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NBA

Splash Brothers erzwingen Sieg im MSG

Trotz schwachem Start avancierte Stephen Curry im Madison Square Garden zum Matchwinner

Das war ein hartes Stück Arbeit! Die Golden State Warriors (51-11) haben nach zwei Pleiten in Serie wieder gewonnen. Gegen die New York Knicks (25-38) waren dabei mal wieder Stephen Curry und Klay Thompson die Hauptverantwortlichen. Curry erreichte beim 112:105 zudem einen weiteren Meilenstein.

Es war keine unbedingt leichte Aufgabe für die Warriors. Nach zwei Niederlagen in Folge kamen sie auch in New York lange kaum in die Gänge und lagen zur Halbzeit sogar noch mit 49:50 zurück. Danach steigerte sich der Champion von 2015 jedoch deutlich - und das hatte vor allem mit Stephen Curry zu tun.

Auch der zweifache MVP tat sich zunächst schwer, er beendete die Partie letztlich aber trotzdem mit starken 31 Punkten (11/24 FG, 5/13 3FG), 8 Rebounds und 6 Assists. Mit seinem dritten Dreier der Partie überholte Curry Chauncey Billups in der ewigen Bestenliste der Dreierschützen und belegt fortan Platz 10.

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Unterstützung bekam Curry vor allem von Klay Thompson (29 Punkte), Draymond Green (13) und Zaza Pachulia (10). Bei den Knicks waren Derrick Rose (28), Carmelo Anthony (15) und Kristaps Porzingis (24, dazu 15 Rebounds) die besten Punktesammler.

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Die Reaktionen:

Stephen Curry (Warriors): "Wir wussten, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, wenn wir einfach unseren Stiefel runterspielen."

Steve Kerr (Head Coach Warriors) über den verletzten Kevin Durant: "Wir halten uns bisher einfach nur über Wasser. Es ist gut, auch endlich ohne ihn zu gewinnen. Aber das wird ja noch eine Weile so bleiben, also sollten wir uns besser daran gewöhnen."

Kristaps Porzingis (Knicks): "Wenn wir hier eines Tages auf ihrem Level spielen könnten, wäre es glaube ich zehnmal größer, einfach weil es New York ist. Die Stadt ist hungrig auf Basketball, hungrig auf Erfolg"

Draymond Green stinksauer auf Knicks: "Respektlos und lächerlich"

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Knicks begannen die Partie wie erwartet mit Rose, Lee, Anthony, Thomas und Porzingis. Die Dubs nahmen im Vergleich zur Pleite gegen Chicago eine Änderung vor: Für McCaw rückte Rückkehrer Barnes in die Starting Five und begann neben Curry, Thompson, Green und Pachulia.

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1. Viertel: Beide Teams kamen schleppend in die Partie. Zwar legte Thompson gut los, Curry hatte dafür weiter Probleme und versemmelte die ersten vier Würfe. Bei den Knicks war es auch nicht besser - nach sechs Minuten hatten beide Teams kombiniert nur fünf Field Goals getroffen. Die Warriors waren jedoch das erste Team, das aufwachte. Dank 14 Klay-Zählern gingen sie mit einer 29:18-Führung ins zweite Viertel.

2. Viertel: Mit den Splash Brothers (und Melo und Rose) auf der Bank kamen die Knicks zurück ins Spiel. Porzingis machte dabei 7 Punkte in Folge und zwang den wütenden Kerr zu gleich zwei Auszeiten. 13 Punkte in Folge gelangen den Knicks insgesamt, bevor Curry endlich seinen ersten Dreier traf. Der Knoten platzte dadurch jedoch nicht, Steph verfehlte unter anderem sogar zwei Freiwürfe und einen offenen Floater. Golden State schwächelte weiterhin und ging folgerichtig mit 49:50-Rückstand in die Pause.

3. Viertel: In der ersten Halbzeit komplett unsichtbar, startete nun Anthony durch und markierte 9 schnelle Punkte. Überhaupt nahm die Partie mehr an Fahrt auf, wenngleich sie auf beiden Seiten keineswegs hochklassig geführt wurde. Gegen Ende des Viertels verloren die Knicks ohne Porzingis defensiv etwas den Fokus, sodass die Dubs mit mehreren offenen Layups eine 83:76-Führung herausspielen konnten.

