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NBA: Philadelphia 76ers beenden Höhenflug der Hawks - Comeback von Damian Lillard nicht belohnt

Von SPOX
Joel Embiid bringt Hawks-Verteidiger John Collins mit einem irren Slam aufs Poster.

Die Atlanta Hawks mussten eine knappe Niederlage gegen die Philadelphia 76ers einstecken - es fehlten die Antworten gegen Joel Embiid. Derweil ballerte Damian Lillard die Portland Trail Blazers nur fast zum Comeback-Sieg gegen die Spurs und die L.A. Clippers fuhren einen lockeren Sieg ein.

Auch die Bucks hatten keinerlei Probleme mit ihrem Gegner, während die Knicks ihren ersten Saisonsieg feierten. Die Suns schnupperten gegen die Jazz an der nächsten Überraschung.

Detroit Pistons (2-2) - Indiana Pacers (0-3) 96:94 (BOXSCORE)

  • Die Indiana Pacers bleiben auch nach drei Spielen in der neuen Saison sieglos. Über mangelnde Chancen durften sich die Gäste in der Motor City an diesem Abend jedoch nicht beschweren. Nachdem die Pistons über weite Strecken der Partie geführt hatten, machte es Indy in den finalen Minuten noch einmal spannend. Drehen konnten sie das Spiel aber nicht mehr.
  • Das lag unter anderem an Malcom Brogdon, der zwar auf 15 Punkte und 11 Assists kam, in den letzten zwei Minuten aber drei, teils recht offene, Versuche von Downtown daneben setzte (insgesamt 1/6 Dreier). Auch T.J. Warren hatte nicht mehr Glück: Zwei seiner Versuche in den Schlusssekunden zur Führung waren viel zu kurz.
  • So siegten am Ende doch die Pistons, bei denen Christian Wood mit 19 Punkten (8/10 FG) und 12 Rebounds von der Bank eine starke Partie ablieferte. Andre Drummond legte ein beeindruckendes Double-Double auf (18 und 18), Derrick Rose erwischte dagegen einen eher gebrauchten Abend (10, 6 Assists, 4/16 FG). Er war es dennoch, der Detroit mit einem Korbleger gut 30 Sekunden vor dem Ende die Führung brachte.
  • Luke Kennard hatte anschließend die Möglichkeit, den Vorsprung von der Freiwurflinie auf 3 Punkte auszubauen, sein zweiter Freebie war aber zu kurz. Der Tip-In von Drummond wurde aufgrund von Offensiv-Goaltending zurückgepfiffen. So bekam Warren seine letzte Chance, die er aber ungenutzt ließ. Mit 19 Zählern (9/22 FG, 5 Steals) war er dennoch zweibester Scorer bei den Gästen, Domantas Sabonis legte 21 Zähler und 14 Bretter auf.

New York Knicks (1-3) - Chicago Bulls (1-3) 105:98 (BOXSCORE)

  • Dank des Comeback-Erfolgs gegen die Bulls hat nun auch die Franchise aus dem Big Apple den ersten Saisonsieg auf dem Konto. Dabei lagen die Knickerbockers schon früh zurück, im dritten Viertel betrug der Rückstand zwischenzeitlich noch 18 Zähler. Angeführt von Bobby Partis drehte NYK aber die Partie.
  • Der 24-Jährige kam in den ersten drei Spielen der neuen Saison insgesamt auf magere 18 Zähler, an diesem Abend schenkte er seinem Ex-Team aber 28 Punkte ein. "Ich hatte das Gefühl, dass ich in den ersten paar Spielen nicht ich selbst war und nicht die nötige Energie gebracht habe", so der Forward. "Ich musste einfach zu dem Spieler zurückkehren, der ich eigentlich bin."
  • Portis versenkte 10 seiner 14 Feldwurfversuche (4/4 Dreier) und schnappte sich 11 Rebounds, allein drei seiner Triples hämmerte er im Schlussabschnitt durch die Reuse. Der ging mit 33:18 deutlich an die Knicks. Hilfreiche Unterstützung erhielt Portis dabei auch von R.J. Barrett, der Nr.3-Pick avancierte mit 19 Punkten, 15 Rebounds und 5 Assists zum ersten Knicks-Rookie seit Bill Cartwright 1979 mit ähnlichen Zahlen.
  • Bei den Bulls war Wendell Carter Jr. mit 20 Punkten (7/9 FG), 10 Brettern und 3 Blocks bester Mann, Zach LaVine führte sein Team mit 21 Zählern an. Lauri Markkanen steuerte zusätzlich noch 18 Punkte bei, die dritte Niederlage im vierten Spiel konnte dieses Trio jedoch nicht verhindern.

Atlanta Hawks (2-1) - Philadelphia 76ers (3-0) 103:105 (BOXSCORE)

  • Nachdem Joel Embiid die vergangene Partie mit Knöchelproblemen aussetzen musste, war auch ein Einsatz gegen die Hawks lange fraglich. Der Center testete seine Fitness beim Warmmachen, gab grünes Licht und führte die Sixers schließlich mit 36 Punkten, 13 Rebounds und 5 Assists zum Sieg.
  • Philadelphia musste gegen die tapferen Hawks allerdings länger kämpfen, als es ihnen wohl lieb war. Trae Young stellte in einigen Szenen wieder einmal seine Brillanz unter Beweis (25 Punkte, 9 Assists), hatte in anderen Situationen aber auch Probleme mit der starken Sixers-Defense, die ihm nur wenig Raum bot (7 Turnover, 7/20 FG). John Collins (16 und 8) sowie De'Andre Hunter (14 und 9) lieferten gute Unterstützung.
  • Atlanta setzte sich im ersten Durchgang sogar bis auf 13 Zähler ab, doch der Vorsprung hielt nicht lange. Bis in die Schlussphase lieferten sich beide Teams letztlich ein ausgeglichenes Duell. Nachdem Collins 8 Sekunden vor dem Ende einen vergebenen Freiwurf von Young per Tip-In zum Ausgleich versenkte, konnte er Embiid auf der Gegenseite nur mit einem Foul stoppen. Der Sixers-Big zeigte keine Blöße von der Freiwurflinie, ein letzter Dreier von Vince Carter mit dem Buzzer scheiterte am Ring.
  • Den kompletten Abend über hatte Collins seine Mühen mit dem Kameruner. Embiid versenkte 12 seiner 19 Versuche aus dem Feld, blieb perfekt von der Linie (10/10 FT) und kam zusätzlich noch auf 3 Steals (bei 7 Turnover). Collins Schädel dürfte vor allem nach einem Monster-Dunk von Embiid über den Hawks-Big ordentlich gebrummt haben. "Er war unser Kronjuwel. Wir haben ihn gebraucht, vor allem offensiv", fasste Sixers-Coach Brett Brown Embiids Leistung zusammen.
  • Neben Embiid lieferten auch Josh Richardson (14 Punkte), Ben Simmons (13, 6 Rebounds und 6 Assists) oder Tobias Harris (13) solide Partien ab. Letzterer hatte aber ähnlich wie viele seine Kollegen Probleme mit dem Distanzwurf, Philly traf nur 26,8 Prozent von Downtown (11/41 Dreier).
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