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NBA

"James & Wade verlieren nicht noch ein Finale"

Von SPOX
Golf-Superstar Martin Kaymer setzt in den Finals auf LeBron James und die Heat
© spox

These: Sollte Dallas weder Dwight Howard noch Deron Williams bekommen, sollte Dirk Nowitzki doch noch mal wechseln/einen Trade fordern

Martin Kaymer: Ich bin ein großer Dirk-Nowitzki-Fan und ich habe mir dieses Jahr endlich ein Spiel von ihm live anschauen können. Ich habe mich bei seinem Titelgewinn in der letzten Saison extrem für ihn mitgefreut - nach so langer Zeit bei dem gleichen Team und der Kraft, die er für Dallas investiert hat, hatte er sich den Titel extrem verdient. Kaum vorstellbar, ihn woanders als in Dallas spielen zu sehen. Ich glaube, dass er unabhängig von Trade-Aktivitäten in Dallas seine Karriere bei den Mavericks beenden wird. Ein Titel bei einer anderen Mannschaft wird für ihn nie soviel Wert sein wie bei den Mavs. Ich schätze diese Loyalität sehr.

Philipp Dornhegge: Selbst wenn sie keinen bekommen, bin ich dennoch nicht der Meinung, dass Dirk wechseln sollte. Martin hat absolut recht. Nowitzki selbst ist ja total loyal und möchte seine gesamte Karriere gern bei den Mavs verbringen. Woanders würde es sich nicht genauso gut anfühlen, egal was er noch erreicht. Außerdem haben aus meiner Sicht Spieler, die immer nur für ein Team gespielt haben, im historischen Kontext einen besonderen Stellenwert. Magic, Bird, Russell, Stockton, Robinson, Miller, West, Baylor, Havlicek, von den noch Aktiven Duncan, Bryant, Pierce: Das sind schon Spieler, die insbesondere in den Herzen der eigenen Fans einen sehr speziellen Platz innehaben. Und ich bin mir sicher, dass das für Nowitzki eine gewisse Bedeutung hat. Nachdem er 2011 den Titel geholt hat, ist sein Anreiz, es auf Biegen und Brechen woanders zu schaffen, vermutlich nicht mehr so groß. Ich persönlich würde mich mehr über eine tränenreiche und hoch emotionale Verabschiedung aus Dallas nach dem Karriereende freuen, als wenn er meinetwegen in einem Lakers-, Bulls- oder Knicks-Trikot noch mal die Larry-O'Brien-Trophy in die Höhe reckt.

Haruka Gruber: Ein ganz klares: Nein! Wir Journalisten und einige Nowitzki-Fans würden sich freuen, wenn Dirk wechselt und es Neues zu berichten gäbe. Dennoch hat Philipp völlig recht mit der Argumentation, dass Dirk mit einem Trade und viel, viel Glück einen zweiten Titel gewinnen könnte - aber dafür etwas verliert, was wertvoller ist: dieses ganz besondere Standing in der NBA-Historie. Karl Malones Entscheidung, auf Teufel komm raus den Ring zu bekommen und zu den Lakers zu gehen, war falsch und seiner Karriere nicht würdig. Genauso traurig die letzten zwei Jahre von Patrick Ewing, als er New York verließ und nach Seattle und Orlando ging. Es bleibt etwas hängen an einem - sogar bei Gary Payton, obwohl er mit Miami ja dann doch die Championship holte. Daher weiß Dirk selbst am besten, dass ihm ein neuer Klub nichts geben kann, was er nicht schon hat. Die einzige Konstellation, die einen gewissen Charme hätte: Dirk spricht sich mit Buddy Steve Nash ab und beide unterschreiben bei einer Franchise, wo sie gemeinsam die letzten Profijahre genießen können. Aber: So anrührend das wäre, ist es genauso unrealistisch wie jedes andere Trade-Szenario. Zumal auch sportliche Gründe für den Status Quo sprechen: Die NBA ist so ausgeglichen besetzt, dass ich nicht wüsste, bei wem der Erfolg garantiert ist.

Florian Regelmann: Das Szenario, dass weder Howard noch Williams in Big D landen werden, halte ich für sehr realistisch. Die kolportierte Meinung, dass so viele Spieler gerne nach Dallas kommen wollen, gibt es übrigens nur in Dallas. So attraktiv, wie sie denken, sind die Mavs einfach nicht. Da kann ich mir ja eher vorstellen, dass Howard und Williams zusammen bei den Lakers landen. Sollten sie keinen der beiden bekommen, dann muss sich Mark Cuban erstens mal fragen, was er da angerichtet hat, angefangen mit dem sinnfreien Weggeben von Defensive Player of the Year Tyson Chandler. Und Nowitzki muss sich zweitens auch mal fragen, ob er bis zum Karriereende irgendwo im Nirgendwo herumgurken will. Die Sentimentalitäts-Nummer ist gut und schön, aber Dirk wird im Juni erst 34. Zwei Championships sind besser als eine Championship - und eine Chance auf eine Championship ist besser als keine Chance auf eine Championship. Zumal ein Trade auch für Dallas Sinn ergeben könnte. Die Mavs könnten ein klassisches Rebuilding starten (ein Pick von North Carolinas Kendall Marshall als neuem Franchise-Point-Guard wäre ein guter Start) und Nowitzki noch mal woanders angreifen. Normalerweise hätte ich gedacht, dass Dirk selbst Losing-Seasons noch ertragen würde aus Loyalität und Liebe zu Dallas, aber seitdem er letztens für mich etwas überraschend quasi gesagt hat, dass er auf ein Rebuild keinen Bock mehr hätte, halte ich einen Nowitzki-Trade für denkbar.

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