zitieren: "Well, that escalated quickly!" Angesichts der Verletzungen fast aller Leistungsträger und des dünnen Kaders ist die Saison der Warriors wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen, auf einmal fungiert ein Zweitrundenpick wie Eric Paschall zeitweise als Headliner des Teams und die Dubs sind das schlechteste Defensiv-Team der Liga. Saison Nr. 1 im Chase Center hatten sich Steve Kerr und Co. anders vorgestellt, aber: Vielleicht ist ein Jahr "Pause" nach fünf Finals-Teilnahmen in Folge nicht so schlecht für den Kern des Teams? Ein Top-5-Pick ist unterwegs!

Von 27 auf 29: New York Knicks (4-10).

Wer hätte für möglich halten können, dass in einem Team voller Spieler, die die gleiche Position spielen, Unzufriedenheiten entstehen und sportlich nicht allzu viel zusammenpasst? Offenbar nicht das Front Office der Knicks, das die Schuld dafür bei Head Coach David Fizdale sucht. Immerhin wurde gegen die Mavs (und Porzingis) zweimal gewonnen, ansonsten gibt es in New York derzeit nicht viel zu feiern - und dabei bleibt es wohl auch vorerst. R.J. Barrett zeigt teilweise sehr gute Ansätze, tut sich ohne echten (guten) Point Guard im Kader aber erwartungsgemäß schwer.

Von 21 auf 28: Chicago Bulls (4-10).

Man wähnte die Bulls schon im Rennen um die Playoffs, zumal sie in der Eastern Conference spielen dürfen - aber auch das hilft nicht. Die Bulls gehören zu den Enttäuschungen des Saisonstarts, da ihre Offensive so schlecht ist (Platz 30!), dass sie die mittelmäßige Defensive nicht "nutzen" kann. Lauri Markkanen taucht viel zu oft ab, ähnlich wie Otto Porter, bevor dieser sich verletzte. Tomas Satoransky hat bisher nicht die Kontrolle über das Spiel übernommen. Und Jim Boylen verweigert bei schlechten Phasen Auszeiten, weil die Spieler "es selbst lernen" sollen. Ist das eine Schulmannschaft?

Von 25 auf 27: Washington Wizards (3-8).

Ein gutes Team sind die Wizards nicht, das hatte aber auch niemand erwartet. Die Defense ist eine mittelschwere Katastrophe (Platz 29: 114,4). Offensiv jedoch hat dieses Team so viel Firepower, dass man häufig trotzdem eine Siegchance hat, hier belegen die Wizards beim Rating sogar einen bärenstarken dritten Platz (112,4). Insbesondere Bradley Beal, aber auch die Forwards Rui Hachimura und Moritz Wagner sind stark in die Saison gestartet. Wenn man bedenkt, dass Beal vor gut einem Monat noch als Trade-Kandidat galt, hat sich die Situation in der Hauptstadt deutlich entspannt.

Von 24 auf 26: Atlanta Hawks (4-9).

John Collins hat den Hawks einen Bärendienst erwiesen, als er sich beim Doping erwischen ließ. Trae Young wird zwar mehr und mehr zum Monster (27 Punkte, 9 Assists im Schnitt!), allein kann er aus den Hawks aber kein gutes Offensiv-Team machen - derzeit nichtmal ein durchschnittliches (Platz 29 beim Offensiv-Rating). Auch die Defense bleibt weiter mehr als löchrig, trotz guten Ansätzen von Rookie De'Andre Hunter. Jabari Parker macht durchaus positiv auf sich aufmerksam, ohne Collins und den derzeit verletzten Kevin Huerter laufen die Hawks aber momentan ihren Erwartungen hinterher.

Von 29 auf 25: Cleveland Cavaliers (4-9).

Wer hätte das gedacht? Tristan Thompson ist in der besten Form seit mehreren Jahren, Kevin Love sieht wieder wie der All-Star früherer Tage aus und die Starting Five der Cavaliers gehört tatsächlich zu den produktivsten Heavy-Minutes-Lineups der Liga (Net-Rating: +9,6)! Die bisher ordentliche Defense ist vermutlich zwar so nicht haltbar, zum Saisonstart gehören die Cavs aber zu den angenehmeren Überraschungen der Liga. Dabei ist Nr.5-Pick Darius Garland (33,8 Prozent FG) bisher noch absolut nicht in der NBA angekommen. Collin Sexton scheint dafür einen Schritt gemacht zu haben.

Von 17 auf 24: Detroit Pistons (4-9).

Blake Griffin verpasste verletzungsbedingt den Saisonstart und ist bisher noch bei weitem nicht der All-NBA-Spieler der letzten Saison, die beiden wichtigsten Point Guards Reggie Jackson (weiter verletzt) und Derrick Rose verpassten ebenfalls schon Spiele. Gemessen daran verlief der Saisonstart der Pistons sogar noch ordentlich, zumal die Offense sogar noch über ihren Erwartungen performte (Platz 12), vor allem dank Andre Drummond (20 und 17!) und Luke Kennard. Der Trend ist allerdings negativ, und bisher hatten die Pistons den zweitleichtesten Spielplan.

Von 28 auf 23: Memphis Grizzlies (5-9).

In Abwesenheit von Zion hat sich Nr.2-Pick Ja Morant als (viel zu) früher Topfavorit auf den Rookie des Jahres in Position gebracht, auch dank seiner Explosivität stehen die Grizzlies etwas besser da als vor der Saison erwartet. Die jungen Grizzlies sind zwar einige Male schon massiv unter die Räder gekommen, von fünf "engen" Spielen haben sie aber vier gewonnen - daher ist auch ihr Net-Rating eigentlich zu schlecht für ihre Bilanz (-8,6). Memphis strotzt vor Talent, auch Mit-Rookie Brandon Clarke agiert bisher richtig stark. Einzig Jaren Jackson Jr. muss noch zulegen (14,0 PPG).

Von 11 auf 22: Portland Trail Blazers (5-10).

Ich hatte den Sommer der Blazers zwar durchaus kritisch gesehen, so schwach hatte ich Portland dann aber auch nicht erwartet. Die Offense sollte variabler werden, stattdessen ist man mehr von Damian Lillard abhängig denn je - und nun soll Carmelo Anthony die Wende bringen? Das ist alarmierend. Natürlich schmerzte der Ausfall von Zach Collins, Stand jetzt muss man aber festhalten: Portland hat womöglich die schlechteste Forward-Rotation der gesamten Liga. Lässt sich der Kurs nicht ganz schnell korrigieren, sind die Blazers der Top-Kandidat schlechthin für einen Panik-Trade.

Von 13 auf 21: Brooklyn Nets (5-8).

Kyrie Irving spielte vor seiner Schulterverletzung zwar sehr stark, das restliche Team kam mit Ausnahme von Joe Harris aber mehr als langsam in der Saison an. Caris LeVert muss nun auch noch wochenlang pausieren - wäre der Osten etwas besser besetzt, könnte es schon richtig eng werden mit den Playoffs. Die Nets sind dabei kurioserweise in der ersten Halbzeit stets gut dabei, brechen dann aber nach der Pause ein, vor allem defensiv. Vermutlich muss Jarrett Allen mehr Spielzeit bekommen, denn DeAndre Jordan hinterlässt bisher einen miserablen Eindruck.

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