Wimbledon: Carlos Alcaraz übersteht harte Prüfung - Jan-Lennard Struff wartet vergeblich

SID
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Carlos Alcaraz wehrte sich nach Kräften gegen das drohende Aus - und bog sein Drittrundenduell tatsächlich noch um: Der Titelverteidiger aus Spanien hat mit größter Mühe den Einzug ins Achtelfinale von Wimbledon geschafft. Der 21-Jährige lieferte sich beim 5:7, 6:2, 4:6, 7:6 (7:2), 6:2-Erfolg über fast vier Stunden einen packenden Kampf mit dem US-Amerikaner Frances Tiafoe. Und jubelte anschließend befreit.

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Damit wahrt der dreimalige Grand-Slam-Sieger seine Titelchancen an der Church Road. Er zählt neben dem Weltranglistenersten Jannik Sinner aus Italien, der seine Aufgabe am Freitag gegen den Serben Miomir Kecmanovic 6:1, 6:4, 6:2 souverän löste, als aussichtsreicher Anwärter. Aber auch Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic und Alexander Zverev haben die Experten im Blick.

Alcaraz, der zuletzt in Paris triumphierte, hatte lange sichtliche Probleme mit Tiafoe, den er 2022 auf dem Weg zum Titelgewinn bei den US Open im Halbfinale besiegt hatte. Tiafoe konnte Alcaraz' harte Aufschläge bestens lesen und schnappte sich den ersten Durchgang. Der Spanier schien die Kräfteverhältnisse dann geradezurücken, doch Tiafoe machte unberührt weiter. Alcaraz kämpfte nun beherzt gegen das drohende Unheil an und setzte sich durch.

Match von Struff wird am Samstag fortgesetzt

Jan-Lennard Struff wartete derweil vergebens: Das Drittrundenmatch des 34 Jahre alten Warsteiners gegen den Russen Daniil Medwedew ist beim Stand von 1:6, 3:6, 6:4, 1:1 auf den Samstag verschoben worden. Anhaltender Niederschlag machte ein Weiterspielen unmöglich. Sein Match soll nun als zweite Partie des Tages auf dem No.2 Court an der Church Road fortgesetzt werden, Spielbeginn ist 12 Uhr.

Auch Alexander Zverev kämpft am Samstag um den Einzug ins Achtelfinale. Der Weltranglistenvierte, der mit zwei glatten Siegen bislang durchweg überzeugte, trifft auf den Briten Cameron Norrie. Die Partie startet um 14:30 Uhr (Prime Video) auf dem Centre Court.

Struff kam gegen den Vorjahres-Halbfinalisten Medwedew zunächst kaum zurecht, steigerte sich aber immer mehr. Nach dem Gewinn des dritten Satzes witterte die deutsche Nummer zwei Morgenluft. Doch es wird eine schwere Aufgabe, Medwedew noch zu schlagen.

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Emma Raducanu weckt immer größere Hoffnungen bei den Briten: Die 21 Jahre alte Engländerin steht nach einem überzeugenden 6:2, 6:3-Erfolg gegen Maria Sakkari aus Griechenland im Achtelfinale. "Heute habe ich es so sehr genossen, hier zu spielen", sagte Raducanu: "Ich bin stolz darauf, wie fokussiert ich war."

Nach ihrem Triumph 2021 bei den US Open hatte Raducanu die großen Hoffnungen in sie nicht erfüllen können. Nun scheint sie die andauernden Verletzungsprobleme überwunden zu haben und angreifen zu können.

Weiter ist auch die amtierende US-Open-Siegerin Coco Gauff. Die 20 Jahre alte US-Amerikanerin ließ der Lokalmatadorin Sonay Kartal beim 6:4, 6:0-Erfolg am Freitag keine Chance. Gauff zählt in London neben der Weltranglistenersten Iga Swiatek (Polen) und 2022-Siegerin Jelena Rybakina (Kasachstan) zum engeren Kreis der Titelfavoritinnen. Auch Raducanu spielt sich immer mehr in den Blickpunkt.

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