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Tennis

Lisicki gewinnt Auftaktmatch

Von Felix Götz / Martin Jahns / Susanne Schranner / Marco Nehmer / Ruben Zimmermann
Sabine Lisicki steht nach dem Sieg im Auftaktmatch bereits in Runde 2
© getty

Auftakt bei den French Open 2013: Sabine Lisicki konnte ihr Auftaktmatch für sich entscheiden, auch Qualifikantin Dinah Pfizenmaier ist weiter. Serena Williams ließ ihrer Gegnerin keine Chance, ebenso wie Ana Ivanovic Roger Federer hatte in Spiel 1 keine Mühe, dagegen schied Lleyton Hewitt nach Zweisatzführung aus.

Damen - 1. Runde

Sabine Lisicki (GER) - Sofia Arvidsson (SWE) 6:3, 6:4

Sabine Lisicki kam mit druckvollen Schlägen gut ins Match und führte schnell mit 4:1. Dann verlor die 23-Jährige aber ein wenig den Faden und leistete sich einige leichte Fehler. Arvidsson nutzte dies, verkürzte auf 2:4 und schaffte anschließend das Break zum 3:4.

Lisicki, die nun ab und zu auch am Netz auftauchte, wurde aber prompt wieder sicherer und machte das Re-Break. Im anschließenden Aufschlagsspiel gab sie nur einen Punkt ab - 6:3. Probleme gab es mit dem ersten Aufschlag, der im ersten Durchgang nur zu 46 Prozent kam. Auch Lisickis Rückhand kam nicht konstant genug.

Trotzdem hatte die Deutsche im ersten Spiel des zweiten Satzes sofort wieder zwei Breakbälle. Arvidsson blieb aber cool und brachte ihr Aufschlagspiel durch. In der Folge hatten beide Spierinnen kaum Probleme bei eigenem Aufschlag - bis zum 4:4.

Lisicki ließ nun nicht mehr locker und zwang Arvidsson zu Fehlern. Eine einfache Rückhand der Schwedin ins Netz sorgte schließlich für das 5:4. Lisicki musste nun noch zwei Breakbälle abwehren, ehe ein erneuter leichter Rückhandfehler von Arvidsson das Match nach einer Stunde und acht Minuten beendete.

Letztlich fehlte Arvidsson einfach eine Waffe. Während die 29-Jährige nur acht Winner schlug, machte Lisicki 41 direkte Punkte. In der zweiten Runde bekommt es Lisicki entweder mit Maria Teresa Torro aus Spanien oder Julia Glushko aus Israel zu tun.

Ana Ivanovic (SRB/14) - Petra Martic (CRO) 6:1, 3:6, 6:3

Ivanovic startete mit einer gewaltigen Portion Selbstvertrauen in das Auftaktmatch der beiden Damen. Die French-Open-Siegerin von 2008 dominierte anfangs fast nach Belieben und konnte sich bereits nach einer knappen Viertelstunde eine deutliche 5:0-Führung erspielen.

Martic hingegen konnte erst spät ihr erstes Spiel gewinnen und verlor den ersten Durchgang folgerichtig mit 1:6. Danach wurde die Kroatin jedoch stärker und brachte ihre Gegnerin zunehmend in Schwierigkeiten.

Besonders die Schlussphase des zweiten Satzes wurde so zum offenen Schlagabtausch. Martic ging nun volles Risiko und erzwang mit einem 6:3 den dritten Satz.

In dem zeigte sich die an 14 gesetzte Ivanovic zunächst konzentrierter und lag dank zwei Breaks bereits mit 5:0 in Front. Doch mit einigen Fehlern und zahlreichen verspielten Matchbällen brachte sie die Kroatin wieder auf 3:5 heran. Dank eines Rückhandfehlers von Martic gingen der Satz und das Match danach aber doch mit 6:3 an die 25-jährige Serbin.

Sara Errani (ITA/5) - Arantxa Rus (NED) 6:1, 6:2

Errani macht in Runde eins kurzen Prozess. Die Italienerin fegte Rus, die erst beim Stand von 1:6, 0:5 ihr erstes Aufschlagspiel gewann, mit 6:1, 6:2 vom Platz. Während Rus damit in dem Jahr auf der Tour noch sieglos ist, gelang Vorjahresfinalistin Errani ein Start nach Maß.

