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Wintersport

Schempp siegt in Pokljuka

SID
Simon Schempp sicherte sich den Sieg vor Routinier Björndalen
© getty

Biathlet Simon Schempp hat seinen Höhenflug fortgesetzt und in Pokljuka/Slowenien seinen siebten Weltcup-Sieg gefeiert. Sechs Tage nach seinem Erfolg in Hochfilzen setzte sich der Staffel-Weltmeister im Sprint über 10 km vor dem norwegischen Altmeister Ole Einar Björndalen (+15,2 Sekunden Rückstand) und Jewgeni Garanitschew (Russland/+25,1) durch, die ebenfalls ohne Fehlschuss blieben.

"Ich habe mich einfach gut gefühlt. Es ist der Wahnsinn, dass es wieder gereicht hat", sagte Schempp im ZDF: "Die Grundvoraussetzung dafür war das gute Schießen."

Schempp verschaffte sich damit auch eine glänzende Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Samstag (11.15 Uhr im LIVETICKER), bei dem er nun der Gejagte von Björndalen, Dominator Martin Fourcade (Frankreich) und Co. sein wird.

Ob sie ihn einfangen werden? Fraglich! Schempp lieferte nicht nur am Schießstand eine exzellente Leistung ab, sondern war auch der schnellste Läufer. "Das Niveau ganz vorne ist enorm hoch. Ich denke, dass es sich im Verfolger wieder zusammenschieben wird", sagte Schempp. Er untermauerte mit dem Sieg den bärenstarken Eindruck, den er in dieser Saison bislang bis auf eine kleine Ausnahme hinterlassen hat.

Saison mit Höhen und Tiefen

Schempp war als Zweiter in Östersund zunächst stark in die Saison gestartet, erlebte kurz darauf jedoch einen rabenschwarzen Tag und verpasste in Schweden als 77. des Sprints sogar die Qualifikation für die Verfolgung. Umso stärker meldete er sich in der Vorwoche mit den Plätzen eins (Sprint) und zwei (Verfolgung) in Hochfilzen zurück.

Einen starken Eindruck hinterließ erneut Benedikt Doll (Breitnau), der als Achter zweitbester Deutscher war. Der frühere Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer, der zum Saisonauftakt in Östersund noch mit zwei zweiten Plätzen geglänzt hatte, kehrte nach überstandener Grippe in die deutsche Mannschaft zurück. Die Querelen der vergangenen Tage machten sich allerdings noch deutlich bemerkbar - trotz fehlerloser Schießleistung hatte der 28-Jährige mehr als eineinhalb Minuten Rückstand und landete am Ende auf dem 42. Platz. "Ich habe es schon ein bisschen gemerkt. Ich bin auf der ersten Runde gestürzt und habe auch deshalb richtig Zeit verloren", sagte Peiffer.

Lesser wenig überzeugend

Sorgenkind bleibt derweil Verfolgungsweltmeister Erik Lesser, der vor dem siebten Einzelwettbewerb des Winters noch nicht einmal die halbe Norm für die WM in Oslo/Norwegen (3. bis 13. März 2016) erfüllt hatte. Der Doppel-Weltmeister von Kontiolahti haderte zuletzt mit seinen Leistungen und stand auch am Donnerstag im Schatten seiner starken Teamkollegen. Nach einem Schießfehler wurde er mit einer guten Minute Rückstand nur 21.

Die Frauen starten am Freitag (14.30 Uhr im LIVETICKER) mit dem Sprint in den Weltcup in Slowenien. Dabei könnte Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) als erste deutsche Skijägerin seit Magdalena Neuner die Führung im Gesamtweltcup übernehmen. Die 28-Jährige (206) liegt als Zweite aktuell nur 16 Punkte hinter Spitzenreiterin Gabriela Soukalova (Tschechien/222).

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