4. Viertel: So richtig absetzen konnte sich Golden State nicht, während Curry auf der Bank saß. Baker brachte die Knicks sechs Minuten vor Schluss per Layup wieder auf 4 Punkte ran, Porzingis streute danach direkt einen weiteren Dreier ein. Näher kamen sie der Führung aber nicht mehr. Thompson traf ein paar Würfe, dann klaute Curry eine Minute vor Schluss erst Anthony den Ball und versenkte im Anschluss einen Stepback-Jumper über ihn zur 9-Punkte-Führung. Das war die Entscheidung.

Knicks vs. Warriors: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Die Splash Brothers. Sowohl Curry als auch Thompson standen zuletzt zurecht in der Kritik, aber beide lieferten in dieser Partie genau die richtige Antwort. Mit gemeinsam 60 Punkten waren sie die Hauptverantwortlichen für den Sieg, beide hatten auch in der Crunchtime einige wichtige Szenen. Es geht also doch noch.

Der Flop des Spiels: Lance Thomas. Unglücklicher Auftritt des Forwards. Natürlich ist er mehr für seine Defense gefragt und immerhin holte er 7 Rebounds, die 0/6 aus dem Feld jedoch taten seinem Team weh. In knapp 27 Minuten auf dem Court gelang ihm nicht ein einziger Punkt. Ebenfalls enttäuschend, weil vergleichsweise unsichtbar: Melo.

Das fiel auf:

  • Nach den schlechten Leistungen der letzten Tage war die große Frage natürlich, wie sich Curry präsentieren würde. Der Doppel-MVP versuchte auch viel, hatte zu Beginn aber erneut massive Wurfprobleme und setzte die ersten vier Triples auf den Ring. Dafür zog er immerhin einige Fouls und bewegte den Ball gut. Irgendwann kam dann auch endlich der Wurf zurück, auch wenn man von ihm sicherlich schon deutlich bessere Spiele gesehen hat.

  • Und das galt für sein gesamtes Team. Die Warriors haben ihr Mojo nach der Durant-Verletzung offensichtlich noch nicht wieder gefunden und spielten eine offensiv ganz schwache erste Halbzeit. Nur 36,2 Prozent aus dem Feld sprachen eine deutliche Sprache, auch die sieben Assists bei bei 17 Field Goals entsprachen keineswegs dem Dubs-Standard. Sehr viele ihrer Aktionen waren gewissermaßen Stückwerk.
  • Das gilt ja beinahe schon traditionell für die Knicks, die für ihren ersten Assist des Spiels sage und schreibe 16 Minuten brauchten. Danach brach jedoch der Bann - pikanterweise zu einer Zeit, in der Anthony und Rose jeweils auf der Bank saßen. Es lief nun fast alles über Porzingis, den Golden State einfach nicht in den Griff bekam. Ausgerechnet O'Quinn (4 Assists in sieben Minuten) avancierte in dieser Zeit zum Ballverteiler.
  • Fortan blieb die Offense der Knicks zumindest ordentlich. Was ihnen im Endeffekt aber wieder einmal das Genick brach, war die schlechte Defense. Zwar gab es ein paar schöne Blocks zu bestaunen, aber im Pick'n'Roll und auch im Fastbreak war die Knicks-Defense unheimlich leicht auszuhebeln. Selbst nach eigenen Punkten joggten sie teilweise so lustlos zurück, dass ein einziger Warriors-Akteur durchsprinten und locker zum Abschluss kommen konnte.
  • Die Crunchtime-Offense der Dubs war derweil auch nicht gerade beeindruckend. Ein großes Problem: McCaw verweigerte teils offenste Würfe und erlaubte es den Knicks damit immer wieder, die Defense neu zu sortieren - folglich musste Golden State vier gegen fünf spielen. Allerdings hatte sich auch Barnes zuvor nicht wirklich für mehr Spielzeit empfohlen.

Der Spielplan im Überblick

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