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NBA: Dennis Schröder überzeugt bei OKC-Gala gegen blamable Golden State Warriors

Dennis Schröder machte für OKC ein starkes Spiel gegen die Golden State Warriors.

Die Oklahoma City Thunder mit dem deutschen Nationalspieler Dennis Schröder haben ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen die zuvor ebenfalls noch sieglosen Golden State Warriors gewann OKC locker mit 120:92. Schröder war mit 22 Punkten Topscorer der Thunder.

Was für eine Abreibung für Stephen Curry und Co. Schon zur Pause lagen die Warriors mit 33 Punkten hinten, später waren es sogar 42. Einen großen Anteil an der OKC-Gala hatte Schröder, der schon zur Pause 16 Punkte eingesammelt hatte und am Ende mit 22 Zählern (9/13 FG, 8 Rebounds, 6 Assists, 4 Steals) Topscorer war. Überzeugen konnten neben dem Deutschen auch Danilo Gallinari (21) und Shai Gilgeous-Alexander (19, 9 Rebounds). Für die Gäste besorgte Curry mit 23 Zählern (7/18 FG) die meisten Punkte.

OKC setzte auf das gleiche Lineup der ersten Spiele mit Chris Paul, Shai Gilgeous-Alexander, Terrance Ferguson, Danilo Gallinari und Steven Adams. Bei den Warriors gab es dagegen einen Wechsel. Kevon Looney, bei dem ein Nervenleiden diagnostiziert wurde, wurde durch Marquese Chriss ersetzt. Komplettiert wurde die Starting Five mit Curry, Russell, Glenn Robinson III und Draymond Green.

Für die Warriors gab es aber zu Beginn ein Deja-Vu. Gegen die Clippers setzte es einen 0:14-Lauf, diesmal gruben die Kalifornier sich ein schnelles 3:15-Loch, wobei Gallinari die ersten 8 Zähler erzielte. Außer ein paar Einzelaktionen von Curry lief nicht viel zusammen. Das galt auf OKC-Seite nicht für Dennis Schröder, der von der Bank kommend schnell 7 Punkte einstreute. Mit 35:20 ging das erste Viertel an die Gastgeber, CP3 besorgte mit einem Step-Back-Dreier einen würdigen Schlusspunkt.

Dennis Schröder überzeugt - D'Angelo Russell wird rausgeschmissen

OKC setzte sich weiter ab, vor allem das Two-Man-Game zwischen Schröder und Nerlens Noel funktionierte vorzüglich, der Vorsprung wuchs und wuchs. Golden State war völlig von der Rolle und lag zur Pause schon mit 37:70 hinten. Nach dem Wechsel legten die Warriors zwar einen kleinen Run hin, doch Shai Gilgeous-Alexander konterte dies mit einigen netten Drives. Frust machte sich breit und Russell wurde nach zwei technischen Fouls innerhalb einer Sequenz rausgeschmissen, als er sich über einen ausgebliebenen Pfiff echauffierte.

OKC zeigte in der Folge keine Gnade und hatte schon im dritten Viertel 100 Punkte eingesammelt. Warriors-Coach Steve Kerr hisste darum zu Beginn des Schlussabschnitts die weiße Flagge und leerte seine Bank. Es war nur noch ein Schaulaufen, zwischenzeitlich betrug der Vorsprung 42 Punkte für die Thunder, die damit ihren ersten Saisonsieg einfuhren.

Die wichtigsten Statistiken

OKC Thunder (1-2) vs. Golden State Warriors (0-2) 120:92 (BOXSCORE)

  • Die erste Halbzeit der Warriors war schlichtweg schockierend. 27,5 Prozent aus dem Feld, 15,8 Prozent aus der Distanz, nur 11 Field Goals bei 12 Ballverlusten. Viel schlechter kann man eine erste Halbzeit eigentlich nicht bestreiten. Doch auch nach dem Wechsel trat nur minimale Besserung ein.
  • 33 Punkte betrug der Rückstand zur Pause, das gab es zuletzt im März 1997. Gegner damals waren die Seattle SuperSonics, die Vorgänger-Franchise der Thunder.
  • Doch auch defensiv boten die Warriors wenig an. OKC hatte in den ersten beiden Spielen jeweils nicht die 40 Prozent aus dem Feld geknackt und war jeweils unter 100 Punkten geblieben. Gegen Golden State standen dagegen schon nach 24 Minuten 70 Punkte auf der Habenseite. Vor allem von Downtown lief es, von 17 Versuchen gingen 9 durch die Reuse.
  • Die Quoten blieben auf Thunder-Seite hoch, auch wenn es im Prinzip zwölf Minuten Garbage Time gab. 56 Prozent aus dem Feld und immerhin noch 47 Prozent waren stark. Von Downtown lagen die Quoten zwischenzeitlich bei rund 60 Prozent.
  • Einziger Makel der Thunder-Vorstellung waren einige unnötige Ballverluste. Am Ende waren es 22, viele davon auch in der Garbage Time. Doch auch zuvor gingen die Rotationsspieler von OKC teils etwas sorglos mit dem Spalding um.

OKC Thunder vs. Golden State Warriors: Die Stimmen zum Spiel

Shai Gilgeous-Alexander (Thunder): "Das war ein echter Teamerfolg für uns. Wir haben vier Viertel stark verteidigt und unseren Plan für das Spiel exakt umgesetzt."

Steve Kerr (Head Coach Warriors): "Ich freue mich auf mein Modelo (ein mexikanisches Bier, Anm. d. Red.), welches in der Kabine auf mich wartet."

Draymond Green (Warriors): "Die Realität ist, dass wir im Moment richtig scheiße sind. Unsere Defense ist nicht-existent."

Der Star des Spiels

Dennis Schröder. Lange ist es her, dass der Deutsche solch ein starkes Spiel absolviert hat. Der Braunschweiger war sofort heiß und traf konstant seine Sprungwürfe. Nach dem Wechsel verteilte Schröder dann die Bälle vermehrt und machte dabei kaum Fehler. Nicht weniger Spaß machte übrigens SGA, der in größerer Rolle bei OKC aufblüht.

Der Flop des Spiels

D'Angelo Russell ist einfach noch nicht in der Bay Area angekommen. Der Guard, der im Sommer von den Nets kam, war offensiv kaum sichtbar und am hinteren Ende wurden seine Schwächen gnadenlos aufgedeckt. Höhepunkt war dann sein Rauswurf. Das Zeugnis des Abends: 6 Punkte (3/10 FG) und 2 Assists in 22 Minuten.

Die Szene des Spiels

Schon in der vergangenen Saison sah man häufig die gute Chemie zwischen Schröder und Noel, so auch in dieser Partie. Das Highlight war das traumhafte Alley-Oop-Anspiel des Deutschen von der Dreierlinie zum wartenden Noel. Das Ganze geschah dabei nicht etwa in Transition, sondern im Halbfeld, was auch einiges über die verheerende Defense der Warriors in diesem Spiel aussagte.

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