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Tennis

Tommy Haas locker in Runde zwei

Von Ruben Zimmermann
Ließ sich auch vom Regen nicht stoppen: Tommy Haas erreicht in Paris locker die 2. Runde
© getty

Tommy Haas hatte gegen Lokalmatador Guillaume Rufin zu Beginn Mühe, am Ende aber setzte er sich locker durch. Auch Philipp Kohlschreiber gewinnt sein Spiel 1. Für Julian Reister war wie erwartet früh Endstation. Weltranglisten-Leader Novak Djokovic meisterte die erste Hürde ohne größere Probleme, auch Wawrinka ist in vier Sätzen weiter.

Herren - 1. Runde:

Tommy Haas (GER/12) - Guillaume Rufin (FRA) 7:6 (7:4), 6:1, 6:3

Überraschend schwer tat sich Haas zu Beginn gegen die Nummer 98 der Welt. Der 35-Jährige bekam lange keinen Zugriff auf das Aufschlagspiel seines Gegners. Einen einzigen Breakball erkämpfte sich die Nummer 14 der Welt im ersten Satz. Den wehrte Rufin jedoch bravourös ab.

Da auch Haas stark servierte und bei eigenem Aufschlag in Durchgang eins insgesamt nur acht Punkte für seinen Gegner zuließ, fiel die Entscheidung erst im Tie-Break. Dank eines Mini-Breaks und einer Rufin-Rückhand ins Aus bei Satzball Haas hatte der Deutsche dort letztlich das bessere Ende für sich.

Rufin war merklich geknickt und gab im zweiten Durchgang nach einem Volley ins Netz gleich sein erstes Aufschlagspiel ab. Haas fand hingegen immer besser in die Partie, schlug nach einem ausgeglichenen ersten Satz nun bedeutend mehr Winner als sein Kontrahent und nahm ihm den zweiten Satz klar mit 6:1 ab.

Nach einer mehrstündigen Regenpause zu Beginn des dritten Satzes ließen sowohl Haas, der in elf Anläufen nie über die vierte Runde der French Open hinaus kam, als auch sein Gegner eine klare Linie in ihrem Spiel vermissen. Rufin gab seine ersten beiden, Haas sein erstes Aufschlagspiel aus der Hand.

Doch im Anschluss fand der an 12 gesetzte Haas letztlich schneller seinen Rhythmus und bekam seinen Kontrahenten mit variablem Spiel zunehmend unter Kontrolle. Nach 1:56 Stunden reiner Spielzeit brachte schließlich eine von Rufin ins Aus geschlagene Vorhand den hart erkämpften, aber letztlich verdienten Matchgewinn für Haas.

In der zweiten Runde trifft Haas nun auf den Weltranglisten-118. Jack Sock (USA).

"Es war schwierig heute, ich war schon früh auf der Anlage, um mich auf das Spiel vorzubereiten. Dann wurde es immer wieder nach hinten verschoben", sagte Haas: "Zum Glück gab es nur eine Unterbrechung während des Matches. Hoffentlich wird das Wetter besser, wenigstens in der kommenden Woche."

Federico Delbonis (ARG) - Julian Reister (GER) 6:7 (2:7), 6:1, 6:0, 6:4

Zwar konnte Reister dank des fehlerfreieren Spiels (7:17 Fehler) den ersten Satz gegen die Nummer 125 der Welt im Tie-Break für sich entscheiden, doch danach verlor der Weltranglisten-150. in den entscheidenden Momenten die Nerven. Fünf Breakchancen ließ Reister im zweiten Satz ungenutzt, im dritten Durchgang ging er schließlich mit insgesamt nur neun Punkten komplett baden.

Nach einer Regenunterbrechung konnte Reister zwar den vierten Satz noch einmal offener gestalten, doch letztlich sorgte Delbonis mit einem Break für die Entscheidung und steht damit bei seinem ersten Auftritt in Roland Garros in der zweiten Runde.

Philipp Kohlschreiber (GER/16) - Jiri Vesely (CZE) 7:6 (7:3), 1:6, 7:5, 6:2

In einem umkämpften ersten Satz gab keiner der beiden Spieler sein Aufschlagspiel ab, so dass der Durchgang im Tiebreak entschieden werden musste. Dort hatte Kohlschreiber seine Nerven besser im Griff als der Qualifikant aus Tschechien und entschied den Satzentscheider klar mit 7:3 für sich.

