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NBA

5 Fragen zu LeBron James: L.A. erstrahlt im alten Glanz - im Osten nur Trümmer

LeBron James spielt künftig für die Los Angeles Lakers.
© getty

Welche Auswirkungen hat der Move auf die Liga - ist der Osten noch ernst zu nehmen?

Wie schon 2010 und 2014 hat LeBron gezeigt, dass der Move eines einzelnen Spielers die Machtverhältnisse in der Liga extrem beeinflusst. Die Lakers werden zu einem Top-Team, die Cavs wieder irrelevant - und gleichzeitig zeigen die drei Folge-Moves nach LeBrons Entscheidung auch, dass Spieler mit königlichem Format große Kettenreaktionen hervorrufen. Auch in der Zukunft, wenn beispielsweise Kevin Durant (vermutlich) erneut Free Agent wird und mal schaut, wie sich der Markt mit den neuen LeBron-Lakers entwickelt.

Die viel zitierte und nicht vorhandene Balance zwischen der Western und Eastern Conference ist allerdings das Thema, das hier die größte Rolle einnimmt. Mit den Warriors und Rockets gab es im letzten Jahr schon die beiden deutlich besten Teams der Liga im Westen, nun gibt es mit den Lakers ein drittes Team, das in diesen Kreis hinein will - und es auch schaffen kann, wenn noch weitere Moves folgen sollten.

Hinzu kommen mit den Thunder oder Spurs (mit Leonard) weitere Top-Teams oder mit den Jazz, Wolves und Nuggets aufstrebende Mannschaften. Es überhaupt in die Playoffs zu schaffen, wird eine Mammut-Aufgabe. Und der Osten? Der kommt mit den 76ers und Celtics daher - die aber noch viel tun müssen, um wirklich ein Contender und kein Sparrings-Partner für den West-Vertreter in den Finals zu sein. Und Teams wie die Cavs dürfen sich tatsächlich Hoffnungen machen, sich weiterhin für die Playoffs zu qualifizieren (siehe Frage 3).

Vielleicht gibt es noch Hoffnung, dass mit Kawhi Leonard ein Two-Way-Superstar die Himmelsrichtung wechselt. Doch erstens müssen ihn die Spurs gar nicht abgeben, zweitens steht ein großes Fragezeichen hinter seiner Gesundheit und drittens werden die Spurs, so sie ihn denn traden, das aufnehmende Team ordentlich melken. Weder die Sixers noch die Celtics wird es in dieser Form plus Leonard geben können.

Commissioner Adam Silver hat jüngst immer wieder betont, dass es eine Revolution des Playoff-Formats in absehbarer Zukunft nicht geben wird, vor allem aus dem altbekannten Grund, dass die Spielorte - beispielsweise Miami und Portland - für eine einfache Erstrundenserie viel zu weit auseinanderliegen.

Die aus den Fugen geratene Balance wird deshalb 2018/19 möglicherweise historische Ausmaße annehmen. Nach aktuellem Stand spielen zwölf Spieler, die es mal in ein All-NBA First Team geschafft haben im Westen, darunter Superstars wie LeBron, Kevin Durant, Stephen Curry, James Harden oder Russell Westbrook in ihrer Prime.

Der Osten hält mit Joakim Noah dagegen.

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