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Sonstiges

Coronavirus: Alle wichtigen Entwicklungen aus der Sportwelt

Von SPOX/SID
Ein spezieller Europa-League-Spieltag: Zahlreiche Stadien bleiben wegen des Coronavirus geschlossen.

Offiziell: Italien unterbricht Serie A

Italien hat die Serie A offiziell unterbrochen. Das bestätigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montagabend. Zudem weitete die Regierung die Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land aus - bisher war lediglich der Norden betroffen.

"Wir müssen unsere Gewohnheiten umstellen, wir müssen Opfer bringen zum Wohle Italiens. Deshalb werden wir noch strengere Maßnahmen ergreifen", erklärte Conte. Der Erlass könne mit folgenden Worten zusammengefasst werden: "Ich bleibe zu Hause." Und weiter: "Es gibt keinen Grund, die Sportveranstaltungen fortzusetzen, und ich denke dabei an die Fußballmeisterschaft. Es tut mir leid, aber alle Tifosi müssen das akzeptieren."

Alle Mannschaftssportarten werden bis zum 3. April ausgesetzt, das bestätigte Italiens Nationales Olympisches Komitee (CONI).

Ob die Spiele der Champions League und der Europa League ebenfalls betroffen sind, erläuterte Conte nicht. Ebenfalls unklar blieb zunächst, was diese Entscheidung für die italienische Nationalmannschaft bedeutet. Am 31. März soll der viermalige Weltmeister Testspielgegner Deutschlands in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft sein. Allerdings steht hinter der Austragung dieses Spiels bereits seit einigen Tagen ein großes Fragezeichen. Die Stadt Nürnberg hatte sich dafür ausgesprochen, die Partie abzusagen oder als Geisterspiel zu absolvieren.

Italien hat nach China (3120) die höchste Zahl an nachgewiesenen Covid-19-Toten. Die Zahl der Todesopfer in Italien kletterte am Montag auf 366. 7375 Menschen sind infiziert.

PSG gegen BVB wird zum Geisterspiel - kein Einlass für die Presse

Leere Ränge, gespenstische Stille, keinerlei Champions-League-Atmosphäre - und das im Herzen der Weltstadt Paris: Ein Geisterspiel im Prinzenpark wird für Borussia Dortmund über den so wichtigen Einzug ins Viertelfinale entscheiden. Aus Sorge vor der weiteren unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus hat die Polizeipräfektur angeordnet, im Stadion von Paris St. Germain am Mittwoch für Fans die Tore zu schließen. Mit Ausnahme weniger TV-Rechteinhaber, die die Partie übertragen, werden zudem keine Medienvertreter zugelassen.

Die Entscheidung sei "in Anwendung der vom Gesundheitsministerium am Sonntag beschlossenen Maßnahmen" getroffen worden. Die französische Regierung hatte ab sofort und landesweit Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt. Der Prinzenpark, nahe der Seine gelegen und nur wenige Minuten vom Eiffelturm entfernt, war ausverkauft - nun wird bei der TV-Übertragung (21.00 Uhr) jede Trainer-Anweisung, jeder Spieler-Zuruf durch das leere Rund hallen.

Das Heimspiel von RB Leipzig gegen Tottenham Hotspur findet derweil mit Zuschauern statt. Allerdings gilt die Maßgabe der UEFA, dass auf jegliches Händeschütteln verzichtet wird.

Die katalanische Regionalregierung hat die Empfehlung gegeben, das Rückspiel zwischen dem FC Barcelona und dem SSC Neapel am 18. März als Geisterspiel austragen zu lassen.

DEL: Ice-Tigers-Geschäftsführer hält Saisonabbruch vor Playoff-Beginn für möglich

Geschäftsführer Wolfgang Gastner von den Nürnberg Ice Tigers hält einen Abbruch der Saison in der DEL aufgrund den Auswirkungen der Coronakrise vor Beginn der Playoffs für möglich. "Es stimmt, dass es dazu Beratungen gibt", sagte der 45-Jährige der Bild und ergänzte: "Es ist nicht auszuschließen, dass am Dienstag-Nachmittag die Saison vorzeitig beendet wird und München dann als Hauptrunden-Erster neuer Deutscher Meister ist."

Medien: Auch Bayern will Großveranstaltungen stoppen - Bayern vs. Chelsea als Geisterspiel?

Laut einem Bericht der Augsburger Allgemeinen will die Landesregierung von Bayern die Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn umsetzen, wonach es keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern geben soll. "Die Verordnung soll zunächst bis Karfreitag gelten", sagte Fabien Mehring von den Freien Wählern. Das würde auch das Champions-League-Rückspiel der Bayern gegen den FC Chelsea betreffen. Auch eine Absage soll nicht ausgeschlossen sein.

SC Freiburg setzt Ticketverkauf aus

Der SC Freiburg setzt im Zuge der Coronakrise aufgrund der nicht vorhersehbaren Lage als erster Bundesligist den Ticketverkauf für die kommenden Heim- und Auswärtsspiele aus. Das teilten die Breisgauer am Montag mit. Sollte es in naher Zukunft zu Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit kommen, wird jedem Fan der Preis seines jeweiligen Tickets erstattet werden. Zudem finden bis auf Weiteres keine öffentlichen Trainingseinheiten statt.

