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Leichtathletik

Clemens Prokop bleibt DLV-Präsident

SID
Clemens Prokop ist seit 2001 Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes
© sid

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat auf dem 45. Verbandstag in Berlin Clemens Prokop als Präsident wiedergewählt. Der 52-Jährige ist seit 2001 im Amt.

Clemens Prokop geht mit hohen Zielen in seine dritte Amtsperiode als Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Der Amtsgerichts-Direktor aus Kelheim in Niederbayern wurde drei Monate nach der erfolgreichen Heim-WM beim 45. DLV-Verbandstag in Berlin in geheimer elektronischer Abstimmung mit 176 Ja-Stimmen wiedergewählt. Zehn Mitglieder votierten bei einer Enthaltung gegen Prokop, der keinen Gegenkandidaten hatte.

Der frühere Weitspringer, der 2001 das Amt von Helmut Digel übernommen hatte, wurde zum zweiten Mal für vier weitere Jahre gewählt. Bei den letzten Wahlen im April 2005 hatten sich noch 35 Mitglieder gegen Prokop ausgesprochen.

"Wollen den Aufschwung der WM fortsetzen"

"Wir wollen den Aufschwung der WM fortsetzen und 2012 den Olympiafluch durchbrechen. In London wollen wir zu den besten vier Nationen gehören. Wir haben das Potenzial und wir werden es schaffen", sagte Prokop, der für seine dritte Amtszeit einen Acht-Punkte-Plan skizzierte.

Zudem kündigte der 52-Jährige eine DLV-Bewerbung für ein weiteres Leichtathletik-Großereignis an: "Wir werden uns spätestens für die EM 2018 bewerben. Ich gehe davon aus, dass Berlin chancenreichster Kandidat ist."

Bei der Leichtathletik-WM in Berlin hatte der mit rund 900.000 Mitgliedern fünftgrößte deutsche Sport-Fachverband neun Medaillen geholt (2x Gold, 3x Silber, 4x Bronze).

Dagmar Freitag wiedergewählt

Neben Prokop wurde aus der engeren Führungsriege die SPD-Politikerin  wiedergewählt. Die 56-Jährige aus Iserlohn erhielt 174 von 187 Stimmen und wurde vier Tage vor ihrer erwarteten Wahl zur Vorsitzenden des Bundestagssportausschusses als Vizepräsidentin für Wirtschaft und Veranstaltungsmanagement bestätigt.

Der frühere Stabhochspringer Günther Lohre (147 Stimmen), 1976 in Montreal Olympianeunter, übernahm als Vizepräsident Leistungssport die Position von Eike Emrich, der zusammen mit Sportdirektor Jürgen Mallow abgetreten war. Letzterer wurde inzwischen durch Thomas Kurschilgen ersetzt.

Als weitere neue Vizepräsidenten wurden für den Bereich Wettkampf-, Freizeit- und Breitensport der Sportmediziner Matthias Reick (143) und als Stellvertreter des Präsidenten Jürgen Scholz (123) gewählt.

Wowereit mit DLV-Ehrenring ausgezeichnet

Die Wahl zum Schatzmeister gewann Franz-Josef Probst, Präsident des Landesverbandes Nordrhein. Beim Vorsitz Wettkampf-Organisation setzte sich Frank Hamm durch. Der bisherige Präsidiumsbeauftragte für Zukunftsfragen, Fred Eberle (Schwäbisch Gmünd), übernahm den Posten Aus- und Fortbildung, Wissenschaft und Trainerschule.

Vor den Wahlen war Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit mit dem DLV-Ehrenring ausgezeichnet worden. Der SPD-Politiker wurde für seine Verdienste um den Sport und dabei insbesondere für die erfolgreiche Ausrichtung der WM in der Hauptstadt im August geehrt.

"Berlin hatte eine gute Gelegenheit, sich im Sport zu positionieren", sagte Wowereit und lobte die gute Partnerschaft mit dem DLV.

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