Mit 14:7 Winnern und 15:26 Unforced Errors wurde die 26-Jährige ihrer Favoritenrolle gerecht und nutzte vor allem den schwachen zweiten Aufschlag ihrer Gegnerin immer wieder für einfache Punktgewinne.

Dinah Pfizenmaier (GER) - Mandy Minella (LUX) 7:5, 6:1

Trotz leichter Startschwierigkeiten lag Pfizenmaier im ersten Satz schnell mit 5:2 in Führung, Minella kämpfte sich allerdings zurück und kam durch ein Break zum 5:5. Nach einem weiteren Break für Pfizenmaier brachte die Deutsche schließlich ihren Aufschlag durch und entschied den ersten Durchgang so mit 7:5 für sich.

Im zweiten Satz hatte Minella der Bielefelderin dann nichts mehr entgegenzusetzen. Vor allem mit ihrem Aufschlag hatte die Luxemburgerin zu kämpfen. Der erste Aufschlag kam zu unter 50 Prozent, zudem leistete sie sich drei Doppelfehler. Nach nur 25 Minuten entschied Pfizenmaier den zweiten Satz mit 6:1 für sich und machte damit wie schon 2012 in Paris den Einzug in die zweite Runde perfekt.

Ihre nächste Gegnerin ist nun entweder Urszula Radwanska oder die ehemalige Weltranglistenerste Venus Williams.

Serena Williams (USA/1) - Anna Tatishvili (GEO) 6:0, 6:1

Von Beginn an waren die Kräfteverhältnisse auf dem Court geklärt. Mit gleichermaßen präzisen wie harten Bällen bestimmte Serena Williams die Laufwege ihrer Gegnerin ab der ersten Minute. So ging der erste Satz nach nur 20 Minuten mit 6:0 klar an die US-Amerikanerin. Tatishvili gelangen dabei lediglich sieben Punkte.

Der zweite Durchgang begann wie der erste aufgehört hatte. Williams kontrollierte das Geschehen und legte ein beeindruckendes Tempo vor. Mit ihrem ersten und einzigen gewonnenen Spiel zum 1:4 konnte die derzeitige Nummer 74 der Weltrangliste dann immerhin noch die "Brille" vermeiden, ehe Williams nach nur 51 Minuten ihren ersten Matchball verwertete.

Urszula Radwanska (POL) - Venus Williams (USA/30) 7:6, 6:7, 6:4

Die 1. Runde der Damen-Konkurrenz

Herren - 1. Runde

Milos Raonic (CAN/14) - Xavier Malisse (BEL) 6:2, 6:1, 4:6, 6:4

Von Beginn an war der Kanadier Herr des Geschehens auf dem Platz und nutzte seine einzigen beiden Breakchancen des ersten Satzes eiskalt aus. Im zweiten Satz bot sich ein ähnliches Bild: Während Raonic bei eigenem Aufschlag nichts anbrennen ließ, nutzte er die wenigen Chancen, die sich ihm boten, zu entscheidenden Breaks.

Malisse fand erst im dritten Satz einen Weg, die Dominanz des Weltranglisten-16. zu brechen. Mit seiner ersten Breakchance beim Stand von 5:4 entschied der 32-Jährige den Durchgang für sich und blieb damit in der Partie.

Im vierten Satz fand Raonic zunächst zurück zu seiner Souveränität und führte bereits mit 5:2, doch dann gab er den eigenen Service zu Null ab und brachte die ehemalige Nummer 19 der Welt so noch einmal heran. Bei seinem zweiten Aufschlagspiel zum Matchgewinn behielt der gebürtige Montenegriner allerdings die Nerven und nutzte seinen ersten Matchball zum Sieg.

Jeremy Chardy (FRA/25) - Benjamin Becker (GER) 6:4, 6:2, 7:5

Im ersten Satz konnte Becker, Nummer 97 der Welt, gegen den Weltranglisten-27. noch gut mithalten und hatte sogar zwei letztlich ungenutzte Breakbälle. Doch am Ende entschied ein eigenes verlorenes Aufschlagspiel den Durchgang zugunsten des Franzose, der im zweiten Satz besser zu seinem Spiel fand.