DFL: "Laufende Saison muss wie vorgesehen zu Ende gespielt werden"

Am Montagnachmittag betonte die DFL ein weiteres Mal, dass eine Aussetzung oder ein Abbruch der Meisterschaft nicht infrage komme. "Die laufende Saison 2019/20 muss wie vorgesehen bis zum Sommer 2020 zu Ende gespielt werden, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln", teilte der Ligaverband mit: "Nur so erhalten Klubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Saison Planungssicherheit, zum Beispiel auch mit Blick auf Spielerverträge, die nur für eine Liga Gültigkeit haben."

Für den Fall, dass tatsächlich Geisterspiele stattfinden und die Vereine dadurch finanzielle Verluste erleiden würden, prüfe die DFL "die Möglichkeit von Anpassungen des Lizenzierungsverfahrens für die kommende Saison 2020/21, um finanzielle Nachteile infolge von Auswirkungen des Corona-Virus entsprechend zu berücksichtigen." Eine weitere Option sei es, "auf Basis der Statuten Auszahlungszeitpunkte von zentral generierten Einnahmen anzupassen, um Klubs im Fall von möglichen Liquiditätsengpässen zu entlasten."

Coronavirus: Frankfurter Europa-League-Rückspiel in Basel abgesagt

Das für den 19. März angesetzte Achtelfinal-Rückspiel von Eintracht Frankfurt in der Europa League beim Schweizer Spitzenklub FC Basel am 19. März wird nicht im St. Jakob-Park zu Basel stattfinden. Die Kantonspolizei Basel-Stadt entschied nach Rücksprache mit dem Kantonalen Krisenstab, die Austragung dieser Partie wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht zu bewilligen. Wo und wann das Spiel stattfinden wird, blieb zunächst offen. "Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Wir stehen hinter der Entscheidung der Behörden", sagte Basel-Klubboss Roland Heri in einem Videostatement.

Waldhof-Manager zu Geisterspielen: "Gibt Vereine, bei denen jeder Zuschauer zählt"

Den Klubs der 3. Liga drohen bei möglichen Geisterspielen wegen der Ausbreitung des Coronavirus große finanzielle Herausforderungen. "Geisterspiele hätten eine finanzielle Auswirkung und wären nicht einfach zu stemmen", sagte Markus Kompp, Geschäftsführer von Waldhof Mannheim, dem Nachrichtenportal t-online.de: "Es gibt in der 3. Liga Vereine, bei denen es Spitz auf Knopf zugeht und jeder Zuschauer zählt. Dort herrscht ein anderer Druck."

Seinen eigenen Klub sieht Kompp hingegen gut aufgestellt. "Wenn mehrere Geisterspiele kommen sollten, müsste man schauen, welche finanziellen Auswirkungen dies hat und müsste es entsprechend einordnen. Wir arbeiten beim SV Waldhof Mannheim eng mit einem Investor zusammen und sind daher etwas entspannter und in unseren Planungen ohnehin seriös aufgestellt", sagte der Manager.

Trotz Coronakrise keine Bundesliga-Spiele im Free-TV

Die Übertragung von Spielen der Bundesliga aufgrund der Coronavirus-Epidemie im Free-TV ist für den Pay-TV-Sender Sky im Augenblick nicht denkbar. "Das geben die Verträge in dieser Form nicht her", sagte ein Sprecher auf Anfrage der Düsseldorfer Rheinischen Post. In der englischen Premier League wurde über ein ähnliches Modell im Fall von Geisterspielen spekuliert.

Sollte es zu Spielen ohne Fans kommen, werde man den Austausch mit der DFL suchen, betonte Sky. Ohne die Zustimmung der DFL sei es auf keinen Fall möglich: "Wenn eine Entscheidung getroffen wurde, kann es natürlich sein, dass man in den Austausch miteinander kommt."

Coronavirus: WM-Quali-Spiele in Asien werden verschoben

Wegen der Coronavirus-Epidemie werden in Asien die anstehenden Qualifikationsspiele zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar verschoben. Das gab der Weltverband FIFA am Montag bekannt.

Die eigentlich vom 23. bis 31. März sowie vom 1. bis 9. Juni angesetzten Partien werden zu einem späteren Termin nachgeholt, Einzelheiten werden die FIFA und die Asiatische Konföderation AFC zu einem späteren Zeitpunkt regeln.Allerdings könnte es abweichend von der grundsätzlichen Regelung auch Ausnahmen geben.

Olympische Flamme wird ohne Zuschauer entzündet

Die Zeremonie zum Start des Olympischen Fackellaufs wird aufgrund der Coronavirus-Epidemie ohne Zuschauer stattfinden. Das gab das griechische olympische Komitee am Montag bekannt. Es werden lediglich 100 geladene Gäste anwesend sein. Die Feierlichkeiten finden am Donnerstag in Olympia statt.

Der traditionelle Fackellauf durch Griechenland endet am 19. März nach 3500 Kilometern in Athen, dort wird das Feuer den Organisatoren der Sommerspiele in Tokio übergeben. "Wir fordern die Bürgermeister der Städte, durch die die Olympische Flamme zieht, dazu auf, sich an die Anweisungen des Gesundheitsministerium und der nationalen Gesundheitsorganisation zu halten", heißt es in der Mitteilung.

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