Im zweiten Satz war das Spiel des Deutschen dann aber viel zu fehlerbehaftet, und er gab den Durchgang mit 1:6 ab. Im dritten Satz gelang Kohlschreiber beim kritischen Stand von 5:5 dann das erste und einzige Break des Durchgangs, den er dadurch am Ende knapp mit 7:5 für sich entschied.

Danach schien der Wille des Tschechen gebrochen zu sein. Im vierten Satz gab er gleich sein erstes Aufschlagspiel ab und Kohlschreiber sicherte sich den Durchgang, und damit das Match, nach einem weiteren Break letztlich problemlos mit 6:2. Damit steht er in Paris wie auch schon im Vorjahr in der zweiten Runde.

Denis Istomin (UZB) - Florian Mayer (GER/28) 4:6, 6:3, 7:5 Aufgabe

Mayer gelangen im ersten Satz gleich zu Beginn zwei Breaks, so dass er schnell mit 3:0 in Führung gehen und den Durchgang schließlich ungefährdet mit 6:4 für sich entscheiden konnte.

Im zweiten Satz fand Istomin dann besser in die Partie und sicherte sich den Durchgang ohne Aufschlagverlust mit 6:3. Im dritten Durchgang merkte man Mayer dann bereits an, dass er mit seiner Gesundheit zu kämpfen hatte. Nachdem er den Satz mit 5:7 verlor, entschied er sich schließlich zur Aufgabe.

"Ich habe die letzten drei Wochen nicht trainiert und war auch noch eine Woche krank. Durch die Fehlbelastung hat dann die Muskulatur zugemacht und ich war auch platt", sagte Mayer, der sich zuletzt in Madrid einen Muskelfaserriss zugezogen hatte: "Ich hatte das Gefühl, ihn schlagen zu können, aber ich wollte nicht das Risiko eingehen, mich erneut zu verletzen."

Novak Djokovic (SRB/1) - David Goffin (BEL) 7:6 (7:5), 6:4, 7:5

Goffin verlangte dem favorisierten Serben im ersten Satz alles ab. Der Belgier gab seinen Aufschlag nicht ab und erzwang so einen Tie-Break. Dort hatte Djokovic am Ende allerdings mit 7:5 hauchdünn die Nase vorne, nachdem Goffin beim Stand von 5:5 einen bitteren Doppelfehler produziert hatte.

Auch den zweiten Satz konnte der Belgier lange offen halten, ehe Djokovic beim Stand von 4:4 trotz 0:40-Rückstand das entscheidende Break des Durchgangs gelang.

Im dritten Satz bot sich das gleiche Bild. Bis zum Stand von 5:5 hielt der Außenseiter die Partie offen, dann ermöglichte er Djokovic durch einen viel zu kurzen Stopp-Ball allerdings ein Break. Anschließend brachte der Djoker sein Service durch und verwandelte mit einem Vorhand-Winner den ersten Matchball der Partie.

Stanislas Wawrinka (SUI/9) - Thiemo de Bakker (NED) 7:5, 6:3, 6:7 (1:7), 7:5

Im ersten Satz gaben beide Spieler lange Zeit kein Aufschlagspiel ab. Erst kurz vor dem Tie-Break beim Stand von 6:5 gelang Wawrinka das erste und einzige Break des Durchgangs, den er sich dadurch mit 7:5 sicherte.

Auch im zweiten Durchgang hielt der Niederländer lange Zeit dagegen, am Ende reichte dem an Nummer 9 gesetzten Schweizer, der seinen Aufschlag erneut nicht abgab, aber ein Break, um den Durchgang mit 6:3 für sich zu entscheiden.

Im dritten Satz erkämpfte sich de Bakker, der zwischenzeitlich bereits mit einem Break zurücklag, einen Tie-Break, den er überraschend deutlich mit 7:1 für sich entschied und damit einen vierten Satz erzwang. Dort konnte de Bakker beim Stand von 5:6 zunächst einen Matchball abwehren, beim zweiten Matchball schlug er den Ball allerdings ins Netz und ermöglichte Wawrinka somit den Einzug in die nächste Runde.

Nicolas Mahut (FRA) - Janko Tipsarevic (SRB/8)

Die 1. Runde der Herren-Konkurrenz

Damen - 1. Runde:

Marion Bartoli (FRA/13) - Olga Govortsova (BLR) 7:6 (10:8), 4:6, 7:5

Lange Zeit tat sich Lokalmatadorin Marion Bartoli in der ersten Runde der French Open gegen Olga Govortsova schwer, doch am Ende behielt die Favoritin die Nerven und trifft nun in Runde zwei auf die Kolumbianerin Mariana Dugue-Marino.

