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Fussball

Europas aufregendste Nationalmannschaft

Von Fatih Demireli
Bosnien-Herzegowina ist mittlerweile 15. der Weltrangliste
© imago

Die ersten Teilnehmer der FIFA WM 2014 stehen bereits fest. Japan dankt einem Stuttgarter, der Iran einem Geigenspieler. Zu ganz heißen Nummern entwickeln sich Bosnien-Herzegowina und der neue Drogba der Elfenbeinküste. Dazu: Das neue Bollwerk aus Mittelamerika.

Europa

Die gesamte Qualifikation im Überblick

Das Team der Stunde: So ganz hat Safet Susic den Pessimismus noch nicht ablegen können: "Wir brauchen noch neun Punkte, um es zu schaffen." Aber inzwischen empfindet auch der Nationaltrainer Bosnien-Herzegowinas eine große "Begeisterung" für das, was seine Mannschaft in der WM-Qualifikation abliefert. Fünf Siege und ein Remis holte Bosnien aus sechs Spielen und ist auf dem besten Wege, sich direkt für Brasilien 2014 zu qualifizieren. Das 5:0 in Lettland war die nächste Episode der Demonstration des steilen Aufstiegs in die Sphäre der europäischen Top-Mannschaften. Nur die Niederlande erzielte mehr Tore in der Europa-Qualifkation, nur eine Handvoll Mannschaften kassierte weniger Treffer. Ein Verdienst von international anerkannten Top-Spielern wie Edin Dzeko, Miralem Pjanic, aber auch Vedad Ibisevic oder Torhüter Asmir Begovic. Inzwischen ist Bosnien auf Platz 15 der Weltrangliste angelangt - die beste Platzierung in der Geschichte des Landes. "Wenn wir die WM nicht packen, werden sie uns das nicht verzeihen", sagte Susic im März nach dem Sieg gegen Griechenland. Inzwischen glaubt aber keiner mehr an ein Scheitern.

Der Spieler der Stunde: Marc Janko. Sein letztes Pflichtspiel für seinen Klub Trabzonspor absolvierte der Österreicher im Februar. Die kriselnden Türken hatte auch bis dahin nicht wirklich eine Verwendung für den Angreifer, sodass der Wechsel zum Schwarzmeer-Klub als Fehlentscheidung durchgeht. Dass Janko dann im entscheidenden Quali-Spiel Österreichs gegen Schweden in der Startelf stand, verwunderte nicht wenige. Aber Janko schoss nicht nur ein Tor beim 2:1-Sieg, sondern spielte beherzt auf und wurde hinterher wie ein Held gefeiert. "Das war eines meiner schönsten Tore, denn es hat eine unglaubliche Geschichte vollendet", sagte Janko. Die Geschichte kann auch für Österreich gut enden, ist man jetzt Deutschlands Verfolger Nummer eins.

Der Bundesliga-Legionär der Stunde: Seinen neuen Klub hätte sich Kevin de Bruyne aussuchen können: Alleine aus der Bundesliga waren gleich vier, fünf Klubs interessiert, aber Chelsea fiel dann auf, dass der Belgier vielleicht auch den "Blues" gut zu Gesicht stehen würde und entschied, ihn zu behalten. De Bruyne bleibt, auch weil er weiter in blendender Form ist. Dass Belgien auf dem besten Wege zur WM ist, ist auch sein Verdienst. Bärenstarke Auftritte gegen Mazedonien und Serbien, gegen die der Noch-Bremer die Führung erzielte. Jose Mourinho darf sich freuen.

Europa: Europas aufregendste Nationalmannschaft

Südamerika: Der doppelte Pizarro

Nord- und Mittelamerika: Klinsmann Triumph und das Bollwerk

Asien: Der Geiger und der Schwabe

Afrika: Gestatten, der neue Drogba

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