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FC Bayern Basketball: Die Playoff-Traumreise endet in Mailand - "Wir haben unseren Mann gestanden"

SID
Die Traumsaison endet in Mailand. Nach der nächsten Aufholjagd hat Bayern München das Final Four der EuroLeague knapp verpasst, doch der Stolz auf das Geleistete überwiegt.

Die Traumsaison endet in Mailand. Nach der nächsten Aufholjagd hat Bayern München das Final Four der EuroLeague knapp verpasst, doch der Stolz auf das Geleistete überwiegt.

Mit hängenden Köpfen schlurften die Bayern vom Hotelausgang zum Mannschaftsbus von Armani Mailand, ihre Rollkoffer im Schlepptau. Nach einer unruhigen Nacht begann für die Basketballer mit der Fahrt zum Flughafen die letzte Reise einer Traumsaison, die so niemand hatte kommen sehen. Enttäuscht und stolz zugleich ging es aus Italien zurück nach München, das knappe Aus im Viertelfinale der EuroLeague steckte in den Köpfen.

"Wie die Mannschaft bis zur letzten Sekunde an den Sieg geglaubt hat, ist einfach die Geschichte dieser EuroLeague-Saison", sagte Geschäftsführer Marko Pesic nach dem dramatischen 89:92 (40:50) im entscheidenden fünften Duell gegen den Titelkandidaten: "Hut ab. Wir haben unseren Mann gestanden."

Auch der Vereinspräsident verneigte sich. "Wir sind wahnsinnig stolz auf das, was das Team in dieser anspruchsvollen Saison geleistet hat, es wurden wirklich alle Erwartungen übertroffen", sagte Herbert Hainer. Die "begeisternde EuroLeague-Reise" sei "ein Meilenstein für den Verein" gewesen. Und Bayerns Fußballstar Thomas Müller twitterte: "Kopf hoch. Das war eine fantastische EuroLeague-Saison mit so vielen brillanten Spielen. Ich danke Euch!"

Der Showdown im Mediolanum Forum war in vielerlei Hinsicht sinnbildlich. Die Bayern ließen den Gegner davonziehen, mal wieder, 17 Punkte betrug zwischenzeitlich der Rückstand (55:72/28. Minute). Und dann folgte, mal wieder, eine Aufholjagd.

FC Bayern Basketball: "Die Erfahrung hat heute gesiegt"

78 Sekunden sind noch auf der Uhr, es steht 79:91, plötzlich wackelt Mailand. Die Bayern machen zehn Punkte am Stück und bekommen nach einem erfolgreichen Freiwurf der Italiener die Chance, durch einen Dreier die Verlängerung zu erzwingen. Doch Paul Zipser muss aus ungünstiger Position abdrücken und setzt den Ball letztlich klar vorbei. Es ist aus.

Es fehlte nicht viel, so wie in Spiel eins, als Mailand eine Sekunde vor dem Ende zum Sieg getroffen hatte. Das Aus sei "natürlich schade", sagte Pesic, "man hat gesehen, was die Erfahrung ausmacht in der EuroLeague. Die Erfahrung hat heute gesiegt."

Zwar wurde das Ticket für das Final Four in Köln (28. bis 20. Mai) verpasst, doch die Perspektiven sind glänzend. Bei den Bayern, die bald die Dauerlizenz für die EuroLeague bekommen werden, haben Pesic und Sportdirektor Daniele Baiesi nach der enttäuschenden vergangenen Saison ein sportlich und charakterlich starkes Team zusammengestellt. Und jetzt passt auch der Trainer, Andrea Trinchieri hat alle Erwartungen erfüllt.

Die Niederlage in seiner Heimatstadt nahm er mit Größe. "Sie waren für die längste Zeit des Spiels besser", sagte der 52-Jährige über die Mailänder, "aber wir haben uns nicht aufgegeben. Wenn du in so einem Spiel am Ende irgendwie doch die Chance hast, zu gewinnen, dann bedeutet das, dass du als Team etwas ganz Spezielles hast."

FC Bayern schielt auf das Double in Deutschland

Jetzt geht es darum, die ausstehenden Chancen zu nutzen - im Pokal und in der Meisterschaft. "Wir wollen beide Titel holen", betonte Pesic, allerdings müssten die Spieler "diese Niederlage erst mal verkraften".

Zipser sieht die Saison als Teil eines Prozesses. "Wir hatten sehr viele Ups und viele Downs. Da gibt es viel zu lernen", sagte der Nationalspieler: "Wir müssen einfach öfters einen kühlen Kopf bewahren. Das hätte uns sehr viel geholfen."

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