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Lasset die neue Serie beginnen

Von SPOX
Dennis Schröder machte gegen die Wizards ein starkes Spiel
© Getty
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New Orleans Pelicans (26-23) - Oklahoma City Thunder (25-24) 91:102 (BOXSCORE)

Der Term "Beast-Mode" sollte in Tagen nach dem Superbowl mit Seahawks-Beteiligung sparsam verwendet werden. Für Russell Westbrook gab es beim Duell gegen die Pelicans aber keine passendere Bezeichnung. Mit Career-High 45 Punkten (18/31 FG) bezwang der OKC-Spielmacher New Orleans quasi im Alleingang. Musste er auch.

Da Kevin Durant mit einer Zehenverletzung weiterhin ausfällt, hatte RW0 keinen zweiten Star an seiner Seite und war gezwungen, das Spiel in die Hand zu nehmen.

"Ich habe bloß nach einem Weg gesucht, um uns im Spiel zu halten und uns den Sieg zu bescheren", sagte Westbrook: "Wir mussten hier gewinnen und das war das einzige, was mir wichtig war."

Beim Duell der Tabellennachbarn kam Westbrook gleich heiß aus der Kabine und erzielte 19 Zähler im ersten Viertel. Aufgrund der starken Bank waren es dennoch die Pelicans, die zur Halbzeit in Führung lagen.

Nach der Pause übernahm Russ gemeinsam mit Serge Ibaka das Ruder und zusammen erzielten die beiden Thunder-Akteure 14 Punkte binnen vier Minuten. Damit war das Momentum bei OKC - ebenso wie eine zweistellige Führung, die das Team von Scott Brooks bis zum Ende nicht mehr hergab.

Oklahoma City punktete deutlich besser in der Zone als New Orleans (66:46) und hielt die Gastgeber bei lediglich 38,5 Prozent aus dem Feld. In Hälfte zwei trafen die Pelicans sogar nur 14 ihrer 46 Würfe.

Neben Westbrook kamen Ibaka, Dion Waiters und Anthony Morrow auf eine zweistellige Punkte-Ausbeute. Bei New Orleans war Allstar-Forward Anthony Davis der beste Mann (23 Punkte, 8 Rebounds).

San Antonio Spurs (31-18) - Orlando Magic (15-37) 110:103 (BOXSCORE)

Sie versuchten alles, um den amtierenden Champion in die Knie zu zwingen und um ihren Negativlauf endlich zu beenden. 38,9 Sekunden vor dem Ende war Orlando bis auf zwei Zähler an den Spurs dran, doch dann übernahmen die Haudegen aus San Antonio das Geschehen und brachten den Sieg nach Hause.

"Wir haben am Ende einige Big Shots getroffen, Tony hat einen gemacht, Boris hat einen gemacht. Aber allein die Tatsache, dass wir einen Weg gefunden haben, uns aus der Situation zu befreien und das Spiel zu gewinnen, ist ein gutes Zeichen für uns. Das schweißt weiter zusammen", analysierte Tim Duncan (26 Punkte, 10 Rebounds) nach der Partie.

Tony Parker zeigte sich allerdings auch von den Magic beeindruckt: "Orlando hat ein großartiges Spiel abgeliefert. Sie haben wirklich gut getroffen, starke Defense gespielt und es uns richtig hart gemacht. Aber wir haben zur richtigen Zeit die Stopps geschafft und die Würfe getroffen, die wir brauchten."

Dabei konnte San Antonio auch wieder auf Marco Belinelli (Leistenverletzung) zurückgreifen. Der Italiener stand nach 18 Spielen Pause wieder auf dem Feld und fügte sich mit 11 Punkten gleich gut ein. "Ich habe mich gut gefühlt. Ich habe keine Schmerzen mehr, aber es kann schon sein, dass ich morgen früh etwas spüren werde. Mein Selbstbewusstsein ist auf jeden Fall zurück."

Das ist nach zehn Pleiten in Serie bei den Magic nicht im Übermaß vorhanden. Tobias Harris rief die Kollegen auf, durchzuhalten: "Wir bleiben einfach weiter auf das fokussiert, was wir beeinflussen können und das ist jeden Abend alles zu geben."

Utah Jazz (17-32) - Memphis Grizzlies (37-12) 90:100 (BOXSCORE)

Jazz-Coach Quin Snyder blieb am Ende nichts anderes übrig als den Hut zu ziehen. Seine junge Truppe hatte sich nach Kräften gewehrt, aber war den Grizzlies körperlich dann doch nicht gewachsen. "Sie sind uns acht Jahre voraus. Diese Erfahrung und Physis ihrer Bigs ist enorm. Ich glaube, wir können eine Menge von ihnen lernen", erklärte Snyder nach der Partie.

Marc Gasol, Zach Randolph und Backup Kosta Koufos sorgten für insgesamt 51 Punkte und dominierten die Zone. Dabei hatte der Spanier durchaus Respekt vor den jungen Jazz. "Es geht darum, hungrig zu bleiben und nicht zu zufrieden zu sein. Gegen so ein langes Team gewinnt man auswärts nicht einfach so. Du musst gut verteidigen und schnell wieder hinten sein", erklärte Gasol.

Memphis tat dies und fuhr so den achten Sieg in Serie ein. Kein Team im Westen hat aktuell eine längere Siegesserie. Gasol war mit 23 Punkten bester Werfer, Kollege Z-Bo legte das nächste Double-Double (18 Punkte, 11 Rebounds) auf und sorgte zudem für ein Highlight, als er mit dem Buzzer des ersten Viertels einen 60-Foot-Jumper versenkte. "Ich werfe diese Halfcourt Shots schon eine ganze Weile. Ich habe schon einige in meiner Karriere getroffen", tat Randolph die Sache aber schnell ab.

Trey Burke (21 Punkte) war bester Scorer für Utah, konnte seine Enttäuschung aber nicht verbergen. "Ich bin geknickt, weil wir verloren haben. Es ist immer blöd, wenn du verlierst, unabhängig davon, wie man selbst oder andere gespielt haben. Man will immer gewinnen. Jetzt das zweite Spiel in Folge verloren zu haben, schmerzt schon."

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