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NBA

Wizards gewinnen Overtime-Schlacht

Bradley Beal war mit 26 Punkten bester Werfer bei Washington
© getty

Die Washington Wizards haben auch das zweite Spiel bei den Chicago Bulls gewonnen und einen großen Schritt Richtung zweite Playoff-Runde gemacht. Beim 101:99-Sieg nach Verlängerung (BOXSCORE) war die Defensive in der Schlussphase entscheidend.

Es war ein unglaublich intensives Spiel 2 in Chicago. Die Wizards legten einen Blitzstart hin und führten früh in der Partie deutlich. Die Bulls bissen sich in der Folge zurück ins Spiel und hatten ihrerseits im vierten Viertel bereits einen 8-Punkte-Vorsprung. Doch Chicago musste dem immensen Kraftaufwand Tribut zollen und hatte der starken Defensive der Wizards nichts mehr entgegenzusetzen.

Bradley Beal war mit 26 Punkten bester Werfer auf Seiten von Washington. John Wall (16 Punkte, 7 Assists) legte einen guten Start hin, tauchte aber nach dem Wechsel lange ab. Erst am Ende trat der Point Guard mit klugen Entscheidungen wieder in den Fokus. Center Nene bestätigte seine gute Leistung aus dem ersten Spiel mit 17 Punkten und 7 Rebounds.

Bei den Bulls rehabilitierte sich D.J. Augustin für seinen schwachen Auftritt in Spiel 1 und legte von der Bank kommend mit 25 Punkten einen neuen persönlichen Playoff-Bestwert hin. Taj Gibson zeigte ebenfalls eine starke Leistung mit 22 Punkten und 10 Rebounds (9 davon offensiv!). Joakim Noah legte ein Double Double (20 Punkte, 12 Rebounds) auf.

Washington reist nun mit einer komfortablen 2:0-Führung zurück in die Hauptstadt, wo die nächsten beiden Partien stattfinden (Spiel 4 am So., ab 19 Uhr im LIVE-STREAM FOR FREE).

Die Reaktionen:

Bradley Beal (Wizards): "Wir müssen agieren, als wenn wir 0-1 oder 0-2 zurückliegen würden. Wir müssen wieder die Motivation an den Tag legen, die uns am Anfang ausgezeichnet hat. Wir müssen giftig bleiben und die Führung auch halten."

Kirk Hinrich (Bulls): "Ich bin mit dem Glauben aufgestanden, dass ich die Würfe heute alle treffe. Aber ich habe es heute nicht geschafft."

John Wall (Wizards): "Ich glaube, wir haben einen guten Job gemacht und sind ruhig geblieben. Am Anfang der Saison wären wir nervös geworden und wir versucht es im Eins-gegen-Eins zu regeln. Heute haben wir unserer Offense vertraut."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Beide Trainer ändern nichts. Die Bulls starten mit Hinrich, Dunleavy, Butler, Boozer und Noah. Für die Wizards stehen Wall, Beal, Ariza, Nene und Gortat auf dem Feld.

2.: Guter Start der Wizards! Wall trifft aus der Mitteldistanz, dann legt Beal den Dreier aus der Ecke nach. Auch Nene versenkt seinen ersten Wurf. 7:0-Start für Washington!

9.: Was ist denn hier los? Die Bulls werden förmlich überrannt. Wall und Beal verteidigen aggressiv und kommen so immer wieder ins Laufen. 26:12 für die Wizards.

12.: Da ist das Lebenszeichen der Bulls! Augustin versenkt zwei Dreier in Folge und das United Center tobt. Aber immer noch 20:29 aus Sicht von Chicago.

21.: Es wird ruppiger! Hinrich und Beal liefern sich ein Gerangel um die beste Ausgangsposition vor dem Einwurf. Es gibt für beide ein technisches Foul, aber die Bulls sind wieder da - dank Augustin! Der Guard trifft bereits seinen vierten Dreier. 9:0-Lauf der Bulls, aber noch 45:41 für Washington.

24.: Unfassbar! Wall nutzt den Block von Gortat, zuckt dann einmal hoch und trifft mit Brett trotz Kontakt von Hinrich. Auch der Bonus-Freiwurf sitzt. Im nächsten Angriff macht er Augustin nass. Gleiche Position, wieder drin! Mit 56:49 geht's in die Pause.

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27.: Die nächsten beiden technischen Fouls! Dieses Mal geraten Noah und Ariza aneinander. Vorher foult Nene Boozer und der versenkt beide Freiwürfe. 56:54 für die Wizards.

31.: Erste Führung der Bulls! Dunleavy trifft den Jumper nach Augustin-Assist. 65:64 für Chicago.

40.: Augustin macht ein unglaubliches Spiel. Der Guard versenkt den nächsten Jump-Shot. Sein Fuß steht auf der Dreierlinie, daher gibt's es nur zwei Punkte. Aber Augustin steht bereits bei 25 Punkten. 83:75 für die Bulls.

47.: Wow! Erst jagt Beal Butler den Ball ab, dann trifft er den Runner. Im nächsten Angriff macht er einen Freiwurf rein. Ausgleich! 91:91!