In einer von Grundlinienduellen geprägten Partie nahm er dort Becker zweimal den Aufschlag ab. Das gelang dem 26-Jährigen auch im dritten Satz. Zwar erkämpfte Becker dort sein erstes Break und eine zwischenzeitliche 5:4-Führung, doch Chardy blieb cool und entschied das Match nach knapp zwei Stunden für sich.

Roger Federer (SUI/2) - Pablo Carreno-Busta (ESP) 6:2, 6:2, 6:3

Der an zwei gesetzte Schweizer setzte gleich den ersten Return nach Aufschlag Carreno-Busta ins Netz, fand dann aber zu seinem Spiel und holte gleich das erste Break. Mit einem Servicewinner entschied Federer auch das zweite Spiel für sich und war nun voll in der Spur - mit 5:0 zog der Favorit davon. Carreno-Busta schob mit einem Re-Break und dem darauffolgenden Gewinn seines Aufschlagspiels Federers Satzgewinn auf, doch der machte per Rückhand alles klar.

Federer startete erneut mit einem Breakpoint in den zweiten Satz. Sein spanischer Kontrahent baute nun nach passablem ersten Satz ab und so spurtete Federer voran: Schnell stand es 4:0. Carreno-Busta konnte zwar wie schon im ersten Satz auf 2:5 verkürzen, doch im folgenden Spiel landete der entscheidende Return des Spaniers im Aus - auch der zweite Satz ging an den Schweizer.

Satz drei begann mit dem bekannten Bild: Carreno-Busta spielte einen Longline ins Aus und das Break ging an Federer. Doch diesmal sicherte sich der Spanier schon das dritte Spiel und konnte den Spielstand mit 1:2 ausgeglichener aussehen lassen - doch der Federer-Sieg war nur eine Frage der Zeit, auch wenn sich Carreno-Busta nach Möglichkeiten wehrte, seinen stärksten Satz spielte und mit einem Cross auf 3:4 herankam. Mehr war jedoch gegen die ehemalige Nummer eins der Welt nicht drin: Mit einem Rückhand-Longline verwandelte Federer seinen ersten Matchball zum 6:3.

Gilles Simon (FRA/15) - Lleyton Hewitt (AUS) 3:6, 1:6, 6:4, 6:1, 7:5

Zu Beginn der Partie tat sich der Franzose vor allem bei eigenem Aufschlag äußert schwer. In den ersten beiden Sätzen konnte er seinen Service nur jeweils einmal durchbringen und musste die beiden Sätze folglich Hewitt überlassen.

Danach kippte das Match allerdings. Simon, der nun deutlich besser in die Partie fand, sicherte sich die nächsten beiden Sätze mit 6:4 und 6:1 und erzwang somit einen entscheidenden fünften Satz.

Dort setzte der Lokalmatador seine Dominanz der vorangegangenen Sätze zunächst fort und führte schnell mit 5:0. Dank einer spektakulären Aufholjagd mit zwei Breaks kam Hewitt jedoch noch einmal zurück und glich auf 5:5 aus, doch am Ende hatte die Nummer 18 der Welt den längeren Atem und entschied die nächsten beiden Spiele und damit das Match für sich.

David Ferrer (ESP/4) - Marinko Matosevic (AUS) 6:4, 6:3, 6:4

Im ersten Satz gelang Ferrer beim Stand von 5:4 das entscheidende Break. Durch einen leichten Fehler von Matosevic sicherte sich der Spanier den ersten Durchgang mit 6:4. Im zweiten Satz führte der Außenseiter durch zwei frühe Breaks überraschend mit 3:0, verlor danach allerdings sechs Spiele in Folge und damit den Durchgang deutlich mit 3:6.

Den dritten Satz konnte Matosevic lange offenhalten. Beim Stand von 4:4 musste der Australier seinen Aufschlag allerdings erneut abgeben und geriet so ins Hintertreffen. Am Ende verwandelte der favorisierte Spanier seinen ersten Matchball bei eigenem Aufschlag zum 6:4.

Viktor Troicki (SRB) - James Blake (USA) 6:4, 6:2, 6:2

Die 1. Runde der Herren-Konkurrenz

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