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Handball

Champions-League-Aus für THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt: "Die Kräfte waren nicht mehr da"

SID
Kiel ist in der CL ausgeschieden.

Tiefe Enttäuschung im hohen Norden: Sowohl Titelverteidiger THW Kiel als auch Erzrivale SG Flensburg-Handewitt haben in der Champions League das Finale in Köln verpasst.

Tiefe Enttäuschung im hohen Norden und ein schwarzer Abend für den deutschen Vereinshandball: Dass sowohl Titelverteidiger THW Kiel als auch Erzrivale SG Flensburg-Handewitt die Teilnahme am Final Four der Champions League verpassten, das mussten die Bundesliga-Schwergewichte erst einmal verdauen.

Beiden Teams fehlten in der von extremem Terminstress geprägten Pandemie-Saison am Ende die entscheidenden Körner. Ligatabellenführer Kiel verlor bei Paris St. Germain mit 28:34 (15:16), zwei Tore Vorsprung aus dem Viertelfinal-Hinspiel waren zu wenig. Ein 33:29 (14:16)-Erfolg reichte Flensburg gegen Aalborg Handball nicht, zu schwer wog die Fünf-Tore-Niederlage in der vergangenen Woche in Dänemark.

"Trotz der Belastung haben wir das eigentlich ganz gut gemacht. Aber in der zweiten Halbzeit waren die Kräfte nicht mehr da", sagte THW-Trainer Filip Jicha nach der Partie in der französischen Hauptstadt, bei der nach einer Lockerung der Corona-Einschränkungen wieder 800 Fans zuschauen durften. Und sie sahen ein Gäste-Team, dessen Spieler total erschöpft die Halle verließen. Torwart Niklas Landin: "Das Ausscheiden ist wirklich hart."

Somit werden die Zebras den Titel in der Königsklasse am 12./13. Juni in Köln nicht verteidigen können, auch Flensburg muss auf den zweiten Triumph im Final Four in der Lanxess Arena weiterhin warten. Wie der THW hatte auch die SG in den entscheidenden Momenten keine Reserven mehr, spielerisch, aber auch personell.

In der Liga geht die Hetzjagd weiter

Schon und ganz besonders im Hinspiel war der Flensburger Kräfteverschleiß signifikant gewesen. "Wir haben die beste Gruppenphase in der SG-Geschichte gespielt und uns eine gute Ausgangsbasis verschafft, um dann so ein erstes Viertelfinale in Aalborg abzuliefern", sagte Nationalspieler Johannes Golla dazu.

Aber in der Liga geht die Hetzjagd unvermindert weiter. Noch jeweils zehn Partien stehen für Kiel und Flensburg bis zum Saisonfinale am 27. Juni auf dem Programm. Auch weil es vor einem Jahr mit Blick auf die Pandemie keine Absteiger gab und deshalb mit 20 statt der sonst üblichen 18 Klubs gespielt wird.

Immer wieder musste überdies der Terminplan wegen diverser Quarantäne-Aufenthalte umgebaut und gestreckt werden. Dennoch hat Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann seinen Glauben an die planmäßige Durchführung der Saison nicht verloren: "Wenn keine härteren Einschläge mehr kommen, schaffen wir das."

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