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Wintersport

Frank Luck gesteht Doping in der DDR

SID
Frank Luck ist der erfolgreichste deutsche WM-Biathlet aller Zeiten
© Getty

Der elfmalige Biathlon-Weltmeister Frank Luck hat zugegeben, in der DDR gedopt worden zu sein. Dies sei allerdings ohne sein Wissen geschehen, sagte Luck in der WDR-Sendung "sport inside".

"Man hat mir bei einer Aussage beim Landeskriminalamt Thüringen 1994 Substanzen vorgelegt und gefragt, ob ich mit denen in Berührung gekommen sei. Da habe ich es dann gemerkt", erklärte Luck.

Bei den Substanzen handelte es sich laut des LKA-Protokolls, das dem WDR vorliegt, um blaue und gelbe Oral-Turinabol-Pillen. Der Oberhofer Frank Luck gehörte bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary neben Jürgen Wirth zum Aufgebot der DDR.

Wirth hatte behauptet, dass auch der aktuelle Bundestrainer Frank Ullrich von den damaligen Doping-Praktiken wusste und diese überwachte. Ullrich bestreitet die Vorwürfe, eine Untersuchungskommission soll nun für Klarheit sorgen.

Elf WM-Titel für Luck

Luck hatte seine aktive Laufbahn 2004 beendet. Mit elf WM-Titeln ist der Thüringer der erfolgreichste deutsche WM-Biathlet aller Zeiten.

Erst bei der vergangenen WM in Pyeongchang (Südkorea) war Luck vom Norweger Ole Einar Björndalen mit 14 Goldmedaillen als erfolgreister WM-Skijäger aller Zeiten abgelöst.

Bei den Olympischen Spielen in Lillehammer 1994 und Nagano 1998 holte er jeweils Gold mit der Staffel.

Steinigen bekräftigt Vorwürfe gegen Ullrich

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