48.: Die Wizards haben den letzten Wurf. Der Ball landet bei Beal, aber der wird von Butler und Noah zu einem schwierigen Wurf gezwungen. Der Ball geht daneben. Verlängerung!

53.: Es ist ein Krimi! Noah macht nach der Auszeit zwei schnelle Punkte, beim anschließenden Einwurf begeht Wall ein Offensiv-Foul. Die Bulls haben wieder Ballbesitz. Noah wird gefoult und verkürzt von der Linie auf 99:101! Noch 35 Sekunden!

53.: Nach der Auszeit verwirft Beal den Jumper. Im nächsten Angriff foult Nene Hinrich, aber der Guard verwirft mit 2,9 Sekunden auf der Uhr den ersten Freiwurf. Den zweiten Ball legt er absichtlich daneben, aber die Wizards holen den Rebound und gewinnen!

Chicago Bulls vs. Washington Wizards: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Bradley Beal. Der Shooting Guard konnte sich im ersten Spiel kaum in Szene setzen. Das änderte sich in Spiel 2. Gerade zu Beginn sorgte Beal dafür, dass die Bulls keine Luft zum Atmen hatten. Immer wieder schaltete der Guard ins Transition Game um und machte einfache Punkte. Auch aus der Distanz traf er sicher. Nach der Pause tauchte er lange ab, um dann in den Schlussminuten der regulären Spielzeit sein Team in die Overtime zu führen. Am Ende standen 26 Punkte und 7 Rebounds bei einer ordentlichen Quote (9/20 aus dem Feld).

Der Flop des Spiels: Kirk Hinrich. Ohnehin hatte Hinrich keinen so großen Einfluss auf die Partie und stand klar im Schatten von Augustin. Wall bereitete dem Guard durchaus Probleme. Am Ende hätte er aber dennoch noch zum Helden werden können, aber ihm versagten die Nerven an der Freiwurflinie. Hinrich beendete die Partie mit 12 Zählern, 7 Rebounds und 4 Assists.

Das fiel auf:

  • Die Wizards starten gerne mal etwas lethargisch in die Partie und müssen dann einem Rückstand hinterherlaufen. Gegen die Bulls waren sie aber von Beginn an wach und machten sofort richtig Druck.
  • Gerade die in Spiel 1 eher schwachen Wall und Beal wollten es beweisen. Der Backcourt traf 6 der ersten 8 Würfe und besonders Wall spielte auch defensiv sehr aggressiv. Das führte zu einigen Ballverlusten der Bulls, die direkt in Fastbreak-Punkte umgemünzt wurden. Nach der Pause verloren die beiden Guards zwischenzeitlich ihren Rhythmus und kämpften mit Foulproblemen, um am Ende wieder zu glänzen.
  • Bulls-Coach Thibodeau verzichtete darauf nach den Problemen in der Defense in Spiel 1, die Matchups generell umzustellen. Zumeist verteidigte Noah gegen Nene und Boozer oder Gibson nahmen Gortat auf. Auf der anderen Seite verteidigte allerdings der Pole gegen Noah.
  • In Spiel 1 erlebte Augustin einen durchwachsenen Abend. Das schien ihn zu wurmen, denn der Guard führte sein Team nach dem schwachen Start mit 11 Punkten in 4 Minuten wieder ran. Er brachte die Energie von der Bank, die den Bulls am Anfang völlig abging. Auch das Pick'N'Roll mit Noah funktionierte viel besser, weil Augustin den Ball früher abspielte. So konnte der Franzose wieder mehr Angriffe aus dem Post initiieren.
  • Washington zeigte gutes Ball Movement am Perimeter und kam so zu einigen freien Dreiern. Allerdings ließen Webster und Ariza auch einige offene Würfe liegen. Auch bei den Bulls lief der Ball viel besser durch die eigenen Reihen. Zur Halbzeit ging den 19 Körben 12-mal ein Assists voraus. Im gesamten ersten Spiel waren es nur 13 Vorlagen.
  • Die Bulls arbeiteten vor allem am offensiven Brett richtig gut. Chicago holte insgesamt 17 Offensiv-Rebounds und bekam so einige Second-Chance-Möglichkeiten. Allein Gibson holte 9 offensive Boards.
  • Chicago ließ den Wizards viele Midrange-Jumper. Das ist eigentlich kein Wurf, den man gerne haben will, aber Washington ist bekannt dafür, gerne aus der Entfernung abzudrücken. Das funktionierte anfangs auch durchaus gut, aber mit Verlauf des Spiels häuften sich die Fahrkarten.
  • Am Ende ging Chicago ein wenig die Luft aus. In einem sehr intensiven Spiel standen Butler, Noah und Augustin nach dem Wechsel fast ohne Pause auf dem Feld. Das machte sich bemerkbar. Als die Wizards im Schlussviertel die Intensität erhöhten, hatte Chicago Probleme zurückzuschlagen. Die Bulls blieben über 6 Minuten ohne Punkt.

Die Playoffs im Überblick

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