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Leichtathletik

Semenya-Fall: Schweizer Bundesgericht bestätigt Testosteron-Regel

SID
Das Schweizer Bundesgericht hat die Berufung der zweimaligen 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya abgeschmettert und die Gültigkeit der "Testosteron-Regel" des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics bestätigt.

Es bleibt dabei: Das Schweizer Bundesgericht hat die Berufung der zweimaligen 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya abgeschmettert und die Gültigkeit der "Testosteron-Regel" des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics bestätigt.

Nach dieser Regel dürfen Läuferinnen mit "Differences of Sex Development" (DSD) über die Distanzen zwischen 400 m und der Meile nur dann starten, wenn sie ihren erhöhten Testosteronspiegel durch die Einnahme von Medikamenten unter einen Grenzwert drücken.

"Der Oberste Gerichtshof der Schweiz stellte fest, dass die Forderung von World Athletics, bestimmte Sportlerinnen als Voraussetzung für die Teilnahme an 400- bis 1500-m-Wettkämpfen der Einnahme von Medikamenten oder chirurgischen Eingriffen auszusetzen, keinen Verstoß gegen die öffentliche Ordnung der Schweiz darstellt", erklärte das Gericht.

World Athletics war froh über die Entscheidung der Schweizer Justiz. "Seit fünf Jahren kämpft World Athletics für die gleichen Rechte und Möglichkeiten für alle Mädchen und Frauen in unserem Sport und in der Zukunft", heißt es einer Mitteilung des Dachverbandes, "daher begrüßen wir das heutige Urteil, das unsere Regularien legitimiert und die Rechte aller Athletinnen schützt."

Caster Semenya vermutet eine Kampagne gegen ihre Person. "Ich werde ins Visier genommen, weil ich ungeschlagen bin, weil ich die Beste bin in dem, was ich mache", hatte sie vor einem Jahr auf einer Konferenz für die Stärkung von Frauenbewegungen in Johannesburg erklärt. Die Einnahme von Medikamenten lehnt die Mittelstreckenläuferin nach wie vor ab.

Im März hatte die dreimalige Weltmeisterin angekündigt, bei den Olympischen Spielen in Tokio auf die 200-m-Distanz zu wechseln. Zu diesem Zeitpunkt waren die Sommerspiele wegen der Corona-Pandemie allerdings noch nicht auf 2021 verschoben worden.

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