Fast wäre die bestgesetzte Französin in Paris schon in Runde eins ausgeschieden: Zwei Matchbälle musste Bartoli abwehren, doch letztlich kämpfte sich die Nummer 13 der Welt zurück und entschied die Partie nach 3:12 Stunden für sich.

Von Beginn an wackelte die Französin gegen die Weltranglisten-63. und gab ihr erstes Aufschlagspiel ab. Mit Breaks zum 2:2 und später zum 6:5 war Bartoli zwar wieder im Soll, doch Govortsova kam umgehend mit dem Re-Break zurück. Den folgenden ausgeglichenen Tie-Break entschied schließlich die Halbfinalistin von 2011 mit 10:8 für sich.

Im zweiten Satz blieb dann die Weißrussin eiskalt, nutzte die einzigen beiden Breakchancen, die sich ihr boten und erzwang somit Durchgang drei, der den ersten Satz in Sachen Spannung sogar noch überbieten sollte.

So hatte Govortsova beim Stand von 5:4 zwei Matchbälle, vergab jedoch beide und gab schließlich das Spiel ab. Im Gegenzug holte sich Bartoli das Break zum 6:5, schlug zum Matchgewinn auf und konnte schließlich ihren vierten Matchball verwerten. Geschlagene 76 Minuten duellierten sich beide Spielerinnen allein im letzten Satz.

Jelena Jankovic (SRB/18) - Daniela Hantuchova (SVK) 6:4, 7:6 (9:7)

Mit 6:4 und 7:6 (9:7) hat Jelena Jankovic ihr French-Open-Erstrundenmatch gegen Daniela Hantuchova gewonnen. Dabei gelang der Serbin im zweiten Satz ein Wahnsinns-Comeback nach 0:5-Rückstand

Gleich zu Beginn des ersten Satzes setzte die ehemalige Nummer eins der Welt mit einem Break ein Ausrufezeichen. Auch in der Folge war Jankovic die aktivere Spielerin, schlug mehr Winner und entschied so den ersten Satz für sich.

Doch im zweiten Durchgang drehte Hantuchova auf: Die ehemalige Top-Ten-Spielerin, jetzt Nummer 61 der Welt, fertigte Jankovic im Schnelldurchlauf bis zum Stand von 5:0 ab - doch dann kam der Regen.

Nach zweistündiger Unterbrechung kehrten beide Spielerinnen auf den Platz zurück, und Jankovic drehte nach der langen Pause sichtlich auf. Sie wehrte mehrere Satzbälle der Slowakin ab, glich auf 5:5 aus und erzwang letztlich das Tie-Break, in dem die derzeitige Nummer 18 der Welt nach hartem Kampf mit 9:7 die Oberhand behielt und so das Match für sich entschied.

Samantha Stosur (AUS/9) - Kimiko Date-Krumm (JPN) 6:0, 6:2

Ohne Mühe hat die Australierin Samantha Stosur gegen Kimiko Date-Krumm die zweite Runde der French Open erreicht. Gegen ihre 13 Jahre ältere Kontrahentin siegte die 29-Jährige mühelos mit 6:0 und 6:2

Von Beginn an ließ Stosur der Nummer 83 der Welt keine Chance. Gleich das erste Aufschlagspiel der Japanerin ging verloren. Auch in der Folge stellte ihr harmloses Service immer wieder eine Einladung für Stosur dar, die Date-Krumm mit ihren harten Grundlinienschlägen über die volle Distanz dominierte.

Im zweiten Satz kam die Japanerin dann besser in die Partie: Beim Stand von 0:2 hatte sie ihre erste und einzige Breakchance gegen die Finalistin von 2010, die sie jedoch ungenutzt ließ. Danach gelang es der 42-Jährigen immerhin noch zweimal, ihren Aufschlag durchzubringen. Am Ende ließ Stosur allerdings nichts anbrennen und sicherte mit einem Break zu null nach nur 64 Minuten Spielzeit den Einzug in die zweite Runde.

Victoria Azarenka (BLR/3) - Elena Vesnina (RUS)

Petra Kvitova (CZE/7) - Aravane Rezai (FRA)

Maria Kirilenko (RUS/12) - Nina Bratchikova (POR)

Die 1. Runde der Damen-Konkurrenz

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