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Dank Butler! Zipser siegt im deutschen Duell

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Was für ein packendes Duell im Playoffkampf. Die Chicago Bulls (37-39) und Atlanta Hawks (39-37) schenken sich nichts, Paul Zipser dreht früh auf, Rajon Rondo und Dennis Schröder liefern sich ein grandioses Point-Guard-Duell, für die Entscheidung sorgt aber ein überragender Jimmy Butler, der zwei Sekunden vor dem Ende den 106:104-Sieg klar macht.

Als Jimmy Butler zwei Sekunden vor dem Ende die zwei entscheidenden Freiwürfe zum Sieg verwandelte, feierten ihn die Fans in Chicago mit MVP-Rufen. Sie hatten allen Grund dazu. Der Flügelspieler war mit 33 Punkten (11/20 FG) und 8 Assists der Matchwinner der Chicago Bulls.

Paul Zipser hatte mit 8 Punkten im ersten Viertel für Aufsehen gesorgt, blieb am Ende bei 10 Zählern (3/5 FG) stehen und musste in der Crunchtime für Konkurrent Denzel Valentine (13 Punkte, 5/11 FG) Platz machen. Neben Butler glänzte vor allem Rajon Rondo und zeigte mit 25 Punkten (11/18 FG), 11 Rebounds und 6 Assists sein wohl bestes Saisonspiel.

Damit lieferte sich Rondo auch ein großartiges Duell gegen Dennis Schröder. Der Hawks-Spielmacher trieb die Bulls lange mit seinen Drives zur Verzweiflung und war mit 29 Punkten (12/19 FG), 7 Rebounds und 6 Assists Atlantas bester Mann. Auch Tim Hardaway (20 Punkte, 6/16 FG) und Dwight Howard (13 Punkte, 12 Rebounds) agierten auffällig.

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Die Reaktionen:

Jimmy Butler (Bulls): "Ich habe heute gesehen, dass alle das getan haben, was sie sollten. Hart spielen, offene Würfe nehmen, nicht zu viel versuchen. Genau das brauchen wir."

Dennis Schröder (Hawks): "Sie sind gut zurückgekommen, aber wir müssen in der Schlussphase einfach einen besseren Job machen, mehr Picks and Rolls spielen und vor allem besser auf den Ball aufpassen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Alles beim Alten bei beiden Teams. Hoiberg vertraute wieder seiner liebsten Startformation um Rondo, Butler, Zipser, Mirotic und Lopez, die zuletzt auch beim Sieg gegen die Cavs auf dem Feld stand. Bei den Hawks mit Schröder, Hardaway Jr., Prince, Ilyasova und Howard ebenfalls nichts Neues.

1. Viertel: Zipser kam stark ins Spiel, zwei Dreier und Freiwürfe im direkten Duell mit Schröder brachten dem Forward schon nach fünf Minuten acht Punkte. Generell trafen die Bulls zu Beginn gut und setzten sich gleich mit sieben Punkten ab. Gegen Ende des Viertels führten die Hawks-Reservisten Atlanta aber wieder heran. Chicago rettete schließlich eine 23:21-Führung ins zweite Viertel.

2. Viertel: Zu Beginn strauchelten beide Teams und vergaben jede Menge offene Würfe. Die Bulls fingen sich als erstes wieder und bauten die Führung mit gutem Teamwork etwas aus, ohne sich jedoch absetzen zu können. Erst gegen Ende des Viertels zogen die Hausherren etwas davon. Nach einem Block von Zipser gegen den Layupversuch von Schröder baute Rondo auf acht Punkte Vorsprung aus. Zur Pause führte Chicago 52:46.

3. Viertel: Die Bulls fanden auch in der zweiten Hälfte gut ins Spiel. Gerade Butler und Rondo drehten auf. Der Spielmacher fand Zipser mit einem tollen Zuspiel und baute kurz darauf per Dreier auf zehn Punkte aus. Auf der Gegenseite konterte aber Hardaway Jr. Durch ein And One mit Foul von Zipser verkürzte er auf fünf. Schröder besorgte von der Freiwurflinie die Führung und baute diese mit drei Layups in Folge aus. Für ein Highlight sorgte schließlich Bazemore mit einem Buzzer-Dreier knapp hinter der Mittellinie zum 84:79.

