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Pferdesport

Wenn sogar die Glocken läuten

Von Rennbahnspion
Pferdesport-Legende Cash Asmussen konnte Siege auf drei verschiedenen Kontinenten einfahren
© Getty

Der prächtige letzte Sandbahntag in Neuss hat gezeigt: Jockey-Wettbewerbe sind in. Da machen sogar Legenden wie Cash Asmussen gerne mit. Die deutschen Veranstalter müssen daraus lernen.

War das nicht ein schönes Bild: Jede Menge bunt bekleidete Ladies. Beste Stimmung und ein dicht umlagerter Absattelring. Der letzte Sandbahnrenntag in Neuss hat Spaß gemacht.

Zumindest, wenn man nicht zuviel von seinem Wettkapital verloren hat. Denn der Preis der Perlenkette, der Traditions-Wettbewerb für die reitenden Frauen, war nicht nur optisch ein Höhepunkt eines doch eher mageren Galopp-Winters.

Es kam endlich auch einmal Spannung auf, Sabrina Wandt schaffte ganz am Schluss noch den Gleichstand mit Paula Flierman. Schließlich bekamen sogar beide Frauen eine Perlenkette überreicht, eine schöne Geste des Sponsors, der sich dazu von einem Insider der Szene überreden ließ.

Dass noch dazu die Glocken der Neusser Kirche läuteten, als die Siegerehrung stattfand, wie man uns berichtete, kann doch kein Zufall gewesen sein.

Da lässt sich auch Cash Asmussen nicht lumpen

Aus solch einem Highlight für die Zukunft lernen, lautet nun die Devise. Denn Jockey-Wettbewerbe, die begeistern die Fans. Hong Kong ist das beste Beispiel.

Dort können die wettverrückten Chinesen schon Tage vorher in den Wettannahmestellen Festkurse spielen, wer der erfolgreichste Reiter des Renntages ist. Aber auch bei uns ziehen Veteranenrennen, Trainerreiten, Jockey-Cups, nur leider gibt es sie kaum noch.

Beim Europa-Meeting in Köln kamen samstags viele Besucher nur, um das Rennen der "älteren Herrschaften" zu sehen. In Hamburg ließ sich vor vielen Jahren sogar Cash Asmussen nicht nehmen, in einem Jockey-Wettbewerb in den Sattel zu steigen. In Meydan und Happy Valley, aber auch Japan, auf Mauritius oder wo auch immer - solch ein Event zieht die Massen an.

Unser Vorschlag wäre, auch im Falle der Perlenkette, die Wertungsläufe an einem Tag durchzuziehen und nicht im Abstand von 14 Tagen. Dann erinnert sich kaum noch jemand an die Gewinnerin des ersten Durchgangs. Gerade für Baden-Baden oder Hamburg wären derartige Jockey-Cups besonders reizvoll.

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