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NBA Power Ranking im Dezember: Die Celtics drängen nach oben

Kyrie Irving und die Boston Celtics rollen das Feld im Osten langsam von hinten auf.
© getty

Von 9 auf 10: Indiana Pacers (17-9).

Die letzten elf Spiele hat Victor Oladipo allesamt aussetzen müssen. Eigentlich hätten die Alarmglocken da klingen müssen - Indiana gewann stattdessen sieben davon! Einerseits mit der ekligsten Defense diesseits von OKC (101,7), andererseits auch mit einem recht gnädigen Schedule. Das soll die Leistungen aber nicht kleinreden: Bojan Bogdanovic war zuletzt on fire, Domantas Sabonis spielt ohnehin eine fabelhafte Saison als Sixth Man. Mit der Dipo-Rückkehr könnte es noch einmal weiter aufwärts gehen. Werden die Pacers als "fünfte Kraft" im Osten zu oft vergessen?

Von 8 auf 9: Los Angeles Clippers (17-10).

Man kann noch nicht behaupten, dass die Clippers "entschlüsselt" oder "am Taumeln" wären, zuletzt ging ihr Trend aber nicht mehr so stark nach oben (6-4 in den letzten Spielen) und von den letzten sechs Spielen wurden vier verloren. Für sie spricht weiterhin die starke Bilanz in engen Spielen (12-5), die Defense ließ zuletzt jedoch nach. Und die Clippers weigern sich etwas zu vehement, Dreier zu werfen (Dreier-Rate nur Platz 28). Das ist noch nicht besorgniserregend, aber viele Ausrutscher darf sich L.A. im Westen nicht erlauben. Die nächsten Spiele finden fast alle gegen gute Teams statt.

Von 13 auf 8: Los Angeles Lakers (17-10).

Auch nach zwei Saisonmonaten bleiben die Lakers schwer einschätzbar, weil man selten weiß, welche Version man erleben wird. Aber sie sind definitiv stabiler geworden, Rajon Rondo wird wenig überraschend nicht vermisst und langsam kommt Brandon Ingram besser zur Geltung, gerade mit der Second Unit. Seit der Ankunft von Tyson Chandler stellt L.A. zudem eine Top 3 Defense! Und LeBron James ... beim aktuellen Kurs ist am Ende auch MVP-Award Nr. 5 nicht unrealistisch. Nur wenige All-Stars würden aus diesem Team ein Playoff-Team machen, mit LeBron ist Heimvorteil in Reichweite.

Von 5 auf 7: Denver Nuggets (18-9).

Die Nuggets hat es zuletzt richtig übel erwischt. Denver muss vorerst ohne Gary Harris und Paul Millsap auskommen, dazu fallen Will Barton, Isaiah Thomas und Michael Porter ohnehin aus. Kurzfristig wird sie das zurückwerfen, das Team ist aber gut und tief genug, um sich zumindest über Wasser zu halten. Offensiv wie defensiv rangiert Denver beim Rating in der Top 10, das schaffen sonst nur Milwaukee und Toronto. Nun sind jedoch die beiden wohl wichtigsten Two-Way-Player raus. Um das aufzufangen, müssen Nikola Jokic und Jamal Murray noch konstanter dominieren.

Von 7 auf 6: Philadelphia 76ers (19-9).

Beim letzten Power Ranking hatte Jimmy Butler sein Debüt noch nicht absolviert - mittlerweile hat er zwei Game-Winner und etliche weite starke Clutch-Leistungen hinter sich, Philly hat zehn von 13 Spielen gewonnen. So weit, so gut; allerdings muss man einige Entwicklungen im Auge behalten. Ben Simmons wird von guten Defenses im Halbfeld abgemeldet, Joel Embiid meckerte zuletzt über seine Rolle - wobei er wohl übermüdet war und deshalb schwach spielte. Philly ist schon jetzt richtig gut, kann und muss jedoch noch weiter zusammenwachsen und ein wenig an der Tiefe arbeiten.

Von 10 auf 5: Boston Celtics (16-10).

Die Bilanz mag immer noch nicht beeindrucken, aber kein Team hat über den letzten Monat so große Fortschritte gemacht wie die Celtics. Seit dem letzten Power Ranking haben sie das mit Abstand beste Net-Rating (+11,6), wobei der Sieg gegen die Meuterei-Bulls das natürlich verzerrt. Wichtiger: Jayson Tatum ist wieder Jayson Tatum, die Anpassungen an der Starting Five haben gefruchtet - und Gordon Hayward ist als Playmaker von der Bank wieder ein wertvoller NBA-Spieler! Boston ist noch nicht so gut wie erhofft, aber es sieht lange nicht mehr so schlecht aus wie vor einigen Wochen.

Von 6 auf 4: Oklahoma City Thunder (17-8).

Kaum zu glauben, dass dieses Team seine ersten vier Spiele verloren hat - seither ist wohl kein Team in der NBA besser unterwegs. OKC hat die stärkste Defense und mittlerweile das viertbeste Net-Rating (6,4), obwohl Russell Westbrook derzeit vielleicht der schlechteste High-Volume-Shooter seit Charles Barkley ist (5,1 3PA bei 23,2 Prozent!). OKC ist athletisch, schnell, tiefer als in den letzten Jahren und aufgrund der Länge richtig eklig zu spielen. Was dabei zu oft untergeht: Paul Georges bärenstarke Saison! Offensiv könnte sich dieses Team sogar noch steigern.

Von 3 auf 3: Milwaukee Bucks (18-8).

Die Advanced Metrics lieben dieses Team, die Bucks haben das beste Net-Rating (9,3) und auch das beste Simple Rating System. Praktisch: Milwaukee gewinnt oft deutlich, auch gegen gute Teams. Dadurch werden Ratings geschönt, auch wenn Milwaukee in knappen Spielen seine Probleme hat, sogar gegen Phoenix und New York wurde verloren. Der knappe Sieg gegen Toronto zeigte dennoch: Dieses Team geht im neuen System und seinem Team-Basketball mittlerweile richtig auf. Auch George Hill könnte sich als wertvoller Zugang herausstellen. Der Top-Seed scheint in Reichweite.

Von 2 auf 2: Toronto Raptors (22-7).

Vor dem Spiel gegen die Clippers fing man langsam an, sich Sorgen um Kyle Lowry zu machen, der in den Spielen zuvor nicht einmal 20 Prozent aus dem Feld erreichte. Nach wie vor sieht seine Ausbeute gegen gute Teams eher dürftig aus und bereitet zumindest Stirnrunzeln. Generell ist das zum Start so starke Shooting des Teams etwas abgekühlt. Aber: Kein Team war bisher so konstant, nur die Bucks sind beim Net-Rating besser. Mit den Raptors ist zu rechnen - und Kawhi Leonard (MVP) sowie Pascal Siakam (MIP) haben gute Karten auf individuelles Edelmetall am Ende der Saison.

Von 1 auf 1: Golden State Warriors (19-9).

Die Zeit ohne Draymond Green und Stephen Curry verlief nicht immer glorreich, aber langsam sind die Dubs wieder komplett - und dann ist nach wie vor wenig Kraut gegen dieses Team gewachsen. Von zwölf Spielen mit Green, Curry, Klay Thompson und Kevin Durant im Lineup haben sie elf gewonnen. Steve Kerr fasste es nach dem Minnesota-Spiel gut zusammen, als er über Curry sprach: "Er ist gut im Basketball. Ich werde jeden Tag nach seiner Leistung gefragt. Ich weiß nicht mehr, wie ich das beantworten soll. Nichts, was er tut, überrascht mich noch." Das gilt für das ganze Team.

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