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Olympia

Mit viel Schlaf: Bolt aus dem Tief zur Topzeit

SID
Usain Bolt lieferte in Rom wieder mal eine Top-Show, inklusive Weltjahresbestzeit
© Getty

Usain Bolt sorgt stets für gute Unterhaltung. So auch in Rom. Erst ließ sich der Jamaikaner im Trikot der Squadra Azzurra mit einem Elektromobil durch das Olympiastadion von Rom fahren, dann sprintete er vor 60.000 jubelnden Zuschauern in 9,76 Sekunden zur Weltjahresbestleistung über 100 Meter.

Nach dem achtschnellsten Rennen der Geschichte drehte Bolt mit der italienischen Fahne in der Hand noch eine lockere Ehrenrunde. Nur zwei Läufer waren außer dem Olympiasieger und Weltmeister selbst in der Vergangenheit schneller gewesen.

"Seit ich in Europa bin, habe ich nicht so gut geschlafen. Also habe ich nach dem Rennen in Ostrau darauf geachtet, dass ich zeitig ins Bett gehe und mich richtig ernähre", sagte der 25-Jährige mit Blick auf den "Bummellauf" von Tschechien: "Mich haben gleich viele infrage gestellt, nur ich mich selbst nicht. Ich bin sehr zufrieden mit mir."

Ostrau der Tiefpunkt

Sechs Tage nach den enttäuschenden 10,04 Sekunden von Ostrau untermauerte der Superstar im ersten Aufeinandertreffen der Olympiasaison mit Ex-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika/9,91) und Europameister Christophe Lemaitre (Frankreich/10,04) seine klare Favoritenrolle auf die Goldmedaille in London.

Gleich um sechs Hundertstelsekunden drückte Bolt seine vorige Saisonbestzeit vom 5. Mai in Kingston. Dort hatte er im Gegensatz zum Diamond-League-Auftritt in Rom auch noch ordentliche Unterstützung durch Rückenwind gehabt. Bolt sagte entspannt lächelnd: "Die Leute erwarten immer solche Zeiten von mir, ich auch. Deshalb ist es kein wirklicher Druck für mich."

Sprint in Oslo am 7. Juni

Ex-Weltmeister Kim Collins aus St. Kitts und Nevis, Vierter in Rom, reagierte auf die Überlegenheit von Bolt mit Humor und glaubt nicht an eine ernsthafte Blöße des Imperators in wichtigen Rennen. "Ich kann Bolt schlagen", sagte er und fügt lächelnd hinzu: "Usain muss dazu einfach langsamer laufen."

Nur bei seinen drei Weltrekorden war Bolt schneller gewesen als nun in Italien. Die anderen Zeiten unter 9,76 gehen zu gleichen Teilen auf das Konto von Powell und US-Star Tyson Gay. Die nächste Bolt-Show auf dem Weg nach London ist für den 7. Juni zum Abschluss der Europa-Tournee in Oslo geplant.

Der Tiefpunkt von Tschechien, so langsam war er in seiner Karriere noch nie in einem Finale gewesen, hatte den Ausnahmeathleten selbst nicht beunruhigt: "Ich habe mir keine Sorgen gemacht. Es ist einfach nicht möglich, jedes Mal sehr schnell zu rennen."

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