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4. Viertel: Atlanta setzte sich früh mit zehn Punkten ab, während Chicagos Bankspieler ungefährlich blieben. Doch Butler und Rondo führten die Bulls wieder heran, auf der Gegenseite konterte vor allem Schröder immer wieder per Drive. Zwei Minuten vor dem Ende glich Butler per Dreier wieder aus. 35 Sekunden vor Schluss holte Schröder per Floater die Führung zurück, die Butler prompt wieder per Layup konterte. Mit 25 Sekunden auf der Uhr verlor Schröder den Ball gegen Carter-Williams. Butler zog im anschließenden Angriff das Foul beim Jumper und verwandelte beide Freiwürfe zum 106:104. Den Hawks blieben 2,1 Sekunden für den letzten Angriff. Hardaway bekam noch einen guten Dreier, vergab aber knapp. Die Entscheidung.

Bulls vs. Hawks: Hier geht es zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Jimmy Butler. Der Bulls-Flügel stand die komplette zweite Halbzeit auf dem Feld. Das hatte seinen Grund, denn ohne Butler kam Chicagos Offensive komplett zum Erliegen. Mit ihm drehten die Bulls aber auf. Egal gegen wie viele und welche Verteidiger - Butler fand immer einen Weg zu punkten. Als er schließlich gedoppelt wurde, fand er seinen offenen Mitspieler. Die letzten sieben Punkte seines Teams erzielte er selbst und entschied so das Spiel.

Der Flop des Spiels: Kent Bazemore. Der Flügelspieler verteidigte Butler über weite Strecken der zweiten Hälfte und foulte ihn im entscheidenden letzten Angriff beim Wurf. Davon abgesehen lief bei Baze aber auch offensiv, wo er nur 2 seiner 8 Feldwürfe verwandelte, nichts zusammen.

Das fiel auf:

  • Das Match lebte von der Spannung und von seinen Einzelspielern. Zur Pause zeigten schon die Statistiken, wie ausgeglichen das Spiel war. Remis beim Reboundduell (23:23) und fast die gleiche Feldwurfquote. Die Bulls trafen lediglich zwei Dreier mehr. Schon früh deutete sich an, dass die Stars den Unterschied machen mussten.
  • Die Defense auf beiden Seiten zeigte einige Aussetzer, die Offense war dagegen oft von Einzelaktionen abhängig. Die Bulls verließen sich sehr auf den Jumper von Butler und den Drive von Rondo. Jimmy Buckets traf vor allem im dritten Viertel, als er alleine 16 Punkte erzielte, fast alles. Die Hawks dagegen setzten in fast jedem Spielzug auf Schröder-Drives oder den Jumper von Hardaway Jr., wobei gerade Schröder den Bulls große Probleme bereitete.
  • Die Hawks fanden dagegen lange kein Mittel gegen den effizienten Butler, fingen aber gegen Ende des dritten Viertels an, den Flügelspieler zu doppeln. Das funktionierte zunächst äußerst gut, weil die anderen Bulls bis auf Rondo nur selten für Entlastung sorgen konnten. Doch Butler fand immer wieder kreative Lösung und befreite sich aus jeder Drucksituation.
  • Paul Zipser und Dennis Schröder liefen sich auf dem Feld aufgrund ihrer unterschiedlichen Positionen nur selten über den Weg. Wenn die beiden direkt aufeinandertrafen, behielt Zipser meist die Oberhand. Im ersten Viertel zog er im Low Post Freiwürfe gegen Schröder, im zweiten glänzte er mit einem feinen Block.
  • Ansonsten kümmerte sich Zipser in der Defensive um Tim Hardaway Jr., wo er seinen Job eine Halbzeit lang sehr ordentlich machte. Zur Pause hatte der Shooting Guard gerade einmal 2 von 7 Wurfversuchen aus dem Feld verwandelt. Gerade im dritten Viertel kam Zipser aber in einigen Szenen einen Schritt zu spät und ließ seinen Gegenüber heißlaufen. Weil Valentine in der zweiten Hälfte offensiv mehr leistete, sah Zipser schließlich auch keine Crunchtime-Minuten.

Der Spielplan im Überblick

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